Blick zurück – Lake Louise Abfahrt der Herren
BLICK ZURÜCK SAISON 2008/09:
Fill gewinnt verrückte Lake Louise Abfahrt!
Wie schon im Vorjahr sorgen die wechselnden Verhältnisse bei der Abfahrt von Lake Louise für ein kurioses Ergebnis. Sieger mit einer Zeit von 1:47,40 wird Peter Fill aus Südtirol/Italien.
Peter Fill: „Ich glaub’s noch nicht richtig, gratulieren darf man erst, wenn das Rennen komplett zu Ende ist. Aber es könnte der erste Weltcupsieg werden, das wäre perfekt. Natürlich hab ich heute auch Glück gehabt, aber das braucht man.“ Vorsichtiger Optimismus also beim Südtiroler – zu gut erinnert man sich noch an das Rennen im letzten Jahr, als Sonne die hinteren Nummern noch anheizte und das Feld auf den Kopf gestellt wurde. Und es sollte wieder so kommen:
Hatten wir im ersten Bericht noch den Schweden Hans Olsson als Sensationsmann angekündigt, so präsentieren wir Ihnen nun an dieser Stelle als Zweiten den Schweizer Carlo Janka! Er lässt mit Startnummer 65 die vermeintlichen Sieger erzittern und landet mit nur 8 Hundertstel Rückstand auf Platz 2.
Hans Olsson (+0,16) ist aber sicher auch mit seinem dritten Platz hoch zufrieden. „Ich bin wirklich stolz heute. Es ist das erste Mal, dass ein Schwede in einer Weltcup-Abfahrt am Podest steht. Ich bin wirklich stolz. Natürlich muss man manchmal ein bisschen Glück haben, aber so ist es in der Abfahrt!“
Leider dürfen die Österreicher nach dem Lauf von Janka nicht mehr auf ein tröstendes Stockerlplätzchen blicken. Georg Streitberger (+0,21) fällt als bester ÖSV-Läufer auf Platz 4 zurück. Mannschaftlich könnte man mit Klaus Kröll (+ 0,29) auf Platz 5 und Michael Walchhofer auf Platz 13 (+0,61) zwar zufrieden sein. Aber die verwöhnte Schination muss weiterhin auf den ersten Abfahrtssieg dieses Kalenderjahres warten. Zwar zeigt Michael Walchhofer eine beachtlich gute Fahrt für die Verhältnisse, die er mit seiner Nummer vorfindet – Platz 13 ist dennoch eine wenig zufriedenstellende Platzierung!
Platz 6 erfährt sich Christof Innerhofer (ITA) mit nur 3 Zehntel Rückstand auf Landsmann Fill. Südtirol in Feierstimmung!
Aksel Lund Svindal darf sich bei seinem Comeback in der Abfahrt über den beachtlichen 7. Rang (+0,39) freuen. Eine Ideale Spritze für das Selbstbewusstsein, bevor es nächste Woche zu seinem „Schicksalsberg“ nach Beaver Creek geht. Und wer weiß, vielleicht kann er morgen im Super-G noch eins drauf setzen.
Zweitbester Schweizer wird auf Platz 7 Didier Defago (0,43), während Mitfavorit Cuche bei ganz schlechten Bedingungen mit 1,66 Sekunden Rückstand ohne Weltcuppunkte ins Hotel gehen muss. Landsmann Daniel Albrecht zeigt mit einer beherzten und kompromisslosen Fahrt mit Startnummer 33, dass noch einiges möglich ist und rast auf Platz 11. Ob er mit Carlo Janka gefunkt hat im Ziel?
9. wird der beste Amerikaner. Nein, nicht Bode Miller – es ist ein gewisser T.J. Lanning (+ 0,55), der mit Startnummer 39 kurz nach Daniel Albrecht offensichtlich dessen Spur verfolgt.
Erik Guay (CAN +0,55) auf Platz 10 sind wir Ihnen noch schuldig, dann sind die Top Ten komplett.
Was ist mit Bode Miller – dem Dominator der ersten beiden Trainings?
Nein, er ist nicht ausgeschieden. Auch er hatte wie die restlichen Top-Läufer mit Wind und diffuser Sicht zu kämpfen und landet nur auf Platz 16. Sichtlich unzufrieden. Nur 3 Hundertstel hinter Miller ein überraschend zufriedener Hermann Maier. Wenn er so knapp hinter einem bislang dominierenden Bode Miller landet, zaubert das trotz schmerzenden Rückens ein Lächeln auf das Gesicht des Herminators – verständlich!
