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Die spanische Skisportgeschichte muss keinem spanisch vorkommen

© Gerwig Löffelholz / Maria José Rienda Contreras als Gast beim Weltcupauftakt 2014 in Sölden

© Gerwig Löffelholz / Maria José Rienda Contreras als Gast beim Weltcupauftakt 2014 in Sölden

Madrid – Zugegeben, Spanien ist jetzt nicht die Überskimacht, aber dennoch kann das südeuropäische Land einige große Momente in der Skigeschichte für sich verbuchen. Beginnen wir mit Blanca Fernández Ochoa. Die 1963 geborene Athletin feierte ihr Debüt im Weltcup in der fernen Saison 1980/81. Kurz vor ihrem 22. Geburtstag konnte sie beim Riesentorlauf von Vail ihren ersten Sieg einfahren, drei weitere (im Slalom) folgten. Summa summarum kletterte sie 16 Mal auf das Podium. In der Saison 1987/88 wurde sie Vierte im Gesamtweltcup. 1992 erreichte sie bei den Olympischen Winterspielen im französischen Albertville im Slalom die Bronzemedaille. Lediglich die Österreicherin Petra Kronberger und die Neuseeländerin Annelise Coberger waren schneller. Nach dem Skiwinter 1991/92 beendete Fernández Ochoa ihre sportliche Laufbahn.

Bereits ihr Bruder Francisco „Paquito“ Fernández Ochoa schrieb spanische Skisportgeschichte. Zwanzig Jahre und eine Woche vor seiner Schwester wurde er im japanischen Sapporo 1972 überraschenderweise Olympiasieger, ebenfalls im Torlauf. Er war in der Summe mehr als eine Sekunde schneller als die beiden Südtiroler Gustav und Roland Thöni. Nachdem dem für Spanien startenden deutschen Langläufer Johann Mühlegg 2002 die Goldmedaillen aberkannt wurden, ist der Erfolg des Skisportlers die einzige Goldmedaille bei olympischen Winterspielen. Nach der Saison 1979/80 beendete Blancas Bruder seine Laufbahn. Er trug wesentlich dazu bei, dass im Jahr 1996 die Weltmeisterschaften in der Sierra Nevada ausgetragen wurden. Francisco Fernández Ochoa starb zehn Jahre später an Lymphdrüsenkrebs.

Ebenfalls erfolgreich, wenngleich ohne Olympiamedaille, ist die Speedspezialistin Carolina Ruiz Castillo. Die 33-Jährige kam in Chile auf die Welt und konnte ihr Talent erstmals Ende Februar 2000 bei der Junioren-WM in Kanada unter Beweis stellen. Hier belegte sie hinter der Schwedin Anja Pärson den zweiten Rang im Riesentorlauf. Im Folgejahr bestätigte sie diese gute Leistung und wurde Dritte. Aber wenn wir noch einmal ins Jahr 2000 blicken, überraschte sie beim Weltcup-Riesenslalom im norditalienischen Sestriere. Hier belegte sie hinter der Schweizerin Sonja Nef den zweiten Rang, und der Rückstand von sieben Hundertstelsekunden war auch nicht sehr groß. Die Folgejahre verliefen teils mittelmäßig, teils durchwachsen. Sie konnte bis zur Saison 2007/08 nie mehr an ihre Leistungen anknüpfen. Nun summierten sich die Top-10-Platzierungen. Umso überraschend war dann der Triumph bei der Abfahrt von Méribel im Februar 2013.

© Gerwig Löffelholz / Carolina Ruiz Castillo

© Gerwig Löffelholz / Carolina Ruiz Castillo

Paul de la Cuesta fährt auch für Spanien. Der 1988 in San Sebastián geborene Skirennläufer nahm zwar an den Olympischen Winterspielen 2010 im kanadischen Vancouver und an vier Ski-Weltmeisterschaften teil, jedoch hatte er mit der Entscheidung nie etwas zu tun. Im Weltcup debütierte er vor fünf Jahren beim Riesenslalom in Sölden.

Zurückgetreten ist bereits Ana Galindo Santolaria. Sie gehörte ab etwa 1995 zur erweiterten Weltspitze im Riesenslalom. Zwei vierte Ränge sprechen für sie, der zehnte Rang in der Disziplinenwertung in der Saison 1996/97 auch. Bei der Heim-WM in der Sierra Nevada schloss sie das Rennen auf Position zwölf ab. Nach dem Ski-Winter 2002/03 beendete sie ihre Laufbahn.

Kurz war die Karriere von Leyre Morlans. Sie startete von 2006 bis 2009 im Weltcup und war bei zwei Welttitelkämpfen und einmal bei Olympischen Winterspielen mit von der Partie. Bei FIS-Rennen konnte sie insgesamt vier Mal auf das oberste Podest klettern. Bei 28 Weltcupeinsätzen kam sie leider nie in die Punkte. Im Europacup war sie ein bisschen erfolgreicher. Von zwei Top-30-Platzierungen ragt natürlich der 13. Platz beim Super-G von Davos kurz vor Weihnachten 2007 heraus. Da der spanische Verband Morlans nicht für Olympia 2010 berücksichtigte, beendete sie mit nur 22 Jahren ihre Laufbahn.

Da haben wir noch Conchita Puig-Barrata-Tissot. Just in der Zeit von Slalomolympiasieger Fernández Ochoa erlebte der iberische Skisport eine Hochkonjunktur. Puig-Barrata-Tissot war keine Ausnahme. Sie startete vorrangig in den technischen Disziplinen und in der Kombination. Bei der Ski-WM in Gröden 1970 belegte sie den neunten Platz in der Kombination. Bei den Welttitelkämpfen in St. Moritz vier Jahre später kam sie im Torlauf ebenso auf Position neun. Im Februar 1973 stieg sie im Slalom in Schruns mit Rang drei das erste und einzige Mal auf ein Weltcup-Podest.

Erfolgreicher war Maria José Rienda Contreras. Die 1975 geborene Spanierin war eine ausgewiesen gute Riesentorläuferin. Auch im Super-G und Slalom war sie im Einsatz. In der ersten Abfahrt nach dem fürchterlichen Todessturz der ÖSV-Athletin Ulrike Maier debütierte die Ibererin im Februar 1994 im Weltcup. Fünf Jahre später kam sie erstmals unter die ersten Zehn in einem Riesenslalom. Wieder zogen ein paar Jahre ins Land, ehe sie im Oktober 2003 beim Saisonauftaktrennen in Sölden als Dritte erstmals aufs Stockerl fuhr. Außerdem gewann sie sechs Riesentorlauf-Rennen und stieg fünf weitere Mal aufs Podest. Besonders erfolgreich war sie in der Saison 2005/06. Hier siegte sie in vier Entscheidungen und hatte am Ende knapp 50 Punkte Rückstand auf die Schwedin Anja Pärson, die sich die kleine Kristallkugel in der Riesenslalom-Wertung holte. Bei den Olympischen Winterspielen 2002 lag Rienda Contreras im Riesentorlauf zur Halbzeit noch auf Platz drei, ehe sie auf Rang sechs zurückgereicht wurde. Sowohl bei Olympischen Winterspielen als auch bei Weltmeisterschaften erreichte sie nie eine Medaille. Nach zwei Kreuzbandrissen und einem missglückten Comeback gab sie 2011 das Ende ihrer Laufbahn bekannt.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner  

 

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