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Babsi Wirth im Skiweltcup.TV Interview: „Ich habe gelernt, das Skifahren zu genießen“

© Gerwig Löffelholz / Barbara Wirth

© Gerwig Löffelholz / Barbara Wirth

München – Durch ihren Großvater wuchs die Leidenschaft bei Babsi Wirth für den alpinen Ski-Sport. In der Saison 2004/05 nahm die fast 25-jährige Skirennläuferin aus Bayern erstmals bei FIS-Rennen teil. Zu Beginn ihrer Karriere fuhr sie auch in den Speeddisziplinen, wechselte aber rasch zum Slalom und Riesentorlauf.

Im Dezember 2006 debütierte Wirth im Europacup und konnte in der Saison 2008/09 erstmals aufs Podium steigen. Durch die Erfolge wurde sie in die Weltcupmannschaft integriert und feierte beim Rennen in Cortina d’Ampezzo am 25. Januar 2009, wenn auch punktelos, ihr Debüt in der Königsklasse im alpinen Skizirkus.

Barbara Wirth freute sich im finnischen Levi zu Beginn der Saison 2009/10 über ihre ersten Weltcupzähler. Mit der sehr hohen Startnummer 54 ergatterte sie als 28. einige Punkte. Nach einigen Rennen im Europacup erreichte sie beim ersten Rennen am Rettenbachferner in der Saison 2011/12 mit Rang 18 ihr bis dato bestes Ergebnis im Weltcup. Zahlreiche Ausfälle verhinderten, dass Wirth konstant gute Leistungen abrufen konnte. Im Januar dieses Jahres fuhr sie beim Torlauf in Bormio auf den ausgezeichneten neunten Platz, der ihr das Ticket für die Olympischen Winterspiele in Sotschi sicherte. Bei den Rennen, die in Krasnaja Poljana ausgetragen wurden, wurde sie 25. Im Riesentorlauf und 14. im Slalom.

Wir unterhielten uns mit der zweifachen deutschen Slalomeisterin Babsi Wirth über den sportlichen Aufschwung, ihr verstecktes Talent und über die mögliche Nachfolgerin von Maria Höfl-Riesch als Teamleaderin.

© Gerwig Löffelholz / Barbara Wirth

© Gerwig Löffelholz / Barbara Wirth

skiweltcup.tv: „Vor der letzten Saison bist du in den Förderkader zurück gestuft worden, und bist danach die erfolgreichste Saison deiner Karriere gefahren. An was wurde besonders gearbeitet, was siehst du als Hauptgrund für deinen sportlichen Aufschwung?“

Babsi Wirth: „Ich habe gelernt, das Ganze etwas lockerer zu sehen und das Skifahren zu genießen! Das hat mich sehr nach vorne gebracht! Mein konditionelles Training habe ich etwas umgestellt, und dabei habe ich auch viel gelernt. So hat das Gesamtpaket in der letzten Saison sehr gut funktioniert und extrem viel Spaß gemacht.“ (lacht)

skiweltcup.tv: „Bormio mit Platz 9 ist dein bisher bestes Ergebnis, was auch gleichzeitig die Olympiaquali war. Im nächsten Slalom in Flachau warst du sogar auf dem Weg unter die besten Fünf bis zum Ausfall im ersten Lauf, du fuhrst so locker und gut wie nie. Man sagt immer, Slalom ist Kopfsache. War Bormio der Knopföffner was dein Selbstvertrauen angeht, und profitierst du vom wahrscheinlich gesteigerten Selbstvertrauen auch jetzt noch im Training?“

Babsi Wirth: „Ich bin der festen Überzeugung, dass Leistungssport viel mit dem Kopf zu tun hat. Es ist natürlich klar, dass, wenn man sich sicherer fühlt, bessere Ergebnisse erzielt. Dann sind das Vertrauen und das Selbstbewusstsein stärker, und man kann mehr an seine Grenzen gehen. Es ist natürlich ein gutes Gefühl, wenn man auf eine erfolgreiche Saison zurückblicken kann. Man kann darauf aufbauen, jedoch ist das ja keine Garantie! Auch für die kommenden Aufgaben gibt es viel zu tun, um weiter nach vorne zu kommen!“

skiweltcup.tv: „Nach dem Rücktritt von Maria Höfl-Riesch bist du aktuell Deutschlands beste Slalomfahrerin, also quasi die Teamleaderin. Merkst du das die Jüngeren auf dich sehen, fühlst du dich auch so, oder ist dir das egal?“

Babsi Wirth: „Nein, ich fühle mich nicht als Teamleaderin, und das bin ich auch nicht! Für mich ist Viky die Teamleaderin, und ich denke, dass ich noch Vieles von ihr lernen kann. Trotzdem ist es sehr ungewohnt, die beste deutsche Slalomfahrerin zu sein.“