Großes Pech für Routinier Marco Büchel (LIE), der mit Startnummer 8 bereits eine Wolke erwischt, während vor und nach ihm die Sonne scheint. Er landet auf Platz 21.
Bestens nützen können die DSV-Läufer die besseren Sichtverhältnisse gegen Ende des Rennens: Startnummer 68, Peter Strodl (GER +1,03) auf Platz 22; Startnummer 67 Andreas Strodl (GER +1,45) auf Platz 26; Startnummer 62, Stephan Keppler auf Platz 27; Wann hatte das deutsche Team zuletzt 3 Läufer bei einer Abfahrt in den Weltcuppunkten? Gratulation an die junge Mannschaft!
Ein Rennen, bei dem ein paar Startnummern am Beginn, einige in der Mitte und einige am Ende des Feldes Big Points gemacht haben. Spannend, ja – und dennoch nicht ganz das, was sich der Schifan vor der Mattscheibe erwartet.
Wir dürfen gespannt sein auf den morgigen Super-G – die Favoriten brennen sicher auf Revanche!
Aus dem Skiweltcup Infopoint Austria: C. Egger
BLICK ZURÜCK SAISON 2007/08:
Jan Hudec gewinnt Abfahrt in Lake Louise
Der Kanadier Jan Hudec gewinnt die ersten Saisonabfahrt in Lake Louise Mountain Resort, die wie vor zwei Jahren auf verkürzter Strecke gefahren wurde, in einer Zeit von 1:42,79 Minuten vor dem US Amerikaner Marco Sullivan und dem Österreicher Andreas Buder der damit den ersten Podestplatz der Saison für das ÖSV Herren Team einfuhr und somit den schlechtesten Saisonstart seit 16 Jahren verhindern konnte.
Bei der Windlotterie hatten die Fahrer mit niedrigen Startnummern, trotz der neuen Startregel, klare Vorteile. “Heute war es wirklich schwierig. Normalerweise ist Lake Louise ein eher einfaches Rennen – in diesem Jahr ist wenig Schnee. Und dazu noch schlechte Sicht und starker Wind, aber ich habe meine Chance genutzt und bin glücklich”, analysierte der Sieger freudestrahlend im Zielraum.
Auf dem 4. Rang folgt der Italiener Kurt Sulzenbacher vor dem besten Schweizer Tobias Grünenfelder und dem Italiener Werner Heel. Auf einem respektablen 7. Rang plazierte sich mit Startnummer 41 der Kanadier John Kucera vor dem Franzose Adrien Theaux.
Auf den Rängen 9, 10 und 11 folgen die Österreicher Georg Streitberger, Christoph Gruber und Romed Baumann die für einen versöhnlichen Abschluß der ersten Saisonabfahrt aus Sicht der Österreicher sorgten.
Dagegen mussten sich die Favoriten Marco Büchel, Michael Walchhofer, Didier Cuche und Boder Miller mit den Rängen 12, 14, 17 und 20 begnügen. Mit einem solchen Klassement hatte niemand gerechnet.
Die Aussagen von Cuche könnten deshalb stellvertretend für alle gelten: «Mit dem Wetter wars eine Glückssache. Schade, denn zuvor hatten die ganze Woche Super-Verhältnisse geherrscht.» Da er am Wetter aber nichts ändern könne, ärgere er sich gar nicht gross. Unzufrieden zeigte sich Cuche hingegen aber sehr wohl: «Bei diesen schwierigen Verhältnissen sind mir ein paar Fehler unterlaufen, gerade auch im technischen Teil. Ohne diese hätte ich schon einen besseren Platz belegen können.»
Als fairer Verlierer zeigte sich auch Marco Büchel: «Jan hat mit seiner Bestzeit am Freitag gezeigt, dass er es drauf hat. Ich gratuliere ihm». Der Vorjahressieger konnte es sich aber trotzdem nicht verkneifen, noch einen zweiten Satz anzufügen: «Ich denke allerdings nicht, dass Jan den Abfahrtsweltcup gewinnen wird.»
Für Hermann Maier schaute Platz 16 heraus, bei der Zwischenzeit nach dem Mittelteil war er noch eine Zehntelsekunde vor Hudec gelegen. “Ich hatte dann unmittelbar nach dieser Zwischenzeit einen Steher und habe kaum noch das nächste Tor erwischt”, erläuterte der “Herminator”, dass seine Fahrt “zu fehlerhaft” für einen Spitzenplatz war. “Ich bin mit zu viel Einsatz gefahren. Doch im schwierigen Mittelteil bin ich toll gefahren, das gibt mir Zuversicht für die nächsten Abfahrten.”
