BLICK ZURÜCK SAISON 2008/09:
Sieg in Lake Louise für Mr. Super-G Hermann Maier
Warum tut er sich das noch an? Das haben sich und ihn viele gefragt. DESHALB! Sein Gefühl beim Sommertraining in Übersee hat ihn also nicht getrogen. Dort hat er es seinen Aussagen nach gespürt, das noch was geht. Und wie es geht! Maier gewinnt den heutigen Super-G in Lake Louise in 1.29,84. Es ist bereits sein fünfter Super-G-Sieg in Lake Louise!
Maier: „Es ist unvorstellbar für mich. Es waren sicherlich keine guten Voraussetzungen. Aber ich bin in den letzten tagen immer besser ins Fahren gekommen. Heute hat es einfach gepasst. Ich habe einen guten Ski gehabt, das habe ich ausnützen können. … Es ist einfach wunderschön. Da weiß man, warum man im Sommer über trainiert!“
Mit Respektabstand von 0,59 Sekunden reiht sich auf Platz 2 Lokalmatador John Kucera (CAN) ein.. Dritter der Schweizer Didier Cuche mit 0,68 Rückstand. Cuche ist der einzige aus der Gruppe der Top-Super-G-Läufer des Vorjahres, der sich im Spitzenfeld platzieren kann.
Auf den Plätzen folgen die Abfahrer: 4. Michael Walchhofer (AUT +0,79), 5. ex aequo Marco Sullian (USA) und Didier Defago (SUI +0,87). Auf Platz 7 der Kanadier Erik Guay (+0,99). Er war der schnellste im letzten Abfahrtstraining und der Unterschied zur Abfahrt war im heutigen Super-G nicht allzu groß. Viele Athleten waren mit den Abfahrtsbrettern unterwegs.
Daniel Albrecht zeigt sich wieder als zukünftiger Anwärter für den Gesamtweltcup. Er fährt mit Startnummer 30 auf Platz 8. Zu viele Fehler verhindern eine echte Sensation. Aber Form und Können passen. Kann er noch Konstanz hinzufügen, werden sich Miller und andere Große warm anziehen müssen, diesen Winter. Tobias Grünenfelder legt eine sensationelle erste Laufhälfte hin, verpatzt die zweite. Dennoch reicht es für Platz 10 und er rundet ein tolles Mannschaftsergebnis für die Schweiz ab.
Auch Aksel Lund Svindal schafft wieder den Sprung in die Top Ten. Er sammelt mit Platz 9 weiter konstant Punkte und tastet sich wohl langsam wieder an seine Form vor seinen schweren Unfall zurück. Nächste Woche in Beaver Creek gilt es wohl vor allem, Vergangenheitsbewältigung zu machen … neben möglichst vielen Weltcuppunkten.
Bode Miller scheidet aus, nachdem er auf der schlagigen Piste einen Schi verliert. Sehenswert, wie er bei ca. 100 km/h einen Sturz akrobatisch verhindern kann! Noch nicht auf Touren ist heuer Benjamin Raich. Ein Vierter Platz in Sölden, Ausfall an aussichtsreicher Position in Levi, gestern nicht in den Punkterängen. Heute derzeit auf Platz 21. Raich will heuer nicht mehr so viel in die Speedrennen investieren, weil „je mehr ich getan habe, umso schlechter ist es gelaufen“. Raich zum heutigen Rennen: „Ich hab schon den einen oder anderen Fehler gemacht. Vor allem die Zielkurve habe ich verpatzt. Da verliert man schon einiges. Oben habe ich aber eine gute Fahrt gehabt – da wundert mich der Rückstand schon. Hermann ist schon im Sommer sehr stark gefahren – es ist nicht so überraschend.“
Der DSV-Starter Peter Strodl liegt derzeit auf Platz 26 (Rennen noch in Gang) und kann möglicherweise wieder ein paar Weltcuppünktchen ergattern! Stefan Keppler startet mit Startnummer 58. Drücken wir ihm die Daumen!
