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Der Adrenalinjunkie aus Petersberg: Karoline Pichler

© Gerwig Löffelholz  /  Karoline Pichler

© Gerwig Löffelholz / Karoline Pichler

PETERSBERG – (ar) Karoline Pichler ist eine noch sehr junge, aber dennoch talentierte Skirennläuferin. Vor kurzer Zeit konnte sich die Absolventin der Sportoberschule Mals bei der Junioren-WM im slowakischen Jasná über die Silbermedaille im Riesentorlauf freuen. Seit 2011 gehört die 1994 geborene Athletin, die von klein auf auch fußballbegeistert ist, der Ski-Nationalmannschaft und seit zwei Jahren der Polizeisportgruppe an. Die „PLUS“ bat die sympathische Petersbergerin zum Gespräch.

Karoline, mit drei, vier Jahren standen Sie erstmals auf den Skiern. Welchen guten Tipp haben Sie für Eltern, die mit ihrem Nachwuchs auf die Piste gehen wollen?

Einfach Spaß zu haben. Kinder müssen Freude am Skifahren haben und es genießen, in der frischen Luft zu sein. Als ich noch ein Kind war, wollte ich jeden Tag auf Skiern stehen, weil es mir einfach Spaß gemacht hat.

Wie wichtig ist dabei das Erlernen einer Sportart ganz ohne Zwang?

Der Spaß am Sport ist fundamental. Wenn man mit Spaß bei der Sache ist, erlernt man Bewegungsabläufe viel schneller. Nicht nur im Kindesalter ist es wichtig, Spaß zu haben, sondern auch heute noch. Man muss mit vollem Einsatz dabei sein und auf vieles Verzicht üben, um Sport auf einem hohen Niveau zu betreiben, und das ist ohne Spaß nicht möglich.

Wie bedeutend ist es für Sie als Sportlerin, Beruf und Ausbildung zu vereinbaren?

Sehr bedeutend. Es gibt für jeden Sportler ein Leben nach dem Sport. Ob die sportliche Karriere nun fünf, zehn oder 20 Jahre dauert, irgendwann ist sie zu Ende. Mit einer guten Ausbildung ist der erste Schritt in eine berufliche Karriere schon getan.

© Kraft Foods  /  Karoline Pichler

© Kraft Foods / Karoline Pichler

Sie haben bei der Junioren-WM im slowakischen Jasná die Silbermedaille im Riesentorlauf geholt. Bitte beschreiben Sie Ihre Gefühle!

Wahnsinn! Es war eine unglaubliche Erleichterung, als ich im Ziel die 1 aufleuchten sah. Nach einer sehr schwierigen Saison, in der ich die Erwartungen nicht erfüllen konnte, war es fantastisch, doch noch bewiesen zu haben, was ich kann. Ich wusste immer, dass ich schnell Skifahren kann, konnte es bis zu diesem Zeitpunkt heuer aber nicht zeigen. Umso größer war deshalb die Freude über den Vize-Weltmeistertitel.

Karoline, warum ist es nicht falsch, Sie als Allrounderin zu bezeichnen?

Weil ich in allen fünf Disziplinen (Slalom, Riesentorlauf, Super-G, Abfahrt und Kombination) schnell sein kann. Ich fühlte mich immer als Allrounderin und möchte, dass es auch noch eine Weile so bleibt.

Welche ist Ihre Lieblingsdisziplin, und haben Sie auch ein Vorbild?

Ich mag sowohl den Riesentorlauf als auch den Super-G sehr. Auch die Abfahrt gefällt mir sehr, jedoch nur technisch schwierige Strecken (lacht). Am stärksten bin ich wahrscheinlich im Riesentorlauf einzuschätzen. Klarerweise sind Anna Fenninger, Lindsey Vonn & Co. Vorbilder, aber für mich gehört auch Denise Karbon dazu. Nicht nur weil sie eine der stärksten Riesentorläuferinnen aller Zeiten war, sondern vor allem als Person, die so viele Verletzungen wegstecken musste und trotzdem immer wieder zurückgekommen ist.

Wie wichtig sind im alpinen Skisport das analytische Denken, das Bauchgefühl und das soziale Umfeld?

Skifahren ist ein Sport, der von sehr vielen Faktoren abhängt. Um vorne dabei zu sein, muss alles stimmen. Es ist zwar ein Einzelsport, dennoch vergessen viele, wie wichtig ein gutes Klima in der Trainingsgruppe ist. Es ist einfach von großem Vorteil, wenn einen das ganze soziale Umfeld unterstützt, sei es in guten wie in schlechten Zeiten. Das Bauchgefühl spielt vor allem bei der Linienwahl eine große Rolle. Auch das analytische Denken hat im Skisport eine enorm hohe Bedeutung. Stundenlang werden Bewegungsabläufe analysiert, denn nur so kann man Fehler entdecken und Verbesserungen vornehmen.

US-Skistar Lindsey Vonn durchtrennte sich bei einer WM-Titelfeier mit einer Champagnerflasche die Beugesehne im rechten Daumen. Gibt es ein „Hoppala“ aus dem Leben der Skirennläuferin Karoline Pichler?

Dazu fällt mir gerade nichts ein…

© Kraft Foods / Karoline Pichler (ITA)

© Kraft Foods / Karoline Pichler (ITA)

Als Skirennläuferin gehen Sie immer ein hohes Risiko ein. Wie gehen Sie privat auf die Piste?

Ich bin ein richtiger Adrenalinjunkie – nicht nur auf der Piste, sondern auch im privaten Leben. Ich liebe es, an mein Limit zu gehen und oft auch drüber.

Was können wir über die persönliche Zielsetzung für den weiteren Verlauf Ihrer sportlichen Karriere in Erfahrung bringen?

Mein Ziel ist es, ständig Fortschritte zu machen und nie stehen zu bleiben. In nicht all zu langer Zeit will ich konstant im Weltcup vorne mitfahren. Klarerweise muss alles zusammenstimmen, um diese Ziele zu erreichen. Ich werde mein Bestes geben!

Bleibt das sportliche Lebensmotto…

Wohin du auch gehst, geh mit deinem ganzen Herzen! Ich finde es extrem wichtig, dass man bei allem, was man tut (nicht nur im sportlichen Sinn), mit ganzem Herzen dabei ist.

 

In eigener Sache:

Das Interview erscheint auch in der Bezirkszeitung PLUS (www.bezirksmedien.it).

Quelle: PLUS 3 (2014), S. 44-45.

Wir von skiweltcup.tv bedanken uns bei Herrn Walter J. Werth für die Zusage in Bezug auf die Veröffentlichung auf unserem Portal.

Andreas Raffeiner  

 

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