Die größte deutsche Abfahrtshoffnung Stephan Keppler aus Ebingen kam auf Rang 61 nicht einmal in die Nähe der Weltcup-Punkte. Bester Deutscher war der Partenkirchener Peter Strodl als 47., sein Bruder Andreas wurde 62.
BLICK ZURÜCK SAISON 2006/07:
Büchel gewinnt Abfahrt in Lake Louise
Überraschungen in Lake Louise. Marco Büchel aus Lichtenstein gewann in einer Zeit von 1:50.72 Minuten die erste Abfahrt der Skiweltcupsaison 2006/07 und feierte, nach Garmisch (Super G) und Gröden (Abfahrt), den 3. Weltcupsieg seiner Karriere.
Auch für Büchel, der mit einer angebrochenen Rippe ins Rennen ging, kam der Sieg etwas überraschend: „Am Start habe ich mir gedacht – häng dich einfach rein. Ein Top-10-Ergebnisse wäre super. Ich bin ins Ziel gekommen, da war es dann ganz still. Da hab ich mir gedacht: Ah, sch… gefahren. Und dann war da der Einser – unglaublich!“
Ganz nebenbei avancierte das Kraftpaket aus Balzers mit 35 Jahren und 21 Tagen zum ältesten Sieger der Weltcup-Geschichte und löschte damit den “Oldie-Rekord” des Tirolers Stephan Eberharter, der am 6. März 2004 18 Tage vor seinem 35. Geburtstag die Kvitfjell-Abfahrt gewonnen hatte, aus.
Mit einem Rückstand von 5 Hundertstel Sekunden folgte auf Rang 2 der Kanadier Manuel Osborne vor dem Italiener Peter Fill (+0.14).
Angesichts der Dominanz des ÖSV in den letzten Jahren ist dieses Ergebnisse eine Watsch’n. Kein Österreicher am Podest in Lake Louise – das gab es lange nicht mehr. Als Bester ÖSV Fahrer plazierte sich Hans Grugger auf Rang 4 vor dem Schweizer Didier Cuche.
Auf den Rängen 6 und 7 folgten die beiden Österreicher Hermann Maier, der nach einer Nebenhöhlenentzündung nicht ganz fit ins Rennen ging und Klaus Kröll vor der nächsten Riesenüberraschung. Der Deutsche Stephan Keppler fuhr mit der hohen Startnummer 42 noch auf Rang 8 vor und verdrängte den Schweizer Bruno Kernen auf den 9. Platz.
«Wir haben Büchel in den Trainings auch schon geschlagen. Das macht Mut für den weiteren Verlauf der Saison», meinte jedenfalls Bruno Kernen zur geschlossenen Leistung der Schweizer Equipe.
Für den Abfahrtsweltcupsieger der letzen Saison, Michael Walchhofer reichte es zum Saisonstart nur für Platz 10. Weitere Weltcup-Punkte für den ÖSV holten auch Christoph Gruber (12.), Fritz Strobl (19.), Georg Streitberger (22.), Mario Scheiber (23.) und Romed Baumann (30.). Knapp Zähler verpassten hingegen Gesamtweltcup-Titelverteidiger Benjamin Raich (31.) und “Comebacker” Werner Franz (33.).
BLICK ZURÜCK – Saison 2005/06:
Olympiasieger Fritz Strobl gewinnt erste Herrenabfahrt in Lake Louise
Favoritensterben in Lake Louise – Miller nach einem Ausrutscher gleich am Start jenseits der 20, Maier „nur“ 4, Walchhofer 6., Deneriaz 11.
Dafür gewinnt Fritz Strobl seine erste Abfahrt seit seinem Olympiasieg vor 4 Jahren mit 1.40,96 Sek. Lange Zeit liegt der Liechtensteiner Marco Büchel mit + 0,15 Sek Rückstand auf Platz 2 und nachdem die Favoriten allesamt an den Zeiten von Büchel (Startnummer 19) und Strobl (Startnummer 15) zerbröseln, redet alles schon von schlechter werdenden Verhältnissen und keinen Chancen mehr für die hinteren Nummern.
Bis Kjetil Andre Aamodt mit Nummer 30 die Führenden erzittern läßt. Über die Hälfte des Rennens führt er sogar knapp vor Strobl und schwingt im Ziel mit nur 9 Hundertstel Rückstand als hervorragender Zweiter ab. Die Leistung des Norwegischen Routiniers ist umso höher einzuschätzen, da sowohl Sicht als auch Witterung die hinteren Nummern sicher nicht bevorzugt haben.