Obwohl wir in diesem Rennen bislang keinen schweren Sturz gesehen haben, wirft die Reaktion der Trainer und Läufer auf die heutige Kurssetzung doch wieder die Frage nach der Sicherheit auf: Muss man nach dem „Abfahrts-SuperG“ von Kvitfiell mit den verheerenden Folgen wirklich weiterhin derart schnelle Kurse in dieser Disziplin setzen? Auf Drängen von – überwiegend österreichischen – Trainern bei der gestrigen Mannschaftsführersitzung wurde heute morgen zwar noch umgesteckt und entschärft. Trotzdem sah man heute einen der schnellsten Super-G´s, die es je gab.
Nachsatz Maier: „Wenn man das Rote Trikot überstreift, dann ist es ein schönes Gefühl. Dann kann man wieder ein bisserl träumen. Aber sonst ist es das wichtigste, dass man grade gehen kann!“
BLICK ZURÜCK SAISON 2007/08:
Svindal gewinnt Super-G von Lake Louise
Svindal vor Raich und Cuche – die besten 3 im Gesamtweltcup der letzten Saison teilen sich heute das Podium in Lake Louise.
Der große Norweger gewinnt mit 0,44 Sekunden Vorsprung auf den überraschend starken Österreicher Benjamin Raich und 0,60 Sekunden auf den Schweizer Didier Cuche.
Doch die ersten Drei müssen lange zittern: mit Startnummer 30 schiebt sich noch völlig unerwartet der Slowene Andrej Jerman (SLO, +0,64 Sek) auf Platz 4 – in den oberen Teilzeiten lag er sogar noch vor Svindal und am Ende fehlen nur 4 Hundertstel aufs Stockerl!
Auf Platz 5 finden wir den Vorjahressieger Erik Guay (CAN, +0,66 Sek.), Platz 6 Ambrosi Hoffmann (SUI, +0,71 Sek.) und dahinter wieder 2 der starken kanadischen Mannschaft: 7. John Kucera (CAN, +0,77 Sek.) und 8. Jan Hudec (CAN, +0,85 Sek.), dem sein gestriger Sieg auch für das heutige Rennen enormen Auftrieb gegeben hat.
Platz 9 für Didier Defago (SUI, +0,97 Sek.) und erst auf Platz 10 der zweitbeste Österreicher Christoph Gruber (+1,00 Sek.).
Der Kampf Svindal gegen Raich scheint sich fortzusetzen, auch wenn beide den Gedanken an den Gesamtweltcup noch weit von sich schieben. Darauf angesprochen, wie wichtig es ihm ist, viele Punkte für den Gesamtweltcup mitzunehmen, meint Svindal trocken: „Es ist immer besser viele Punkte zu machen, als wenige. Aber das Gefühl zu Siegen ist noch besser als 100 Punkte auf dem Konto …“ .
Benni Raich ist mit seiner Frühform zufrieden, wenngleich er an seiner Fahrt besonders nach dem Zielsprung noch Fehler fand „ich bin dort etwas zu hart drauf gestiegen und das Timing hat nicht gepasst. Mir ist schon vorgekommen, dass ich langsamer werde …“ und exakt dort hat er auch in etwa eine halbe Sekunde verloren – jene halbe Sekunde, die ihm heute auf Svindal fehlte.
Erfreulich aus österreichischer Sicht, das frühe und gelungene Comeback von Stephan Görgl, der nach einer sauberen Fahrt und 1,08 Sekunden Rückstand den 12. Platz belegt.
Etwas enttäuschend die Markenkollegen von Didier Cuche und langjährige Spitzenplatzgaranten von Lake Louise: Der Liechtensteiner Marco Büchel scheidet bereits im oberen Teil aus und Bode Miller belegt mit 1,71 Sekunden Rückstand nur den 25. Platz.
Für Hermann Maier wird es erneut Platz 16, allerdings dürfte ihm dieser Rang heute nicht so zufriedene Kommentare entlocken wie gestern. Die gute Piste und die in etwa gleich bleibenden Bedingungen hätten sicher mehr zugelassen.
Der deutsche Stefan Keppler – ebenfalls Markenkollege von Cuche, Miller, Maier und Büchel – belegt nach einigen Patzern im Steilhang den 18. Platz mit 1,52 Sekunden Rückstand.
