„Olympia-Saison in Gefahr!“ Die heimischen Ski-Fans waren ob dieser Schlagzeile in großer Sorge. Kathrin Zettel selbst gibt bei LAOLA1 aber final Entwarnung: „Da wurde sehr viel übertrieben und Dinge geschrieben, die nicht gestimmt haben.“
Seit Anfang September ist die 23-Jährige wieder auf den Brettern, die ihre Welt sind, unterwegs. „Ich bin bei den Olympischen Spielen sicher dabei, es schaut alles ganz gut aus!“
Anfang Juli musste die Göstlingerin einen ÖSV-Kondikurs in Lienz vorzeitig abbrechen. Die Großglockner-Besteigung konnte Zettel aufgrund einer Überbelastung der Patellasehne im linken Knie nicht mitmachen.
Trotz Therapie stellte sich keine Besserung ein, am Rande des Beachvolleyball-Turniers in Klagenfurt diktierte eine geknickte Niederösterreicherin den Journalisten in die Blöcke: „Es ist nicht abzusehen, wie lange es noch dauert. Die Ärzte trauen sich auch keine Prognose mehr abzugeben!“
Im August schlug die Therapie dann aber endlich an, die Kombi-Weltmeisterin von Val d’Isere konnte mit dem Aufbautraining für den Olympia-Winter beginnen.
„Wir haben die Fehlstellung korrigiert und eine gute Basis schaffen können“, so Zettel, die nicht gerne an die schweren Wochen des Nichtstuns zurückdenkt.
„Das war ein harte Zeit, in der ich ein paar Tröster gebraucht habe!“ Auch weil sie ihrer zweiten Leidenschaft ebenfalls nicht nachgehen konnte: der Jagd.
„Zeit wäre genug gewesen, aber das Wetter hat nicht mitgespielt. Ich habe aber versucht, sooft wie möglich in die Natur zu kommen. An der frischen Luft kann ich am besten ausspannen und abschalten!“
Mittlerweile ist frische Luft wieder gleichbedeutend mit Schneetraining. Das gute Gefühl hat sich bereits eingestellt, der schnelle Schwung ist ansatzweise zurück, auch wenn noch nicht auf die Zeiten geschaut wird.
„Die läuft zwar mit, spielt aber überhaupt keine Rolle“, lässt sich Zettel nicht unter Druck setzen. Auch nicht vom Rücktritt von Renate Götschl, die den Rennanzug gegen Umstandskleider tauschen wird.
„Wir wollen die Lücke, die sie hinterlässt, als Mannschaft schließen. Und in den Speed-Disziplinen sind sowieso andere gefordert!“ Da trifft es sich gut, dass die Liste der verletzten ÖSV-Girls Woche für Woche kürzer wird. Neben Kathrin Zettel haben sich auch Marlies Schild und Maria Holaus zurückgemeldet.
Über ihre eigene und die Verletzungen der anderen will die Zweite im RTL-Weltcup nicht zu viel nachdenken. „Es geht nur mit vollem Körpereinsatz, Skifahren ist ein beinharter Job. Wir riskieren teilweise nicht nur Füße oder Knie, sondern unser Leben!“ Der Grund liegt auf der Hand: “Jede will die Schnellste sein, aber es kann nur eine gewinnen!”
Stephan Schwabl - Quelle: www.LALOLA1.at
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