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Dominique Gisin – Das Ziel heißt Sölden

© Gerwig Löffelholz / Dominique Gisin - Das Ziel heißt Sölden

© Gerwig Löffelholz / Dominique Gisin - Das Ziel heißt Sölden

Engelberg – Erinnern Sie sich noch an das Missgeschick auf der Tofana? Die Schweizerin Dominique Gisin verletzte sich während des Abfahrtstraining in Cortina d’Ampezzo am linken Meniskus schwer und musste die letzte Saison sozusagen ab Jänner verletzungsbedingt vorzeitig beenden. Schade eigentlich, denn die Saison begann mit einem Podiumsplatz in Lake Louis und vier Top-10-Resultaten mehr als verheißungsvoll. Nichtsdestotrotz musste sie sich am 17. Jänner daheim das Knie operieren lassen. Unzählige Reha-Einheiten folgten, ehe die Eidgenossin Ende März zum freien Skifahren wieder auf die Pisten zurückkehrte.

www.FISAlpine.com hat sich mit der sympathischen Skirennläuferin nach ihrer Rückkehr aus Ushuaia unterhalten und entlockte ihr einige Gedanken über den Sommer und die neuesten Fortschritte in Bezug auf ihr Comeback.

Dominique, du kommst gerade von einem Trainingslager im argentinischen Ushuaia, quasi am Ende der Welt. Kannst du uns bitte deine Eindrücke schildern?

Es war einfach wunderbar. Ich liebte von Anfang an diesen Ort. Zudem fanden wir stets tolle Trainingsbedingungen vor, und neben der harten Arbeit überwog der Spaß. Es war im wahrsten Sinn des Wortes Winter, und ich war wahrhaftig froh, nicht die tropischen Temperaturen in Europa ertragen zu müssen.

Wenn du das Trainingslager in Ushuaia mit jenem im Vorjahr auf den Schweizer Gletschern vergleichst, welche Vor- und Nachteile eines Übersee-Trainingslagers schießen dir in den Kopf?

Ich glaube, der größte Vorteil ist sicherlich das Auffinden von winterlichen Bedingungen. Man befindet sich im Skiraum, überquert die Straße und ist schon beim Skilift. Die Bedingungen sind absolut weltcuptauglich, auch wenn wir einige Tage mit schlechten Sichtverhältnissen wie während der Rennsaison zu beklagen waren. Wenn wir auf einer niedrigeren Höhe trainieren, kann man mehrere Läufe abspulen. Zur Schweiz: natürlich ist es immer schön, in der heimischen Bergwelt zu trainieren. So sind Zermatt und Saas Fee zwei große Gletscher und wir finden stets perfekte Pisten für optimale Trainingsläufe vor. Ein Vorteil hier liegt sicher darin, dass wir nicht sehr weit reisen müssen und leichter auf Wetteränderungen reagieren können. So bin ich der Meinung, dass ein Mix aus beiden Trainingslagern am schönsten ist, damit man verschiedene Gelände zum Trainieren vorfindet.

© Kraft Foods / Dominique Gisin

© Kraft Foods / Dominique Gisin

Bleiben wir beim Training, wie geht es deinem Knie? Verläuft alles nach Plan und ohne Hindernisse oder musst du noch ein wenig aufpassen?

Der Heilungsprozess des Knies verlief wirklich gut. Ich möchte einmal die Gelegenheit nutzen, und allen danken, die mich so schnell gesunden ließen. Das sind zum einen das medizinische Personal und zum anderen jenes in der Rennbahnklinik in Muttenz. Sie alle machten einen perfekten Job und ich kann wieder voll trainieren. Ich bin sehr glücklich.

Dein Bruder Marc trainiert nach einer Verletzung wieder auf Schnee, deine Schwester Michelle ist im Trainingslager in Südamerika. Wie ermutigt ihr euch gegenseitig, wenn alle Geschwister auf höchstem Niveau im Swiss Ski-Kader unterwegs sind?

Es ist sehr schön, wenn wir zusammen sind und genießen die Momente. So sprechen wir viel übers Skifahren. Ich glaube, Marc hat eine tolle Technik und er berät mich oft. Auf der anderen Seite glaube ich, dass sowohl Michelle als auch Marc von meiner Erfahrung profitieren können. Das Bedeutsamste ist, dass sich meine ganze Familie gegenseitig unterstützt, denn wir alle lieben den Skisport.

Mit dem Österreicher Hans Flatscher haben die Schweizer Skidamen und auch du einen neuen Trainer. Erkennst du einige Unterschiede in den Trainings und wie ist der Mannschaftsgeist? So manche Teamkollegin kommt ja auch erst nach Verletzungspause wieder zurück…

Hans ist ein toller Kerl. Er hat eine Ruhe in unser Team gebracht, und es ist toll, mit jemanden zu arbeiten, der mit einer Männergruppe lange gearbeitet hat. Der Teamgeist ist sehr gut. So trainiert die Liechtensteinerin Tina Weirather auch mit uns. Sie hatte im vergangenen Jahr eine sehr gute Saison, und treibt uns jeden Tag ein Stück nach vorne.

© Marc Gisin / Die Pilotin Dominique Gisin und ihre Passagiere Marc Gisin und Beat Feuz

© Marc Gisin / Die Pilotin Dominique Gisin und ihre Passagiere Marc Gisin und Beat Feuz

Dominique, du bist eine leidenschaftliche Pilotin. Hattest du heuer keine Zeit, „in die Luft zu gehen“ oder einem anderen Hobby nachzugehen?

Leider begann der Sommer mit einem schlechten Wetter, und ich musste so einige Flugprojekte begraben. Das Wetter wurde mit der Zeit aber besser, und ich habe schon 20 Stunden in der Luft verbracht. Überdies konnte ich einige Wassersportarten ausüben und mich im Golf beweisen. Kurz und knapp: es war ein guter Sommer und ich hatte definitiv eine gute Zeit.

Wie steht dein Plan für die nächsten 56 Tage bis Sölden aus. Bist du da am Start?

Sölden ist das Ziel. Ich hoffe, dass das Knie sämtlichen Belastungen standhält, und ich ein gutes Training in Argentinien abspulen kann. Anschließend steht das Training „zuhause“ in Saas Fee und Zermatt auf dem Programm. Überdies wird es ein paar körperliche Trainings geben, und vielleicht geht sich noch die eine oder andere Flugstunde aus.

Das Originalinterview finden Sie auf http://www.fisalpine.com/news/dominique-gisin-solden-the-goal,1987.html

Übersetzung für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

 

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