© Gerwig Löffelholz / Barbara Wirth

© Gerwig Löffelholz / Barbara Wirth

skiweltcup.tv: „Jetzt ist die Zeit des Konditionstrainings. Ist das jede Saison im Grunde das gleiche, oder gibt es diesmal vielleicht Änderungen, etwas Neues was gemacht wird? Und ist alles vom Verband vorgegeben, oder machst du auch privat etwas von dem du weißt, das dir das hilft?“

Babsi Wirth: „ Wie schon erwähnt, habe ich seit letztem Jahr mein Konditionstraining umgestellt. Nun spule ich mein eigenes Programm mit meinem eigenen Konditionstrainer ab. Ich habe im vergangenen Winter gemerkt, dass mir das sehr hilft und wollte das auch so weitermachen. Der Verband ist damit einverstanden! Natürlich gibt es Elemente, die jedes Jahr ein fester Bestandteil der Vorbereitung sind, aber man entwickelt sich jedes Jahr weiter. Deswegen sieht die Vorbereitung für die kommende Saison auch wieder ein wenig anders aus als die letzte.“

skiweltcup.tv: „Wo siehst du bei dir noch Steigerungspotential, an welchen Sachen willst du in den kommenden Wochen und Monaten vor allem feilen?“

Babsi Wirth: „Ich möchte auf jeden Fall noch konstanter werden! Wenn man ganz nach vorne kommen will, denke ich, muss alles optimal passen, und daran arbeite ich.“

skiweltcup.tv: „Es gibt einen neuen Cheftrainer. Welchen Eindruck hast du von Markus Anwander, spürst du schon Änderungen, oder merkst du davon nichts, weil das Training ja vor allem vom Disziplinentrainer Renoth geleitet wird?“

Babsi Wirth: „Ich denke, dass es für uns alle das Ziel ist, als Team aufzutreten, und ich habe einen sehr guten Eindruck bei den ersten zwei Schneelehrgängen gehabt! Wir hatten viel Spaß, und welche Veränderungen kommen, wird man mit der Zeit sehen.“

skiweltcup.tv: „Bisher bist du auch im Riesenslalom gestartet, wobei es dort nicht wirklich gut lief. Möchtest du auch in Zukunft Riesenslalom fahren, oder dich auf den Slalom spezialisieren?“

Babsi Wirth: „Mein Ziel ist es, auf jeden Fall beide technische Disziplinen zu fahren und mich kommende Saison im Riesenslalom zu steigern.“

skiweltcup.tv: „Was sind deine konkreten Ziele die du aus jetziger Sicht, nächste Saison erreichen möchtest?“

Babsi Wirth: „ Das wären die Teilnahme an der WM in Beaver Creek und das Erreichen eines Top 15-Platzes im Slalom“

skiweltcup.tv: „Sport ist ein Phänomen, das immer mehr Raum in unserer Gesellschaft einnimmt. Ein Phänomen, das es in dieser Form und vor allem in diesem Ausmaß so früher keinesfalls gab. Inwiefern ist für dich Sport eine mehr als essentielle Lebensschule bzw. welchen Beitrag kann der Sport zu einem gelungenen Leben beitragen?“

Babsi Wirth: „Leistungssport ist mit Sicherheit eine der besten Lebensschulen. Ich denke, dass man viel über sich selbst lernt. Darüber hinaus lernt man auch, an seine Grenzen zu gehen und wann man diese überschritten hat .“

skiweltcup.tv: „Hansi Hinterseer war nicht nur ein begnadeter Skirennläufer, sondern zeichnet sich auch durch eine zweite Leidenschaft aus. Durch den Gesang begeistert er viele Menschen und füllt Säle ohne Ende. Doch auch für diesen Bereich benötigt man Talent. Gibt es ein Talent im künstlerisch-musischen Bereich, das dir auf Anhieb keiner zutrauen würde?“

Babsi Wirth: „Ich weiß nicht, ob sich jemand denken würde, dass ich gerne Gedichte schreibe.“ (lacht)

skiweltcup.tv: „Deine Teamkollegin Tina Geiger hat einmal gesagt, dass das wahre Geheimnis des Erfolgs die Begeisterung ist. Inwiefern kannst du ihr Recht geben, und was kannst du im Hinblick auf deine kurz- bis mittelfristigen Ziele in Bezug auf deine Person noch Passendes dazu ergänzen?“

Babsi Wirth: „Da stimme ich ihr vollkommen zu, denn ich denke, dass man, wenn man von etwas begeistert ist, viel Energie und Lebensfreude in eine Sache stecken kann und dass, auch wenn es manchmal dauert, dann etwas Positives dabei herauskommt! Ich persönlich versuche, den Aufwärtstrend des letzten Winters mitzunehmen und mit Freude am Skifahren dabei zu sein und das Ganze zu genießen.“

Bericht und Interview für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner & Emil Lüdemann

© Kraft Foods / Barbara Wirth

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