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Abfahrt der Herren in Kitzbühel, Vorbericht, Startliste, Liveticker

Am Samstag um 11.30 Uhr nehmen 56 Rennfahrer wieder allen Mut zusammen und stürzen sich wagemutig Richtung Tal. (Die offizielle Startliste und den Liveticker finden Sie in unserer Navigationsleiste oben)  

Das Hahnenkammrennen, gefährlichste Abfahrt im Skizirkus, findet zum 71. Mal statt. Sie ist die gefährlichste Ski-Piste der Welt – die Streif in Kitzbühel. 

Jedes Jahr stürzen Fahrer, jedes Jahr müssen die Rettungs-Sanitäter einen Sportler ins Krankenhaus fliegen. Und dennoch ist das Hahnenkamm-Rennen Kult. Sowohl bei den Zuschauern, als auch bei den Fahrern. 

Hier gibt’s nur eins: Absturz! Geradewegs in den Abgrund. Beim Blick aus dem roten Rahmen des Starterhauses die Piste hinunter sind das die ersten Gedanken. „I foahr do net runter“, sagte Franz Klammer bei seinem ersten Streif-Start 1973. Hat er dann aber doch gemacht. Und viermal gewonnen, so oft wie kein anderer. Wer das heute schaffen will, muss Gas geben, von 0 auf 130 km/h in acht Sekunden. Mit dieser Beschleunigung geht’s runter in die „Mausefalle“, den Abgrund mit 85 Prozent Gefälle. “ 

Max Rauffer, der frühere deutsche Weltklasse-Abfahrer, sah auf der Streif mal einen, der seine Angst nicht überwinden konnte. Der Mann stieg im Startbereich aus der Gondel, blickte in die Tiefe und stieg dann wieder ein. „Er hatte meinen großen Respekt“, sagt Rauffer. 

Eine Weltcup-Abfahrt ist eine Show, nichts anderes. „Die Zuschauer wollen Stürze sehen, davon lebt der Sport“, sagt Patrick Ortlieb, der frühere Abfahrtsweltmeister aus Österreich. „Nur ernsthaft passieren sollte halt nichts.“ 

Dieser Satz symbolisiert die fast obszöne Gratwanderung: größtmöglicher Nervenkitzel bei maximaler Sicherheit. Wo das Enden kann zeigte der Sturz von Daniel Albrecht im letzten Jahr. Der Schweizer stürzte beim Training zum Hahnenkammrennen im Zielhang bei einem 70-Meter-Sprung; dort war 2008 bereits der Amerikaner Scott Macartney mit einem Schädel-Hirn-Trauma liegen geblieben.

                                                                 

Es ist ein Spiel mit dem Feuer und jeder Rennläufer muß sich der Gefahr bewußt sein. Auf den Athleten wartet die gefährlichste Ski-Piste der Welt – die Streif in Kitzbühel. Jedes Jahr stürzen Fahrer, jedes Jahr müssen die Rettungs-Sanitäter einen Sportler ins Krankenhaus fliegen. Und dennoch ist das Hahnenkamm-Rennen Kult. Sowohl bei den Zuschauern, als auch bei den Fahrern. 

Nicht wenige Athleten würden einen Sieg bei der Hahnenkamm Abfahrt auf der Streif in Kitzbühel ohne zu zögern gegen einen Olympia-Sieg oder einen WM-Titel eintauschen. 

Das ist die Streif: Gleich nach dem steilen Start ist von den Fahrern viel Mut gefordert. Wer kein Selbstvertrauen hat, der bekundet beim Sprung bis über 50 Meter die ersten Probleme. Die Mausefalle ist mit 85 Prozent Gefälle der steilste Punkt der Streif. Es folgt eine Kompression, in welcher die Fahrer extremen Fliehkräften ausgesetzt sind. 

Karusellkurve: Die S-Kurvenkombination ist der nächste Schlüsselpunkt und bildet die Einfahrt in den Steilhang. Der lange Rechtsschwung am Ende entscheidet über das Tempo, möglichst wenig rutschen ist wichtig. Holt ein Fahrer vor dem Bogen aus, kann sich das durchaus als Vorteil erweisen. 

