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Das Skijahr 2010 – Der gelungene Jahresrückblick der OÖN

31 Dezember 2009 45 views bisher keine Kommentare

09-nachrichtenat001Ein, nach unserer Meinung sehr gelungener Jahresrückblick der Oberösterreichischen Nachrichten (OÖN – nachrichten.at). Wir finden sehr lesenswert.    Quelle: www.nachrichten.at

 

Einen guten Rutsch hatten im alten Jahr nicht alle Skifahrer. Manche strauchelten, andere landeten schmerzlich im Aus. Im Jänner bleibt keine Zeit mehr, sich umzudrehen und zurückzublicken. Da steht Olympia vor der Tür, und ein Klassiker jagt den nächsten. Darum präsentieren die OÖN kurz vor „Halbzeit“ des Winters eine Hit-Liste mit den Tops und Flops, den Krachern und Rohrkrepierern dieser Saison.

Die Superstars


09-vonn014Lindsey Vonn:
Nicht einmal ein Handbruch kann die US-Ski-Königin stoppen. In ihrem Kleiderschrank, der mit ihr von Kirchberg in Tirol nach Zell am See übersiedelt ist, sieht die 25-Jährige vor allem eines: rot! Vier von sechs möglichen Trikots der Weltcup-Führenden darf sie ins neue Jahr mitnehmen. Und wird sie wohl so schnell nicht mehr herausrücken.

 

09-herbst004Reinfried Herbst: Der Salzburger ist der „Mister 100 Prozent“ im Weltcup. In zwei Slaloms feierte er zwei Triumphe, keiner behält die Orientierung im Stangenwald so gut wie der Modedesigner.

 

 

09-janka005Carlo Janka: Erst gelang dem Schweizerkracher ein Hattrick in Beaver Creek mit drei Siegen in drei Tagen, dann schlug er einen Salto Nullo in Val d’Isère. Dennoch haben die Eidgenossen mit dem großen Schweiger einen neuen Superstar – und den Führenden im Gesamt-Weltcup.

 

 

Die Comeback-Kids

 

09-schild007Marlies Schild: Nach einem brutalen Trainingssturz lagen ihre Träume (sowie Schien- und Wadenbein) in Trümmern. Sie wusste nicht, ob sie je wieder Ski fahren kann – 446 Tage später kehrte sie in Lienz als Dominatorin in die Slalom-Welt zurück.

 

 

09-scheiber001Mario Scheiber: Er saß im Vorjahr fünf Wochen im Rollstuhl, ließ sich scheiden, und sein Bruder kämpfte gegen den Krebs – am Ende des Seuchenjahrs gab es nur Sieger: Scheiber kann wieder laufen – sogar exzellent Ski laufen –, hat sein privates Glück gefunden, und sein Bruder ist gesund. Mit dem zweiten Platz kehrte er in Gröden in die Weltspitze zurück und verließ Bormio als „Zweiter der Herzen“. Dort wurde er disqualifiziert.

 

09-albrecht001Daniel Albrecht: Das Sturzopfer von Kitzbühel wollte in Beaver Creek das Unmögliche wagen – verzichtete aber (vorerst) auf ein Comeback. Rückkehr: ungewiss.

 

 


In der Bremsspur

 

09-matt001Mario Matt: In einem TV-Werbespot verdreht der Tiroler jungen Mädchen die Augen – in der bisherigen Weltcupsaison verdrehte sie der Weltmeister von 2001 und 2007 nur selbst: drei Starts, zweimal ausgefallen, einmal nicht qualifiziert. Dabei hätte er schon eine passende Stätte für die Triumph-Feiern: Er kaufte sich die Après-Ski-Bar Krazy Kanguruh am Arlberg, die seine Freundin führt.

 

09-mancuso001Julia Mancuso: Ein zehnter Platz ist das beste Saison-Ergebnis der Riesentorlauf-Olympiasiegerin von Turin. Vielleicht hat das California-Girl zu viel mit ihrer Romanze Aksel Lund Svindal geturtelt? Dass sie Lindsey Vonn so in den Schatten stellt, gefällt der Strahlefrau gar nicht gut.