Erfreulich das starke Lebenszeichen der Schweizer: Bruno Kernen wird guter 5 mit 0,55 Sek. Rückstand, Didier Defago 9., 0,81 Sek. zurück und Ambrosi Hoffmann 1,05 zurück 13. ex aequo mit dem amerikanischen Newcomer Steven Nyman.
BLICK ZURÜCK – Saison 2004/05:
Bode Miller demoralisiert die Konkurrenz
Schockzustand im Lager des ÖSV ! Der US-Star Bode Miller feiert im zweiten Weltcup-Rennen den zweiten Sieg – wie schon in Sölden mit Riesen-Vorsprung. Im Riesenslalom von Sölden war er Favorit – der heutige Sieg, vor allem in dieser Dimension, ist überraschend.
Im Weltcup liegt er mit 200 Punkten klar voran. Zwar sind die Plätze drei, vier und sechs keine Niederlage – aber der Rückstand auf Bode Miller ist für die Verantwortlichen im ÖSV Lager schon mehr als erschreckend.
Der Franzose Antoine Deneriaz hatte als Zweiter in 1:43,72 Minuten fast eine Sekunde Rückstand, der Dritte Weltmeister Michael Walchhofer aus Österreich müsste sich sogar mit 1,17 Sekunden geschlagen geben.
Hans Knauß wurde Vierter, Gesamt-Weltcup- Sieger Hermann Maier belegte Rang sechs. Gleichzeitig war es die erste ÖSV-”Niederlage” in Lake Louise seit 17. März 1991 (Super-G-Erfolg von Markus Wasmeier/GER). Seitdem hatten die Österreicher in acht Rennen acht Mal die Nase vorne gehabt.
Nach dem Rennen äußerte sich Hermann Maier: “Es war eine sehr gute Vorstellung vom Bode. Der Ski spielt sicher eine Rolle, aber man muss ihn erst dafahren. Ich bin ein super Rennen gefahren – es ist sich aber nicht ganz ausgegangen. Wir werden das sicher analysieren.”
Der Favorit auf den Gesamtweltcup heißt seit heute Bode Miller – und zwar uneingeschränkt. Mit dem Wechsel zu Atomic ist dem US-Boy auch in den Speed-Disziplinen “der Knopf aufgegangen”. Miller nach dem Rennen: “Ich hab heute voll attackieren können, Zeit gut gemacht in Abschnitten wo ich es mir nie gedacht habe.”
BLICK ZURÜCK – Saison 2003/04
Michael Walchhofer gewinnt Abfahrt in Lake Louise
Österreichischer Sieg bei der ersten Weltcupabfahrt der Saison 2003/04. Abfahrtsweltmeister Michael Walchhofer sicherte sich den ersten Platz vor dem Kanadischen Überraschungszweiten Erik Guay und dem Franzosen Antoine Deneriaz.
Auf den Rängen 4 und 5 folgen die beiden Österreicher Andreas Schifferer und Hans Knauß. Ebenfalls in den Top 10 konnten sich Lasse Kjus (NOR – 6.Platz), Johann Grugger ( AUT – 7.Platz), Ambrosi Hoffmann (SUI – 8. Platz) und Hermann Maier (AUT – 9.Platz) zeitgleich mit dem DSV Fahrer Max Rauffer.
BLICK ZURÜCK – Saison 2002/03
Stefan Eberharter gewinnt Abfahrt in Lake Louise
Der König der letzten Saison hält auch in diesem Jahr das Zepter wieder fest in der Hand. Mit einem Vorsprung von 49 Hundertstel Sekunden gewann Stefan Eberharter die 1. Abfahrt der Saison in Lake Louis vor seinem Landsmann Hannes Trinkl.
Alles in Allem stellte sich ein starkes österreichisches Team in Kanada vor und platzierte 11 !!!! Läufer unter den ersten 15. In die Armada der Österreicher konnte nur Kjetil-Andre Aamodt (NOR) auf Platz 3 einbrechen.
Auf den Rängen 4 bis 10 folgen, Josef Strobl (AUT), Fitz Strobl (AUT), Michael Walchhofer (AUT), Bode Miller (USA), Peter Rzehak (AUT), Didier Defago (SUI), Werner Franz (AUT). Bester Läufer des DSV war Stefan Stankalla (Rückstand 3,41 Sek.) auf Rang 39 vor Max Rauffer (3,44 Sek.) auf Rang 40. Peter Strodl (4,19 Sek.) musste sich mit Platz 52 begnügen.




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