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Das Ziel von Klaus Kröll lautet: Ski-WM in St. Moritz

© Kraft Foods  /  Klaus Kröll

© Kraft Foods / Klaus Kröll

Wengen – In gut einem Monat steht die Ski-WM in St. Moritz an. Als Höhepunkt kann ohne Zweifel die Herrenabfahrt angesehen werden. Bei den österreichischen Athleten weiß man noch nicht, wer dort außer Max Franz an den Start gehen wird. Der Kärntner hat die Abfahrt auf der Saslong gewonnen. Ansonsten hat keiner des ansonsten erfolgsverwöhnten ÖSV-Teams, einen Top-10-Platz erreicht.

Auch Klaus Kröll nicht. Das routinierte Kraftpaket aus der Steiermark hofft, dass er auf den WM-Zug aufspringen kann. Aus diesem Grund muss er bei den Klassikern in Wengen, Kitzbühel und Garmisch-Partenkirchen alles aus sich herausholen. Oder auch ein bisschen mehr.

Der Hüne aus Öblarn belegte in Val d’Isère den 29 und in Gröden den 16. Platz. Da gibt es viel Luft nach oben. Das weiß der Steirer genau, und daher geht er zuversichtlich in sein 208. Weltcuprennen. Er ist in den Speeddisziplinen gut drauf, und da es mit der Startnummer im Super-G wenig Sinn macht, konzentriert sich Kröll nur auf die Abfahrt.

Die Probeläufe lösten in Kröll ein Wechselbad der Gefühle aus. Beim ersten Training war er zufrieden, beim zweiten weniger. Neuschneeverhältnisse sorgten für eine weichere Piste. Und solche Bedingungen mag der Steirer nicht so gerne. Trotzdem kommt er immer wieder gerne nach Wengen. Vor sechs Jahren stand er auf dem obersten Stockerl. 2013 überzeugte er als Zweiter und im Vorjahr schwang er hinter Aksel Lund Svindal und Teamkollege Hannes Reichelt als Dritter ab.

Auch in Kitzbühel und Garmisch-Partenkirchen hat Kröll Podesterfahrung. Es scheint so, dass neben den schönen Erinnerungen und guten Ergebnissen die Klassiker gerade zur rechten Zeit kommen. Auf diese Weise kann der Steirer zeigen, was er kann und sich somit das WM-Ticket sichern. Des Weiteren hofft der 36-Jährige von einem Start von ganz oben. Er ist selbstbewusst und ausdauernd. Und trotzdem muss man das Ziel-S im Hinterkopf haben. Denn auf dem Lauberhorn muss man von der ersten Sekunde hochkonzentriert sein. Zudem ist es verständlich, dass die Athleten nach fast zweieinhalb Minuten Fahrt müde und ausgepowert sind. Das weiß der Österreicher aus leidvoller Erfahrung, denn er landete schon zweimal im Netz.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quelle: www.kleinezeitung.at

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