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Dominique Gisin und Tina Maze teilen sich Goldmedaille bei Olympiaabfahrt

Doppel-Gold: Gisin & Maze

Doppel-Gold: Gisin & Maze

Sotschi – Bei wunderschönem Wetter wurde am heutigen Mittwoch die Olympiaabfahrt der Damen ausgetragen. Dabei strahlten zwei Athletinnen mit der Sonne um die Wette, nämlich die Schweizerin Dominique Gisin und Tina Maze aus Slowenien. Beide waren auf die Hundertstelsekunde gleich schnell unterwegs und benötigten eine Zeit von 1.41,57 Minuten. Gisin meinte zu ihrer sehr guten Fahrt: „Es ist unglaublich. Es war ein verrückter Weg hier her. Auf, ab, rückwärts, vorwärts. Und jetzt ganz oben – das ist unglaublich. Bis Nummer 20 war das Warten ganz schlimm, dann war es etwas besser. Es war einfacher, zu zweit dort zu stehen, als alleine. Ich habe mich ganz stark auf dieses Rennen vorbereitet, es ist viel Druck abgefallen, als ich vorne war.“

Und auch Maze, die mit dem Sieg in der Abfahrt von Cortina d’Ampezzo gerade vor den Spielen in Sotschi in Form kam, meinte: „Olympia-Gold war mein großes Ziel. Nach einer so schwierigen Saison war das sehr wichtig für mich und mein ganzes Team. Ich habe gewusst, ich kann hier gewinnen. Aber man muss das umsetzen und ich bin sehr froh. Nach einer schlechteren Saison war mein Hauptziel Olympia, ich habe meine ganze Energie hier reingelegt. Vom ersten Tag an hatte ich im unteren Teil Probleme, ich habe gewusst, ich muss oben etwas herausholen. Unten habe ich versucht, die Skier laufen zu lassen und es hat gereicht. Es freut mich sehr, dass wir gemeinsam vorne sind.“

Offizieller FIS ENDSTAND: Olympia-Abfahrt der Damen in Sotschi

Dritte wurde Gisins Teamkollegin Lara Gut, die gerade einmal eine Zehntelsekunde Rückstand hatte und mit der Bronzemedaille ihren verpatzten Kombi-Slalom und die vergossenen Tränen trocknen kann. Entsprechend erleichtert zeigte sich die Tessinerin in einer ersten Stellungnahme: „Es ist keine so steile Piste, es gibt vielleicht sechs Kurven, wo ich etwas rausholen konnte. Als ich im Ziel war, war ich zuerst schon traurig, weil ich einen Fehler hatte und nicht vorne war. Aber ich muss glücklich sein, weil ich gesund bin. Man muss nur schauen: Tina Weirather war so gut in Form und kann heute nicht mitfahren. Ich bin ein Mensch, der immer viel will. Aber langsam kann ich mich freuen über die Medaille.“

Auf Platz vier raste die Italienerin Daniela Merighetti (+0,27), die die drittbeste Eidgenossin, nämlich Fabienne Suter (+0,37) auf Platz fünf verwies. Hinter Suter reihten sich die Norwegerin Lotte Smiseth Sejersted (+0,44) und sensationell fahrende Ungarin Edit Miklós (+0,71), die mit hohen Startnummern jenseits der 25 noch in die Top-10 fuhren und das Klassement auf den Kopf stellten. Besonders Miklós, die im Dezember des letzten Jahres mit Rang zwölf in Val d’Isère ihr bestes Weltcupergebnis erzielte, sorgte bei der heutigen Olympiaabfahrt für eine faustdicke Überraschung und diktierte der Presse am Ende höchst erfreut die Sätze: „Ich bin schon glücklich über die Leistung. Aber bei Olympia will jede eine Medaille und ich will das auch. Vielleicht klappt es in vier Jahren“ in den Block.

Achte wurde die US-Amerikanerin Julia Mancuso (+0,99), die nach dem dritten Schlussrang in der Super-Kombination sicher weiter vorne gelandet wäre. Nicole Hosp (+1,05) landete als beste Österreicherin auf Platz neun. Die Außerfernerin, frischgebackene Silbermedaillengewinnerin in der Super-Kombination, meinte knapp: „Im steilen Teil schlägt es richtig, es ist schwierig. Im Zielhang ist es extrem wellig, da gibt es nach. Die Fahrt von Dominique war aber sehr gut.“ Mancusos Mannschaftskollegin Laurenne Ross (+1,11) rundete die besten Zehn ab.

