BLICK ZURÜCK: Val d’Isere Kombination Saison 05/06 bis 08/09
BLICK ZURÜCK SAISON 2008/09:
Svindal ist Kombi-Weltmeister
Der Kombinationsweltmeister 2009 heißt Aksel Lund Svindal! Er kann seinen Vorsprung aus der Abfahrt verteidigen und siegt mit einer Gesamtzeit von genau 2 Minuten und 23 Sekunden. Zweiter wird der Franzose Julien Lizeroux, der das kleine Skiwunder, das wir im ersten Bericht angesprochen haben, schafft und von Platz 23 zur Silbermedaille carvt. Sensationell die Bronzemedaille für Kroatien: Natko Zrncic-Dim profitiert wie schon in Kitzbühel vom Favoritensterben und wird Dritter.
Bitter ist Platz 4 für den Hahnenkamm-Kombisieger Silvan Zurbriggen (SUI) – nur eine läppische Hundertstelsekunde hinter Bronze!
Noch viel bitterer die Ausfälle für die ganz großen Favoriten Bode Miller (USA) und Jean-Baptiste Grange (FRA). Miller schien bis zu seinem Einfädler sicher unterwegs, doch im unteren Teil dann überraschend das Aus. Anders bei Grange – er ging mit vollem Risiko ans Werk und kam schon im oberen Teil öfters in Bedrängnis. Im Mittelteil driftet er ein Tor sehr früh an und fädelt ebenfalls ein. Danach reicht Svindal ein relativ sicherer Lauf, hatte er doch fast 3 Sekunden Vorsprung auf den bis dahin führenden Lizeroux.
Lizeroux findet sehr faire Worte für den neuen Weltmeister „Svindal ist ein würdiger Weltmeister und ich bin stolz, sein Vize-Weltmeister zu sein!“
Die Medaillen sind verteilt, die weiteren Plätze „Nebensache“, trotzdem der Vollständigkeit halber und aus Respekt vor der großen Leistung der Läufer die Top Ten:
5. Peter Fill (ITA +1,96), 6. ex aequo Thomas Mermillod Blondin (FRAU) und Sandro Viletta (SUI +2,07), erst 8. der einzige (!) Österreicher im Classement Romed Baumann (+2,21), 9. Kjetil Jansrud (NOR +2,30) und 10. Alexandr Horoshilov (RUS +2,91).
Stimmen zum Rennen:
Aksel Svindal: Es ist gutes Timing – ich hab heute meinen besten Slalom der Saison gezeigt. Als ich am Start war und Lizeroux immer noch vorne war, habe ich gedacht: Ich muss richtig Gas geben, sonst habe ich keine Chance. Ich habe heute gezeigt, dass ich in der Abfahrt sehr schnell bin. Ein schönes Gold nach einer Abfahrt, wo ich sehr enttäuscht war. Ich wollte nur zurückkommen und mitfahren – um Podestplätze im Weltcup.
Julien Lizeroux: Es war schon ein toller Moment, in Kitzbühel zu gewinnen. Aber hier ist es noch mal schöner. Ich war nach der Abfahrt 3 Sekunden hinten und habe dann gesagt: Du musst einfach 100 Prozent geben. Es war heute ein wirklich schwieriger Slalom.
Natko Zrncic-Dim: Ich bin sehr zufrieden. Es ist der schönste Tag in meinem Leben. Ich liebe Val d’Isere. Ich habe hier meine ersten Weltcup-Punkte geholt, stand hier erstmals im Weltcup am Podest. Es ist der schönste Platz für mich.
Für die Österreichischen Skiherren setzt es ein weiteres Debakel. Raich scheidet schon im ersten Durchgang aus, Hirscher – im Slalom bei der zweiten Zwischenzeit noch auf Medaillenkurs – scheitert ebenso wie der junge Bernhard Graf. Baumann schafft nur Rang 8. Raich ist aus Val D´Isere abgereist um daheim abzuschalten und zu trainieren. Die rot-weiß-rote Skination hofft, dass Benni Raich den Schalter umlegen kann und in alter Stärke zu den Technikbewerben zurückkommt.
