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Cornelia Hütter im FIS-Ski Interview: „Ich will alles gewinnen, was es zu gewinnen gibt.“

Conny Hütter strotzt vor Energie

Conny Hütter strotzt vor Energie

Kumberg – Im abgelaufenen Ski-Winter ist die pfeilschnelle Conny Hütter mit wenigen Ausnahmen immer vorne mit dabei gewesen. In Lenzerheide stand sie beim Super-G sogar auf dem obersten Treppchen. Die zweifache Junioren-WM-Bronzemedaillengewinnerin aus der Steiermark ist immer gut drauf. In der Rubrik „Q&A“ stand Conny Hütter der FIS für ein Interview zur Verfügung.

Herzlichen Glückwunsch, Du hast eine sehr eindrucksvoll Saison hinter dir! Du hast bewiesen, dass Du zu den besten Speed-Damen im Skiweltcup gehörst. Wie fühlt es sich an, wenn man diese Stärke im höchsten Level abrufen kann?

Conny Hütter: Es ist natürlich ein gutes Gefühl, wenn man eine erfolgreiche Saison hinter sich hat und die Bestätigung bekommt, wofür sich das Training in all den Jahren zuvor ausgezahlt hat. Aber Stillstand bedeutet Rückschritt und daher werde ich mich nicht auf den Erfolgen ausruhen, sondern noch härter und intensiver trainieren. Steigerungen sind immer möglich.

In der Saison 2014/15 konntest Du dich sechsmal innerhalb der Top 5 einreihen und einen beachtlichen vierten Platz bei der WM 2015 in Vail erreichen. In der letzten Saison waren es nicht weniger als acht Podiumplätze. Wie geht es nun in der WM-Saison 2016/17 weiter.

Conny Hütter: Ich war auch schon im Vorjahr oft knapp an den Podestplätzen dran, da waren aber meistens noch ein paar Fehler in den Läufen drinnen. Heuer habe ich weniger Fehler gemacht, im Großen und Ganzen habe ich aber einfach einen Schritt nach vorne gemacht – und zwar in allen Belangen. Vor allem hat mich aber auch der gute Start in die Saison in Lake Louise richtiggehend beflügelt: drei Rennen, dreimal aufs Stockerl. Das hat Auftrieb gegeben.

In der gesamten letzten Saison warst du immer knapp an einem Sieg. Beim Super-G in Lenzerheide hast Du dir dann deinen Traum vom ersten Weltcuperfolg erfüllt. Welche Erinnerungen hast Du an diesen großen Tag?  

Conny Hütter: Ich bin schon in der Früh mit einem super Gefühl munter geworden und habe gespürt: Heute ist mein Tag, heute zeige ich es allen, dass ich gewinnen kann! Dieses Gefühl wurde dann bei der Besichtigung noch stärker. Als Tamara Tippler eine tolle Bestzeit vorlegte, habe ich mir gesagt: Das kann ich auch. Ja, und als ich dann mit Nr. 22 ins Ziel gekommen bin und es grün aufgeleuchtet hat, wusste ich, dass es sich diesmal wirklich ausgehen könnte. Es sind natürlich ein paar Tränen geflossen, ich war total überwältigt. Wenn die Hymne für dich gespielt wird, ist das schon ein unvergleichlicher Moment. Dann hat aber der Stress erst so richtig begonnen: Interviews, Kontrolle, unzählige SMS und Anrufe – der Tag war eigentlich schnell vorbei. Am Abend konnte ich erstmals realisieren, was da abgelaufen ist.

Tamara Tippler und Conny Hütter: Relaxen nach 137km radl'n (Foto: Facebook / Conny Hütter)

Tamara Tippler und Conny Hütter: Relaxen nach 137km radl’n (Foto: Facebook / Conny Hütter)

Du bist im starken österreichischen Speedteam nicht die einzige Dame die gewinnen kann. Mirjam Puchner (92) gewann in St. Moritz, Tamara Tippler (91) stürmte dreimal auf das Podium und Ramona Siebenhofer (91) war mit dir auf dem „Stockerl“ in Lake Louise. Es scheint so, als ob da eine starke Speed-Mannschaft heranreift. Wie ist die Stimmung im Team?

Conny Hütter: Die Atmosphäre ist großartig, wir sind ein eingeschworener Haufen und pushen uns gegenseitig nach oben. Wenn man bei uns im Training schnell ist, weiß man automatisch, dass man auch im Rennen schnell sein kann. Wir sind eine gute Generation und verstehen uns super. Es ist schön, wenn man gemeinsam Erfolge feiert und sich auch mit den anderen mitfreuen kann.

Mit 76 Weltcupsiegen ist Lindsey Vonn die beste Skifahrerin aller Zeiten. Du bist 8 Jahre jünger, aber in der gleichen Zeit und in den gleichen Disziplinen mit Lindsey auf der Rennstrecke. Ist es eher ein Vorteil von ihr zu lernen oder ist es frustrierend, weil sie im Super-G und Abfahrt in dieser Saison, bei allen Rennen welche sie beendete, auf dem Podest stand.  

Conny Hütter: Man kann nicht nur von Lindsey lernen, sondern auch von einigen anderen Skirennläuferinnen, zum Beispiel von Lara Gut oder Tina Weirather, natürlich auch von Anna Veith, die hoffentlich im nächsten Winter wieder voll angreifen kann. Es ist nicht frustrierend, im Gegenteil: Mir gibt es zusätzliche Motivation, um schneller zu sein als Lindsey oder die anderen Ladys. Darauf arbeitet man hin und trainiert. Und wenn man immer an sich glaubt und alles versucht, dann wird man eines Tages auch schneller sein als die anderen.

Auf deiner Homepage schreibst Du: „“To win everything that there is to win.” Jetzt hast Du deinen ersten Weltcupsieg gefeiert, nun müssen wir wohl über eine Weltcupkugel, eine WM-Medaille oder einen Olympiasieg sprechen. Wie sieht dein Plan für die zwei nächsten Jahre aus, wenn neben dem Skiweltcup, eine WM und die Olympischen Winterspiele auf dem Kalender stehen?

Conny Hütter: Das ist ein Geheimnis, das werde ich nicht verraten ;-)

Aber ja, ich will alles gewinnen, was es zu gewinnen gibt. Und dafür werde ich hart arbeiten und trainieren. Was am Ende dabei rausschaut, werden wir sehen.

Vor ein paar Wochen hatte das Austria Ski Team die Möglichkeit Papst Franziskus im Vatikan zu treffen. Was kannst Du uns über diesen besonderen Tag erzählen? Was für eine Bedeutung hat dieser Besuch für dich persönlich?

Conny Hütter: Es war sehr beeindruckend und ich bin dankbar dafür, dass ich die Möglichkeit bekommen habe, diesen Menschen kennengelernt zu haben. Man glaubt es kaum, aber Papst Franziskus wirkt so völlig normal und umgänglich. Er hatte überhaupt nichts gegen ein Selfie mit mir und nahm sich viel Zeit für uns. Am meisten hat mich sein Satz bei der Verabschiedung beeindruckt: “Ich bete für euch, aber betet ihr bitte auch für mich”. Es ist sicherlich alles anderes als ein einfacher Job, den er hat…

Quelle:  www.FIS-Ski.com

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