Offizieller FIS ENDSTAND: Olympia-Abfahrt der Damen in Sotschi

Die zwei deutschen Starterinnen Maria Höfl-Riesch (13.; +1,17) und Viktoria Rebensburg (15.; +1,19) schrammten knapp an den Top-10 vorbei. Für Höfl-Riesch, ihres Zeichens das Goldmädchen in der Super-Kombination, verlief die heutige Fahrt nicht gerade zufriedenstellend. Sie meinte: „Es ist natürlich schon eine Enttäuschung. Die Abfahrt ist eigentlich meine beste Disziplin in diesem Jahr. Ich bin von Anfang an hier nicht richtig zu Recht gekommen. Ich habe mir vorgenommen alle Sachen besser zu machen die bisher nicht so gelungen sind. Die Kurve oben, die ich immer nicht so gut erwischt habe, war heute viel besser, dafür waren viele andere Kurven schlecht. Schade, aber mit einer Goldmedaille ist es etwas leichter zu verschmerzen.“

Teamkollegin Rebensburg meinte: „Bis zur Zwischenzeit war ich recht gut unterwegs. Dann hatte ich einen Fehler der etwas Zeit gekostet hat. Es war meine erste olympische Abfahrt und es hat trotzdem sehr viel Spaß gemacht.“

Die Südtirolern Verena Stuffer landete zwischen Höfl-Riesch und Rebensburg auf Rang 14 und hatte 1,18 Sekunden Rückstand auf das siegreiche Duo Dominique Gisin und Tina Maze. Elisabeth Görgl (+1,25), von allen liebevoll „Lizz“ genannt, klassierte sich auf Platz 16 und meinte am Ende: „Ich habe ihn im Starthang voll runtergelassen, war beim Starthang sehr direkt. Ich hab die Killerlinie genommen, das war zu eng. Ich hab da voll das Tor abgeräumt. Den Teil von eins auf zwei bin ich wirklich sehr gut gefahren, habe gekämpft. Leider die Zieleinfahrt nicht gut erwischt und habe da viel verloren.“

Teamkollegin Cornelia Hütter war eine Sekunde langsamer als Görgl und war über ihre 22. Position bei ihrem Olympiadebüt nicht sehr zufrieden: „Eine Kurve habe ich immer dabei gehabt, die ich nie erwischt habe. Da habe ich mir gedacht, ich mach ganz was anderes – das hat wieder nicht gepasst. Ich hätte mir das Olympia-Debüt ganz anders vorgestellt. Nervös war ich nicht, aber wenn man nicht gescheit fährt, dann schaut es bei einem Weltcuprennen auch nicht anders aus.“

Ausgeschieden waren u.a. die Spanierin Carolina Ruiz Castillo, Val d’Isère-Siegerin Marianne Kaufmann-Abderhalden aus der Schweiz und die ÖSV-Läuferin Anna Fenninger. Die 24-jährige Salzburgerin sagte anschließend: „Ich war schon enttäuscht. Man muss riskieren, wenn man was gewinnen will. Das habe ich gemacht. Das Aus war zu früh um zu sagen, ob was drinnen war. Der obere Teil ist mir eigentlich immer gelegen. Ich muss das abhaken und nach vorne schauen. Ich darf dem nicht lange nachtrauern und mich auf den Super-G vorbereiten.“

Die im Vorfeld als Medaillenkandidatin gehandelte Liechtensteinerin Tina Weirather kam, wie berichtet, im Training zu Sturz und verzichtete auf einen Start.

Fassen wir die heutigen Ereignisse noch einmal kurz zusammen: Tina Maze schreibt mit ihrer heutigen Vorstellung Geschichte, denn noch nie holte ihr Heimatland Slowenien eine Alpin-Goldmedaille bei Olympischen Winterspielen. Die Schweiz beendet nach dem Sieg von Gisin eine lange, sehr lange Durststrecke. Vor 30 Jahren gewann Michaela Figini in Sarajevo zum letzten Mal bei einer Abfahrt eine olympische Goldmedaille. Und die Österreicherinnen, die sich durchaus Medaillen erwarten konnten, gingen leer aus.

Offizieller FIS ENDSTAND: Olympia-Abfahrt der Damen in Sotschi

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

 

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