Abseits der Kämpfe um Medaillen und Sekunden möchten wir dem Kombi-Weltmeister von 2007 die besten Genesungswünsche nach Innsbruck schicken: Daniel Albrecht befindet sich weiter auf dem Weg der Besserung. Zwar muss der Aufwachprozess wegen Ansammlung von Flüssigkeit in der Lunge noch etwas hinausgezögert werden, die Prognosen der Ärzte sind jedoch durchwegs positiv. Man hofft auf völlige Genesung des sympathischen jungen Schweizers! Alles Gute!
Aus dem Skiweltcup Infopoint Austria: C. Egger
BLICK ZURÜCK SAISON 2008/09:
Raich holt Super-Kombi im WM-Ort Val d’Isere
Der Österreich Benjamin Raich gewinnt in Val d’Isere die Super-Kombination aus Super G und Slalom und feiert, fünf Tage nach seinem Triumph im Riesenslalom von Beever Creek, im WM-Ort von 2009 seinen zweiten Weltcup-Sieg in dieser Saison.
Benjamin Raich: „Der Lauf war schwierig, es waren schon einige Spuren. Auch vom Schnee her war es schwierig zum einstellen. Aber ich hab gekämpft und bin froh, dass ich es so gut hingekriegt habe. Wenn man ein Rennen gewinnt, hat man Selbstvertrauen – dann fährt es sich immer leichter.“
Der 30-jährige gewann mit einem Vorsprung von 0,34 Sek. vor dem Franzosen Jean-Baptiste Grange. Mit dem 19jährigen Salzburger Marcel Hirscher (+0,69) steht ein weiterer Österreicher auf dem Podest und machte den ÖSV-Erfolg damit komplett
Das Schweizer-Team konnte die gute Ausgangslage nach dem Super-G nicht ganz ausnützen. Silvan Zurbriggen wurde als Bester Fünfter. Gleich hinter Zurbriggen klassierte sich überraschend Sandro Viletta und erzielte sein bestes Weltcup-Ergebnis. Carlo Janka überzeugte mit Bestzeit im Super-G. Zwar fiel er im Slalom wie erwartet zurück, holte mir Rang acht aber dennoch sein bestes Resultat in einer Super-Kombination.
Schon nach dem Super-G mussten einige Mitfavoriten die Segel streichen. Bode Miller und Aksel Svindal fielen ebenso aus wie Didier Cuche. Der Slalom wurde Ivica Kostelic – der Kroate war mit klarer bester Zwischenzeit unterwegs – und Ted Ligety zum Verhängnis. Auch Daniel Albrecht und Marc Berthod brachten ihren Lauf nicht ins Ziel.
Mit dem zweiten Sieg in Folge schiebt sich Benni Raich im Gesamtweltcup auf Rang zwei. An der Spitze liegt trotz seines heutigen Ausfalls Aksel Svindal.
BLICK ZURÜCK SAISON 2007/08:
6. Saisonsieg für Miller in der Kombi in Val d´Isere
Fast exakt wie letzte Woche, nur mit noch wesentlich mehr Vorsprung aus der Abfahrt gewinnt Bode Miller (USA) auch heute die Superkombi in Val d´Isere mit einer Gesamtzeit von 2.18,45 „Es war unheimlich langsam im Slalom. Es war schwierig, die Piste war zum Teil hart, andererseits aber wieder sehr weich. Ich habe hier nicht alles gegeben. Nach der Abfahrt habe ich mich schon sehr gut gefühlt. Wenn ich voll attackiert hätte, wäre ich sicher ausgefallen. Für die meisten zählt die Super-Kombi nicht so viel, aber die Bedeutung wächst!“ sagt Miller, der sich heute schon die kleine Kristallkugel in dieser Disziplin sichert.
