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DSV-Alpindirektor Wolfgang Maier: „Ein City Event in Moskau ist nicht zielführend!“

DSV Alpindirektor Wolfgang Maier

DSV Alpindirektor Wolfgang Maier

Im Gespräch mit Skiweltcup.TV zog DSV-Sportdirektor Wolfgang Maier ein Fazit zum Weltcupauftakt in Sölden und äußerte seine Meinung über City Events und wie man diese in Zukunft attraktiver machen könnte.

Das erste Weltcupwochenende liegt bereits hinter uns. Wie lautet das Fazit für das Weltcup Opening in Sölden?

Wolfgang Maier: „Der Weltcupauftakt, ist rein vom Ergebnis her natürlich nicht das, was wir uns vorgestellt haben. Wir stellen uns aber auch ganz klar zu diesem Ergebnis. Wir konnten die Bedingungen nicht optimal nützen. Wir haben es nicht geschafft, auch bei schlechterem Wetter, was aber zum Skiweltcup gehört, ein entsprechend gutes Ergebnis zu erzielen. Wir sind uns aber im Klaren, wenn wir unseren Auftritt analysieren, dass wir auch sehr gute Ansätze gezeigt haben. Unabhängig von Susanne Weinbuchner waren auch eine Simona Hösl oder ein Stefan Luitz sehr gut unterwegs. Wir haben das Ergebnis hingenommen, geben uns aber sicher damit nicht zufrieden. Ich bin mir sicher, dass wir uns in den nächsten Rennen deutlich besser positionieren werden.“

Nach dem wetterbedingt schwierigen Riesenslalom in Sölden gibt es die Diskussion bei einem Rennabbruch, nach dem ersten Durchgang diesen als vollständiges Rennen zu werten. Wie ist Ihre Meinung dazu?

Wolfgang Maier: „Das muss man schon auch etwas differenzieren. Das Sölden-Rennen würde nach dem Reglement sowieso nicht nachgeholt. Prinzipiell ist es für alle Sportler, die um den Disziplinen-Weltcup fahren, ein wichtiger Teil vom Ganzen. Die Rennläuferinnen und Rennläufer wollen natürlich eine Wertung haben. Auch ich tendiere dazu, dass, wenn ein zweiter Durchgang wetterbedingt nicht durchgeführt werden kann, man den ersten Lauf wertet. Es ist eine Leistung erbracht worden, und wenn dann ein Rennen ersatzlos gestrichen wird, ist das bitter. Auch für unseren, doch enggehaltenen, Weltcupkalender wäre dies vom Vorteil. Ein Totalausfall eines Rennens würde auch die Leistung von den Sportlern schmälern, die um den Disziplinen-Weltcup mitfahren. Darum würde ich es tendenziell richtig finden, aber man muss sich auch im Klaren sein, dass es dann keine Entweder-Oder Lösung geben darf. Es muss dann schon klar sein, wenn man das Rennen wertet, es auch nicht mehr nachgeholt werden kann. Durch die Enge des Rennkalenders würde dies auch ein Vorteil sowohl für die FIS als auch für die Veranstalter sein.“

Moskau, München, im Gespräch ist New York, Wien und Rom. Wie wichtig sind die City Events für den Skiweltcup?

Wolfgang Maier: „Prinzipiell ist ein City Event in Ordnung. Ich glaube auch, dass es eine richtige Maßnahme ist, zu den Leuten zu gehen, an die Städte ranzugehen. Die augenblickliche Diskussion finde ich nicht sehr positiv. Rom ist gerade mal so in den Raum geworfen worden, was natürlich eine bestimmte Herausforderung für alle wäre. Das Rennen in Moskau hingegen finde ich nicht zielführend. Moskau hat deutlich bewiesen, dass man da keine Verbindung zum alpinen Skirennsport hat. Die Zuschauerzahl in einer 20-Millionen-Metropole mit 3000 Besuchern hat deutlich die Absicht oder die Intention verfehlt.“

Die FIS hat beschlossen die gewonnenen Weltcuppunkte beim City Event in den Slalomweltcup einfließen lassen. Wie ist Ihre Meinung dazu?

Wolfgang Maier:  „Gute Frage, Schwarz oder Weiß? Die City Events zum Slalomweltcup zu zählen, ist schon eine sehr schwierige Entscheidung. Zum einen muss man die Weltcuppunkte geben. Damit verändert man aber auch das Bild im Slalomweltcup. Man gibt auch den Leuten, die da starten dürfen, und dies sind zehn, einen deutlichen Bonus diesen Disziplinen-Weltcup zu gewinnen. Nach meiner Ansicht liegt das Problem darin, dass wir nicht die richtige Lokation haben. In dem Moment, wo wir das City Event mit etwas mehr Abstand fahren würden, womit auch die Riesenslalomfahrer eine reelle Chance hätten zu gewinnen, würde sich dieses Thema erledigen, und wir hätten das ursprüngliche Format wieder, und das war mit Abstand das Beste.“

Wie würde hier der richtige Lösungsansatz aussehen, um die City Events interessanter zu machen?

Wolfgang Maier:  „Dazu müsste man, so wie in München möglich, einfach einen größeren Torabstand fahren. Die Leute die Riesenslalom, Super G und Abfahrt fahren, haben in den engen Torabständen von neun Metern einfach keine Chance, und deshalb gehen sie auch nicht mehr hin. Jetzt hatten wir eigentlich eine gute Grundidee, machen uns diese aber selber kaputt, weil man von Seiten der FIS teilweise nicht rigoros genug nach Städten sucht, die letztendlich den Ansprüchen gerecht werden. In dem Moment, in dem wir 15 Meter-Abstände fahren, gehen sicher die ersten 15 des Gesamtweltcups hin, weil die können auch Riesenslalom fahren und haben dann eine Chance, dass sie unter den besten Drei sind. So wie es jetzt war, speziell in Moskau, waren nur die Slalomläufer bevorzugt, und deshalb hat man nun das Reglement geändert und vergibt Punkte für den Slalomweltcup. Das halte ich aber nicht gut für die Idee, weil ich glaube, dass man dadurch den City Event wieder kaputt machen wird.“

 
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