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Das 75. Hahnenkammrennen von A bis Z

© hahnenkamm.com /  75. Hahnenkamm-Rennen Kitzbühel

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Kitzbühel – An diesem Wochenende findet zum 75. Mal die Hahnenkammrennen in Kitzbühel statt. Viele Fans säumen die Bewerbe in der Gamsstadt. Auch die Athleten freuen sich, neben Weltmeisterschaften oder Olympischen Winterspiele, auf ihren Saisonhöhepunkt. Wir haben uns ein kleines Wortspiel ausgedacht und wollen Ihnen dieses nicht vorenthalten.

A wie Aktion Eine besondere Aktion lieferte der italienische Abfahrer Kristian Ghedina vor elf Jahren, als er mit einer Grätsche auf dem Sprung im Zielschuss Publikum und TV-Kommentatoren verblüffte. Sein Teamkollege Pietro Vitalini flog von der Traverse nach der Hausbergkante über die Abgrenzung in den Neuschnee und schaute danach wie ein Schneehase aus.

B wie besondere Veranstaltung Eine besondere Veranstaltung ist das Streif Vertical ab. Dabei muss die originale Abfahrt von unten nach oben mit reiner Muskelkraft bewältigt werden. Die Materialkraft ist frei; die Kombination mit der Abhaltung des Rennens bei Dunkelheit macht diesen Lauf einzigartig. Der Streckenrekord liegt bei rund 33 Minuten.

C wie Comeback Hermann Maier hatte im Sommer 2001 einen schweren Verkehrsunfall. Im sechsten Rennen nach seinem Comeback beim Riesentorlauf in Adelboden 2003 schlug der Salzburger beim Super-G in Kitzbühel zu und gewann das Rennen.

D wie Durchschnittsgeschwindigkeit Der Zillertaler Stephan Eberharter raste bei seinem Abfahrtssieg 2004 mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 103,25 km/h über die „Streif“. 40 Jahre zuvor betrug die Durchschnittsgeschwindigkeit noch rund 88 km/h.

E wie Ehrenbachhöhe Über Kitzbühel erhebt sich der Hahnenkamm mit einer Seehöhe von 1712 Metern. Er gibt ja den legendären Rennen seinen Namen. Der höchste Punkt am Hahnenkamm ist dessen ungeachtet die Ehrenbachhöhe, die sich auf einer Seehöhe von 1802 Metern befindet.

F wie Fernsehen Alle Jahre wieder sorgt der ORF mit seinen spektakulären Live-Übertragungen für Gänsehautatmosphäre. Patriotische Kommentatoren und fachkundige Experten runden das Ganze ab. Aber das ist noch nicht alles. Für blinde und sehbehinderte Sportfans wird das Rennen über ORF-Zweikanalton, einen Radiosender und auch über ein Telefonangebot ausführlich übertragen.

G wie Geld Wer in Kitzbühel gewinnt, kann sich über ein sattes Plus auf seinem Bankkonto freuen. Nachdem die Schweiz den Franken dem Euro gleichgesetzt hat, kann man den einfachen Wechselkurs 1:1 hernehmen. Die Preisgelder für einen Arbeitsaufwand von rund 2 Minuten (Samstag) können sich sehen lassen und befinden sich im fünfstelligen Beriech.

H wie Hausbergkante Beim Sprung über die Hausbergkante gilt es für die Athleten, Richtung zu machen, um darauf beim langgezogenen Linksschwung möglichst viel Höhe für die Traverse, die über einen markant gesetzten Rechtsschwung in den langen Zielschuss mündet, zu gewinnen.

I wie international International und bunt ist die Fangemeinde, die sich zur Hahnenkamm-Abfahrt trifft. Meist fiebern zwischen 40.000 und 50.000 Zuschauer am Zielhang und im Zielstadion mit. Auch bei der Siegerehrung am Samstagabend finden sich mehrere Tausend Schlachtenbummler ein, um die Top-6 der Abfahrt gebührend zu feiern.

J wie Jugend Dass der Jugend die Zukunft gehört, ist eine alte Binsenweisheit. Dass die Ski-Jugend früher oder später den alten Haudegen davonfährt, ist auch klar. Dass man in Kitzbühel an die Jugend denkt, beweist das alljährliche „Hahnenkamm Junior“ Rennen. Hier sind schon manche Skigrößen von heute wie etwa Marcel Hirscher, Anna Fenninger, Fritz Dopfer, Kathrin Zettel, Beat Feuz und Eva-Maria Brem, um nur einige zu nennen, an den Start gegangen.

K wie Karussell Über einen 180°-Rechtsschwung – auch Karussell genannt – und einer Linkskurve fährt der mutige Abfahrer in den Steilhang ein. Bei dieser Schlüsselstelle ist oft schon die Entscheidung über Sieg oder Niederlage gefallen.

L wie Looser Looser gibt es in Kitzbühel keine. Alle, die diese schwere Abfahrt meistern, sind Helden für sich. Dabei fällt es nicht ins Gewicht, ob man den Streckenrekord aufstellt, als 30. gerade einmal einen Weltcupzähler erhält oder als Letzter in den Ergebnislisten aufscheint. Man hat die schwierigste Abfahrt der Welt bezwungen. Und das ist das, was am Ende zählt.