 


09-neureuther001Felix Neureuther:
Fährt der Deutsche weiter so Slalom, nimmt ihn der Ski-Verband nicht nach Olympia mit: Er muss einmal in die Top acht oder zweimal in die Top 15 – beides hat er noch nicht erreicht

 

 

Die Pechvögel

 

09-scheiber002Mario Scheiber: Er war der Zweitschnellste in Bormio – und durfte trotzdem nicht zur Siegerehrung. Er stolperte über eine zwei Millimeter zu hohe Standhöhe in seinem Skischuh: Disqualifikation. Das Rätsel lüftete sich gestern: Ein vertauschter Schuheinlagekeil war schuld.

 


09-walchhofer003Michael Walchhofer:
Den Salzburger drückte woanders der Schuh: Sekunden vor seinem Start bei der Abfahrt in Lake Louise war ihm die dritte (und wichtigste) Schnalle seines Skischuhs gebrochen. So war Didier Cuche nicht zu fassen.

 

 

09-svindal008Aksel Lund Svindal: Im Saisonfinale im März hatte der Norweger großes Glück, als Benjamin Raich ausrutschte und er um zwei Punkte Gesamtweltcupsieger wurde. Am Wochenende war das Pech sein Begleiter: Das Gepäck kam in Bormio nicht an, doch die Grippe wurde er nicht los.

 

 

Auf Wiedersehen

 

09-maier004Hermann Maier: Ein Ski-Rennen ohne Hermann Maier? Geht das überhaupt? Am Neujahrstag ist des Wahl-Atterseers Ski-Pension 80 Tage alt – und das Weltcup-Karussell dreht sich munter weiter. Doch verstecken kann sich Maier vor der Öffentlichkeit nicht: Es flog auf, dass er sich beim Gaudi-Skifahren die Hand brach. Hohen Spaßfaktor hat für Maier auch, übereifrigen Zukunftsforschern einen Bären aufzubinden: etwa, dass er zum Mond fliegen wolle.

 

09-goetschl001Renate Götschl: Im März wird die Speed-Queen, die im Hochsommer abgedankt hat, Mama. Ihre „Mutterrolle“ im ÖSV-Schnellfahrer-Team der Damen wurde aber noch nicht nachbesetzt.

 

 

09-dalcin001Pierre-Emmanuel Dalcin: Sein Karriere-Ende hat sich der Franzose anders vorgestellt: Er riss sich im Abfahrtstraining von Beaver Creek fast alle Bänder in beiden Knien und brach sich die Speiche.

 

 


Schmerz lass nach

 

09-cuche005Didier Cuche: Er fährt mit gebrochener Rippe und steht dennoch nicht an der Kippe zur Zweitklassigkeit: Der Schweizer, der gelernter Fleischhauer ist, ließ sich fit spritzen und fuhr beim Höllenritt in Bormio auf Rang fünf, zuvor in Gröden und Alta Badia auf Platz zehn.

 


09-raich-benny008Benjamin Raich:
Seinen Ausfall im Slalom von Alta Badia nach starker Zwischenzeit bezeichnete er als „Erlösung“. Ein altes Leiden, über das der Tiroler nicht gerne spricht, wurde akut: eine gequetschte Bandscheibe. Über Neujahr will sich der Zweite im Gesamt-Weltcup erholen. Ärzte schrieben ihm vor, viel zu trinken: freilich keinen Alkohol, sondern Wasser.

 

09-miller006Bode Miller: Er hatte Tränen in den Augen, als ihm der Servicemann in Alta Badia eine halbe Stunde lang in zwei verschieden große Skischuhe half. Die waren nötig, weil nach einem Beachvolleyball-Unfall sein Knöchel so angeschwollen war.

 

 


Die Aufsteiger

 

09-hirscher004Marcel Hirscher: Diese Rakete könnte im neuen Jahr noch höher aufsteigen: Beim österreichischen Feuerwerk in Val d’Isère ging der Stern des 20-jährigen Salzburgers auf. Hirscher gewann dort sein erstes Weltcup-Rennen – und bestimmt nicht sein letztes, wie seine Trainer versprechen.