Aus dem Skiweltcup Infopoint Austria: C. Egger
BLICK ZURÜCK SAISON 2006/07:
Kucera gewinnt ersten Super G der Saison 2006/07
Die Kanadische Kältekammer (- 25°) von Lake Louise war auch am Sonntagabend beim Super G der Herren für eine Überraschung gut.
Mit Startnummer 1 ins Rennen gegangen siegte der Kanadier John Kucera mit einer Laufzeit von 1:29.70 Minuten vor dem Österreicher Mario Scheiber (Rückstand +0,06 Sekunden) und dem Schweden Patrick Järbyn (+0,28).
Das bestes Super-G-Ergebnis vor dem heutigen Rennen war für den 22jährigen Kanadier ein 25. Platz in Kitzbühel 2006. Kein Wunder das Kucera überglücklich im Ziel strahlte: “Es ist unglaublich. Ich bin so glücklich. Vielen Dank an meine Trainer und allen Service-Leuten. Gerade das Heimrennen zu gewinnen, ist etwas ganz besonders.” Es war übrigens erst der zweite Heimsieg für die “Crazy Canucks” nach dem Abfahrtstriumph von Rob Boyd in Whistler Mountain im Jahre 1989.
Mister Super G, Hermann Maier aus Österreich schrammt als Vierter knapp am Podest vorbei, gefolgt vom Franzosen Antoine Deneriaz und Erik Guay aus Kanada.
Erfreulich aus Sicht der Schweizer Mannschaft war das Abschneiden von Didier Defago, Bruno Kernen und Didier Cuche welche die Plätze 7 bis 9 belegten.
Für dem Gesamtweltcupsieger Benjamin Raich aus Österreich reichte es beim ersten Super G der neuen Saison „nur“ für Rang 10.
Auf Grund der extrem tiefen Temperaturen – bis zu minus 27 Grad Celsius – hatten die Teams sogar diskutiert, ob man den Super-G überhaupt austragen sollte. Lake Louise knabberte aber nicht nur am Kälterekord sonder sorgte auch am Sonntag für eine neue „Oldie-Bestleistung“.
Der Drittplazierte Schwede Patrick Järbyn ist jetzt der älteste Fahrer, der jemals in einem Weltcuprennen aufs Podest gelangte, und das nur einen Tag nachdem sich Marco Büchel (35) zum ältesten Sieger in der Skiweltcupgeschichte gemacht hatte.
Järbyn verbesserte die bisherige Rekordmarke seines Landsmannes Fredrik Nyberg, der kurz vor der Saison einen Kreuzbandriss erlitten hatte. Es soll sich nach unseren Informationen jedoch nur um ein Gerücht handeln, das im nächsten Jahr auch Franz Klammer, Toni Sailer und Christian Neureuther in Lake Louis wieder an den Start gehen wollen.
Der Blick zurück – Saison 2005/06
Premieren-Sieg für Norweger Svindal
Der Norweger Aksel Lund Svindal gewinnt vor dem Österreicher Benny Raich und dem US Amerikaner Daron Rahlves den ersten Super G der Olympiasaison 2005/06.
Als Bester Schweizer Rennfahrer folgt auf Rang 4 der Schweizer Ambrosi Hoffmann vor dem Norweger Kjetil Andre Aamodt und dem Lichtensteiner Marco Büchel.
Der Sieger der gestrigen Abfahrt, Fritz Strobl folgt auf Platz 7 vor seinem österreichischen Landsmann Hannes Reichelt.
Der Schwede Patrick Järbyn als Neunter und Michael Walchhofter komplettieren die Top 10 des Super G von Lake Louise.
Der Blick zurück – Saison 2004/05
Bode Miller gewinnt auch Super G in Lake Louise
Bode Miller schaffte in Lake Louise den “Hattrick”. Nach dem Riesenslalom von Sölden und der Abfahrt von Vortag gewann er in einem Giganten-Duell mit Hermann Maier auch den Super-G am Sonntag in Lake Louise.
Hinter dem neuen Seriensieger landeten mit Weltcup-Titelverteidiger Hermann Maier (+0,14 Sek.), Abfahrts-Weltmeister Michael Walchhofer (+0,55) und Johann Grugger (+0,66) drei Österreicher auf den Plätzen zwei bis vier.
Dazu noch Benjamin Raich als Sechster, Mario Scheiber als Siebter und Hans Knauß als Achter in den Top Ten.
