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Bilanz der Alpinen Weltcupsaison 2015/16 von ÖSV-Sportdirektor Hans Pum

Bilanz der Alpinen Weltcupsaison 2015/16  von ÖSV-Sportdirektor Hans Pum

Bilanz der Alpinen Weltcupsaison 2015/16 von ÖSV-Sportdirektor Hans Pum

Der Start in die Weltcupsaison 2015/16 war für ÖSV-Sportdirektor Hans Pum eine emotionale Achterbahnfahrt. Auf der einen Seite standen großartige Erfolge wie jene von Marcel Hirscher, der in acht Weltcuprennen vier Siege und sieben Podestplätze feiern konnte und viele gute Leistungen der jungen Athletinnen und Athleten. Auf der anderen Seite gab es aber auch zahlreiche Schrecksekunden wie die schweren Verletzungen von Anna Fenninger und Matthias Mayer sowie den glücklicherweise glimpflich endenden Drohnen-Absturz. Kurz vor dem Jahreswechsel zog der ÖSV-Sportdirektor eine erste Bilanz und nahm dabei zu den Entwicklungen in einzelnen Sparten Stellung.               

ÖSV Ski Alpin Herren: „Auch wenn es in Santa Caterina dank Hannes Reichelt den ersten Abfahrts-Podestplatz gegeben hat, ist die Freude aufgrund der schweren Verletzung von Matthias Mayer in Gröden immer noch getrübt. Einen derart erfolgreichen Fahrer für die gesamte Saison zu verlieren, das schmerzt enorm. Das Wichtigste ist aber, dass Matthias wieder vollkommen gesund wird. Im Speedbereich werden wir im wahrsten Sinne des Wortes vom Verletzungsteufel gejagt. Mit Joachim Puchner, Markus Dürager, Thomas Mayrpeter, Daniel Danklmaier und Matthias Mayer fallen bereits fünf Speedfahrer für die komplette Saison aus. Doppelt bitter: Die drei Erstgenannten hatten für diese Saison einen fixen Startplatz im Weltcup sicher. Was die Leistungen im Speedbereich betrifft, gibt es noch Luft nach oben. Nach dem Podestplatz von Matthias Mayer beim Super-G in Lake Louise überraschte Marcel Hirscher mit seinem Super-G-Erfolg in Beaver Creek die gesamte Fachwelt. In den Abfahrten haben wir uns – auch aufgrund der optimalen Vorbereitung – zu Beginn mehr erhofft. Die starke gestrige Leistung mit gleich drei Athleten in den Top-6 zeigt aber, dass die Formkurve stimmt. Im Riesentorlauf haben wir neben Marcel Hirscher, dessen Weltklasseleistungen außer Frage stehen, einige positive Überraschungen erlebt. Vor allem der vierte Platz von Manuel Feller in Val d’Isere und der sechste Platz von Roland Leitinger waren erfreulich. Auch Philipp Schörghofer fährt konstant in die Top-Ten. Im Slalom hat neben Marcel Hirscher zuletzt mit Marco Schwarz ein junger Athlet, dem ohne Zweifel die Zukunft gehört, den Sprung auf das Podest geschafft. Besonders zuversichtlich stimmen mich die Leistungen im Europacup. Dank Manuel Feller (2 x), Marco Schwarz, Christopher Neumayer, Christian Walder und Christian Hirschbühl konnten wir sechs der ersten zehn Rennen gewinnen. Zudem gab es acht weitere Podestplätze für unsere junge Mannschaft.“

ÖSV Ski Alpin Damen: „Bei den Damen bin ich positiv überrascht. Nach dem Ausfall von Anna Fenninger und den vielen Rücktritten namhafter Athletinnen ist es vor allem den jungen Speed-Läuferinnen gelungen schnell Anschluss an die Weltspitze zu finden. Neben Cornelia Hütter, die konstant auf das Podest fährt, durften auch Tamara Tippler und Ramona Siebenhofer schon auf dem Stockerl Platz nehmen. Im Riesentorlauf hat Eva-Maria Brem zu ihrer Stärke aus dem Vorjahr zurückgefunden. Nach ihrem Sieg in Val d’Isere zählt sie zu den Anwärterinnen auf die kleine Kugel in dieser Disziplin. Auch Michaela Kirchgasser, Carmen Thalmann und Katharina Truppe haben sich zuletzt stark präsentiert. Im Riesenslalom und Slalom geht es für die jungen Läuferinnen vor allem darum regelmäßig zu punkten und damit mit den Startnummern herunter zu kommen. Dank Stephanie Brunner und Michaela Heider gab es auch im Europacup Siege zu bejubeln.“

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