Überglücklich dahinter auf dem Podest die beiden Kroaten Ivica Kostelic (+0,38 Sek), den man auf der Rechnung haben musste und völlig überraschend sein junger Landsmann Natko Zrncik-Dim „Ich weiß nicht, wie ich das gemacht habe – ich bin glücklich!“. Er verhindert, dass es exakt das gleiche Podest gibt wie letzte Woche, denn so kommt erst auf Platz vier Rainer Schönfelder (AUT +1,09 Sek). Auf Platz 5 auch eine Überraschung, der Slowene Alex Gorza (+1,18 Sek), mit nur 2 Zehntel am Podest vorbei!
Der ehemalige Superkombiseriensieger Benjamin Raich muss sich mit Platz 6 (+1,29 Sek) zufrieden geben und zusehen, wie Miller seinen Vorsprung im Gesamtweltcup weiter ausbaut. Solange Raich so viel Zeit in der Abfahrt auf Miller verliert, kann dieser sich einen „gemütlichen“ Slalom leisten. Stünde er mehr unter Druck, müsste er mehr riskieren und das Resultat könnte – wie er selber sagt – eine Nullnummer sein.
Knapp hinter Raich auf Platz 7 Daniel Albrecht (+1,33 Sek) – ihm hätte man nach seinen Erfolgen in Übersee zugetraut, auch im Gesamtweltcup mitzumischen, doch ohne die Topform eines Miller oder der Beständigkeit eines Raich, ist dies ein beinah unmögliches Unterfangen und beweist: zum Gesamtweltcupsieger werden wirklich nur die Besten. 8. der junge Schweizer Carlo Janka (+1,36 Sek), 9. Julien Lizeroux, nach dem Ausscheiden von Jean-Baptise Grange der beste Franzose (+1,74 Sek).
Mit Platz 10 sorgt Mario Scheiber (AUT +1,79 Sek) für eine gutes Mannschaftsergebnis der Österreicher, wenngleich heuer ein Sieg in einer Superkombi überraschenderweise noch fehlt.
Wie Miller schon sagt: die Bedeutung der Super-Kombi wächst – vor allem für jene, die ein Auge auf den Gesamtweltcup werfen. Man kann es sich sozusagen gar nicht mehr leisten, die Superkombi auszulassen. Warum sonst tut sich ein Didier Cuche es an, nach einer verpatzten Abfahrt jenseits der 20 noch die Slalomski anzuschnallen? Er nimmt als 27. heute aber immerhin noch ein paar Pünktchen mit und ich muss sagen, ich finde diesen Bewerb auch spannend anzusehen – die, zugegebenermaßen wenigen, Siegesanwärter liefern sich harte Kämpfe und durch die Abwesenheit vieler Spezialisten aus Abfahrt und Slalom können sich etliche junge Gesichter profilieren und gleichermaßen Punkte, wie Selbstvertrauen sammeln!
Aus dem Austria Skiweltcup Infopoint: Claudia Egger
BLICK ZURÜCK SAISON 2005/06:
Defago disqualifiziert – Walchhofer nun Sieger der Super-Kombination
Der Schweizer Didier Defago wurde nach seinem Sieg in der Super-Kombination in Val d’Isere nachträglich disqualifiziert. Der neue Sieger heißt somit Michael Walchhofer.
Paukenschlag nach der Super-Kombi in Val/Isere! Sieger Didier Defago wurde nach dem Rennen disqualifiziert, da die Bindungsplatte zu hoch war. Die maximal erlaubte Höhe liegt bei 55 Millimeter, der Wert des Schweizers lag zwischen 0,4 und 0,2 mm darüber.
Eine Disqualifikation gab’s schon einmal in Val d’Isere – 1997 verlor Maier einen Sieg im Riesenslalom weil er den Ski zu früh abgeschnallt hat. Diesmal profitiert der ÖSV.
Defago war nach der Bekanntgabe sehr enttäuscht. Damit feiern die Österreicher am “Grünen Tisch” einen Doppelsieg. Michael Walchhofer gewinnt den Bewerb vor Rainer Schönfelder. Bode Miller (USA) rutscht als Dritter auf das Podest.




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