Der Schweizer Didier Défago wurde 9., Ambrosi Hoffmann 11. und Jürg Grünenfelder (Startnummer 55!) 17.
Für eine große Überraschung sorgten auch die deutschen Rennläufer Florian Ecker der sich mit Startnummer 60 noch auf den 10. Platz vorschob und Andreas Ertl welcher mit Startnummer 66 auf Rang 27 fuhr.
Mit dem dritten Sieg im dritten Rennen baute Miller seine Führung in der Gesamtwertung weiter aus. Drei Siege eines Athleten in den ersten drei Rennen hatte es bisher in der Weltcup-Geschichte der Herren noch nie gegeben. Im Weltcup stand er im Super G zuvor noch nie auf dem Podest! Damit ist er einer der ganz wenigen Rennläufer, die in allen Disziplinen gewonnen haben!
Miller schaffte dieses Kunststück nach dem Schweizer Pirmin Zurbriggen (1985), dem für Luxemburg startenden Vorarlberger Marc Girardelli (1989), dem Tiroler Günther Mader (1996) sowie dem Norweger Kjetil-Andre Aamodt (2000) Weltcup-Siege in allen fünf Disziplinen zufeiern. “Es ist fantastisch, zu dieser elitären Gruppe zu gehören. Die letzten Tage waren wirklich unglaublich”, so der überglückliche Gewinner.
Nach Riesenvorsprüngen im Riesentorlauf in Sölden (1,17) und in der Lake-Louise-Abfahrt (0,97) war Hermann Maier diesmal auf Tuchfühlung mit Miller. Maier zum Rennen: “Ich bekomm noch nicht die Kraft auf die Skier. Es geht mir auch noch ein Sieg ab. Mit einem Erfolg fährt es sich leichter. Für die Schuhe hab ich noch nicht die optimale Abstimmung gefunden. Aber es ist schon knapp. Wir müssen da jetzt einfach anziehen. Es ist gut, wenn wir einmal aufgeweckt werden.”
Der Blick zurück – Saison 2003/04
Hermann Maier gewinnt Super G von Lake Louis
Hermann Maier ist endgültig zurück auf der Bühne des Skiweltcup-Zirkus. Im kanadischen Lake Louis feierte der Salzburger seinen 43. Sieg insgesamt und den zweiten Erfolg nach seinem schweren Motorradunfall im Sommer 2001.
Hinter Maier folgten seine Landsmänner Michael Walchhofer (AUT), Stephan Eberharter (AUT) und Benjamin Raich (AUT).
Auf den Rängen 5 bis 10 platzierten sich Lasse Kjus (NOR – 5.), Erik Guay (CAN – 6.), Bjarne Solbakken (NOR – 7) Patrik Järbyn (SWE – 8), Marco Büchel (LIE – 9), Aksel Lund Svindal (NOR – 10) und der zeitgleiche Daron Rahlves (USA – 10).
Als bester Schweizer landete Paul Accola auf dem 16. Platz. Die DSV Fahrer Stefan Stankalla (35.). Max Rauffer (49.) und Peter Strodl blieben ohne Weltcuppunkte.
Der Blick zurück – Saison 2002/03
Eberharter auch beim Super G in Lake Louise unschlagbar !
Stephan Eberharter ist zurzeit einfach unschlagbar. Auch beim 1. Super G Wettbewerb der Saison in Lake Louis (Kanada) lies sich der Österreicher den Sieg nicht nehmen.
Mit einem Vorsprung von 18 Hundertstel Sekunden vor seinem Landsmann Josef Strobl und dem Schweizer Didier Cuche ( 37 Hundertstel Sekunden ) sicherte sich “der Steff” bereits seinen dritten Weltcuperfolg in dieser Saison.
Auf den Rängen 4 bis 8 folgten Kjetil-Andre Aamodt (NOR), Andreas Schifferer (AUT), Marco Büchel (LIE), Bode Miller (USA) und Franco Cavegn (SUI).
Auch bei diesem Rennen konnten die deutschen Rennläufer keine Weltcuppunkte einfahren. Max Rauffer musste sich mit Rang 35, Stefan Stankalla mit Rang 37 und Peter Strodl mit Rang 41 begnügen.
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