 

 

09-janka003Carlo Janka: Schon im vergangenen Winter legte der 23-jährige Weltmeister aus der Schweiz eine Talentprobe ab – die unterstrich er heuer mehrmals klar und deutlich.

 

 

 

09-hoelzl009Kathrin Hölzl: Bei ihrem Riesentorlauf-Triumph bei der WM in Val d’Isère flog ihr das Image der Eintagsfliege nach – die 25-jährige Deutsche schüttelte das nun endgültig ab: Ihren Debütsieg im Weltcup feierte die Fischer-Skifahrerin Ende November in Aspen, in Lienz war sie erneut eine Riesin im Riesentorlauf.

 

 

Die Hiobsbotschafter

 

09-kucera001John Kucera: Der Weltcup beklagt so viele Verletzte wie noch nie vor Jahreswechsel. Das kanadische Team hat es (ausgerechnet vor den Heimspielen im Februar) am schlimmsten erwischt: Weltmeister John Kucera hatte sich in Übersee das Schien- und Wadenbein gebrochen; am ersten Speed-Wochenende in Europa rissen sich in fünf Tagen vier Landsleute das Kreuzband.

 

09-hosp001Nicole Hosp: Nur 20 Sekunden dauerte ihr Comeback in Sölden – dann riss auch sie sich das Kreuzband. Auch für Rainer Schönfelder endete ein Comeback-Versuch jäh und zäh: Ohne Sturz nahm er einen Meniskusschaden mit. Die Zeit für Olympia läuft gegen ihn.

 

 

09-grange001Jean-Baptiste Grange: Der Franzose hat im Vorjahr die kleine Kristallkugel für den besten Slalomfahrer gewonnen – das wird er heuer nicht. Er riss sich das Kreuzband: ebenfalls ohne Sturz.

 

 

 

Der Länderkampf

 

Österreich: Der Nationencup ist wieder Thema, weil die Gefahr besteht, dass ihn Österreich erstmals seit 1990 aus der Hand geben muss. Die Schweizerkracher sind nach ihrem fulminanten Start aber verstummt. Das Land der Berge liegt in der Gesamtwertung mit insgesamt 4056 Zählern um 1000 Punkte klar vor den Eidgenossen, bei den Herren knapp um 200. Bei den Damen lauert Deutschland hinter Österreich.

 

Schweiz: Die Prämie, die der Schweizer Hauptsponsor swisscom für einen Sieg der Nationenwertung ausbezahlen würde, spornt an: Kolportiert werden Summen von einer halben Million Schweizer Franken und mehr. Beendet die Schweiz die Saison als Zweiter, gibt’s immerhin noch 200.000 Schweizer Franken.

 

Italien: Als steter Punktehamster wollen die Italiener den Schweizern Platz zwei streitig machen. Der Rückstand ist mit 600 Punkten allerdings bereits groß.

 

Sachen gibt`s…

 

09-buechel002Marco Büchel: Bei seiner Abschiedstour in seinem letzten Weltcup-Winter erlebte der Liechtensteiner einen Tiefschlag: Sein Freund Ueli Gegenschatz verunglückte beim Basejumpen tödlich. Büchel wollte im folgenden Rennen in einem schwarzen Rennanzug starten – das hatte die FIS aber verboten.

 

 

09-miller005Bode Miller: Das US-Mysterium auf zwei Skiern ließ seine Trainer nach Norwegen einfliegen – um ihnen aus den USA mitzuteilen, er starte mit dem Training doch erst später.

 

 

09-vonn022Lindsey Vonn: Diese Frau fährt mit Männer-Skiern; genauer jenem Modell, mit dem auch Landsmann Bode Miller abgefahren war. Viele schütteln den Kopf. Head-Rennchef Rainer Salzgeber versteht das nicht: „Das ist doch sicherer. Die Trainer sind Blindgänger, die das nicht sehen.

 

Quelle: www.nachrichten.at

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