Steilhang und Gschöss: Im Steilhang sind die technischen Anforderungen sehr hoch. Perfekte Kanten und optimales Timing sind nötig um die Tore richtig zu erwischen. Normalerweise ist die Stelle völig vereist, durch die starken Schneefälle lässt sie sich vermutlich einfacher fahren. Möglichst viel Tempo mitnehmen ist wichtig, da mit dem Gschöss eine 650 Meter lange Gleiterpassage folgt. Hier entscheiden gutes Material, starke Kondition und gutes Gleitvermögen. 

Alte Schneise, Seidlalm: Die alte Schneise ist eine unruhige und riskante Schrägfahrt, welche von einem raschen Gelände- und Lichtwechsel gefolgt wird. Über die Seidlalm ist Geduld und perfekte Körperspannung gefragt. Wer sich hier aufrichtet, verliert wertvolle Hundertstel. 

Lärchenschuss: Ein erneutes Gleiterstück ist der Lärchenschuss, Tempo bis 102 km/h werden erreicht. Mental befinden sich die Fahrer bereits in der Vorbereitung auf den nächsten schweren Abschnitt. Die Beine brennen, manch einer stösst langsam an seine körperlichen Grenzen. 

Hausbergkante: In den Trainings stand eine Nebelwand über der Hausbergkante, was den Sprung zusätzlich erschwerte. Es folgt eine schwierige Linkskurve über eine Welle, es gilt möglichst hoch in die Querfahrt einzufahren. 

Querfahrt: Viele Bodenwellen machen die Querfahrt zu einer Schütteltortur, möglichst nicht abheben ist gefragt. Oft werden hier die Fahrer nach unten getrieben und büssen die hohe Linie ein. Diese wäre wichtig um nochmals volles Tempo in den Zielschuss mitzunehmen. 

Zielschuss und Zielsprung: Im Zielschuss erreichen die Athleten die höchste Geschwindigkeit des Rennens, mit bis zu 140 km/h rasen sie über die letzten Meter. Trotz der Müdigkeit müssen sich die Fahrer nochmals zusammennehmen, sonst verkommt der Zielsprung zum Unfallort. Im vergangenen Jahr knalle Scott Macartney schmerzhaft auf den Boden, ob der Amerikaner unbeschwert über den letzten Hügel wird fahren können? Schliesslich treffen die Pistenraser auf der „Rasmusleitn“ in direkter Nähe der Stadt im Zielraum ein. Wer hat die Schlüsselstellen am besten gemeistert?

Das erste Rennen auf der Streif gewann 1931 Ferdl Friedensbacher mit einer Zeit von 4:34,2. Den Streckenrekord setzte 1997 der Österreicher Fritz Strobl mit 1:51,58.

Österreichische Rennfahrer beim Abfahrtslauf in Kitzbühel 

Bib FIS Code Name Year Nation Skis
 9  51215 BAUMANN Romed  1986  AUT  Salomon
 16  50041 WALCHHOFER Michael  1975  AUT  Atomic
 19  50753 KROELL Klaus  1980  AUT  Salomon
 20  51005 SCHEIBER Mario  1983  AUT  Atomic
 25  50858 STREITBERGER Georg  1981  AUT  Fischer
 34  51327 PUCHNER Joachim  1987  AUT  Atomic
 44  50742 REICHELT Hannes  1980  AUT  Salomon

 

Schweizer Rennfahrer beim Abfahrtslauf in Kitzbühel 

Bib FIS Code Name Year Nation Skis
 2  510767 HOFFMANN Ambrosi  1977  SUI   
 4  510747 GRUENENFELDER Tobias  1977  SUI  Stoeckli
 12  511139 KUENG Patrick  1984  SUI  Salomon
 17  510890 ZURBRIGGEN Silvan  1981  SUI  Rossignol
 18  510030 CUCHE Didier  1974  SUI  Head
 22  511313 JANKA Carlo  1986  SUI  Atomic
 36  511529 GISIN Marc  1988  SUI  Nordica
 37  510498 ZUEGER Cornel  1981  SUI  Stoeckli
 39  511142 LUEOEND Vitus  1984  SUI  Salomon
 40  511383 FEUZ Beat  1987  SUI  Salomon

 

Deutsche Rennfahrer beim Abfahrtslauf in Kitzbühel 

Bib FIS Code Name Year Nation Skis
 43  201811 STECHERT Tobias  1985  GER  Head
 49  200379 SANDER Andreas  1989  GER  Atomic

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