M wie Mausefalle Mit dem ersten Sprung in der Abfahrt geht es in die Mausefalle. Mit einem Gefälle von 85 % (40,4°) ist sie das steilste Stück der Strecke. Je nach Präparierung springen die tollkühnen Skifahrer bis zu 60, früher auch 80 Meter weit.

N wie nichts Drei Tausendstelsekunden, also ein Nichts, trennten 1975 Sieger Franz Klammer vom zweitplatzierten Gustav Thöni aus Südtirol. Anstatt eines denkwürdigen Ex aequo-Sieges wurden von Klammers Zeit vier Tausendstelsekunden abgezogen und deren sechs Thöni dazugerechnet. So lag der Technikspezialist aus Trafoi am Fuße des Ortlers eine Hundertstelsekunde zurück. Bekannt wurde auch dessen Aussage, nie mehr eine Abfahrt zu bestreiten, da er dies seiner Mutter versprochen habe.

O wie Ortlieb, Patrick Patrick Ortlieb aus Vorarlberg siegte 1994 auf der „Streif“ und freute sich über den Sieg. Pech hatte der Olympiasieger von 1992, als er bei der ersten Trainingsfahrt zu Sturz kam. Dabei zog er sich einen Trümmerbruch im rechten Oberschenkel, sowie eine Absplitterung an der Hüftpfanne und weitere Verletzungen zu. Kurze Zeit später gab Ortlieb sein Karriere-Ende bekannt. Viele andere Athleten mussten hier nach schweren Stürzen ihre Laufbahn beenden.

P wie Prominenz Jahrein jahraus wohnen viele Prominente dem Abfahrtslauf bei. Es ist egal, ob es sich dabei um den Tiroler Landeshauptmann Platter, Bundeskanzler Faymann oder Heinz Fischer, den österreichischen Bundespräsidenten handelt; auf der Ehrentribüne wird ordentlich mitgefeiert und wenn es knapp zu geht, auch gezittert.

R wie Rekordsiege Der Schweizer Didier Cuche siegte bei fünf Abfahrten. Hermann Maier war fünfmal im Super-G erfolgreich und wurde zweimal Zweiter. Ingemar Stenmark aus Schweden feierte fünf seiner 86 Weltcupsiege in der Gamsstadt. Der Österreicher Andreas Molterer, Kjetil André Aamodt aus Norwegen und Ivica Kostelić aus Kroaten waren bzw. sind in der Kombination viermal erfolgreich. Unerreicht bleibt Molterer mit neun Triumphen. Er hatte zweimal die Abfahrt, dreimal den Slalom und eben viermal die Kombination die Nase vorn.

S wie Streckenlänge Wenn es der Wettergott gut mit den Athleten meint und von ganz oben gestartet werden kann, beträgt die Streckenlänge der Abfahrt 3312 Meter. Das durchschnittliche Gefälle von 27 % (15,1 °) lässt schon manchem Zuschauer das Blut in den Adern gefrieren.

T wie Torlauf Was am Samstag die Abfahrt auf der „Streif“ ist, ist am Sonntag der Slalom (Torlauf) auf dem Ganslernhang. Auch hier gibt es viele Anekdoten und Legenden. 1931 siegte beim ersten Rennen Hans Mariacher aus Österreich, im Vorjahr konnte sich konnte sich der Deutsche Felix Neureuther über seinen zweiten Triumph nach 2010 freuen.

U wie unterm Jahr Wer in Kitzbühel zur Zeit des Hahnenkammwochenendes live dabei sein möchte, muss viel für seine Herberge berappen. Der Verfasser dieses kleinen A bis Z weiß, wovon er schreibt. Daher ein Rat oder Tipp an alle: Wenn das Budget für ein Ski-Spektakel nicht reicht, kann man die historische Stadt auch unterm Jahr anschauen. Sie ist sehenswert und bietet für alle etwas.

V wie verkürzte Strecke Wetterbedingt musste die Abfahrt sechs Mal verkürzt werden. Ebenfalls sechsmal musste sie abgesagt werden. In den Jahren 1998 und 2014 fanden die Rennen auf einer veränderten Piste statt. Anstelle über den Hausberg wurde über den Oberen Ganslern und dem Torlaufhang gefahren.

W wie Weißwurstparty Wer in Kitzbühel dabei ist, genießt auch das ganze Drumherum. Gesehen und gesehen werden, heißt das Motto. Alles was Rang und Namen hat, trifft sich in Kitzbühel. Nicht umsonst wird das malerische Tiroler Städtchen mit dem Prädikat „mondän“ ausgezeichnet. Nicht fehlen darf die obligate Weißwurstparty beim Stanglwirt in Going am Wilden Kaiser.

Y wie Yule, Daniel Zugegeben, es gibt wenige Begriffe aus dem Bereich des alpinen Skisports, die mit Y beginnen. Daniel Yule ist zwar ein Athlet, doch ihm gehört die Zukunft. Vielleicht steht er einmal beim Slalom auf dem Ganslernhang auf dem Podest. Nach dem gegenwärtigen Stand seiner Leistungskapazität ist an diesem Wochenende ein Top-10-Platz allemal drin.

Z wie Zielschuss In der Zielschuss-Kompression werden Geschwindigkeiten bis zu 145 km/h erreicht. Volle Konzentration muss man beim Zielsprung mit Sprüngen bis zu 70 Metern haben. Wer diesen übersteht, hat die Chance, das Rennen zu beenden und weiß, den inneren Schweinehund bekämpft zu haben.

Bericht und Wortspiel für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

 

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