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DSV Sportdirektor Wolfgang Maier blickt in die WM Saison 2012/13

DSV Sportdirektor Wolfgang Maier

DSV Sportdirektor Wolfgang Maier

Wolfgang Maier, Sportdirektor Alpin: „Im Bereich Ski Alpin haben wir unsere Strukturen der internationalen Entwicklung angepasst und verstärkt in den Bereich Personal investiert. Die individuelle Betreuung der Spitzensportler auf der einen, das Entwickeln und Heranführen junger Talente auf der anderen Seite erfordern hier ein erhöhtes Investment des Verbandes, um auch in Zukunft im internationalen Vergleich wettbewerbsfähig sein zu können. Die Wettkampfreform des Internationalen Skiverbandes, nach der in diesem Winter der Schülerjahrgang nicht in den Jugendbereich aufrückt, sondern weiterhin als Schüler firmiert, erleichterte es uns, strategisch wichtige Positionen in unseren Lehrgangsgruppen mit Trainern zu besetzen. So konnten wir beispielsweise die Weltcup-Teams mit zusätzlichen Ski- und Konditionstrainern verstärken.“

Bewährtes Personalkonzept

„Unser Konzept, ehemalige Aktive als Trainer auszubilden und in die Struktur einzubinden, hat sich bewährt. Gerade bei den Herren, unter Führung von Charly Waibel, der seine erfolgreiche Arbeit auf dieser strategisch wichtigen Position fortführt, konnten wir sowohl bei den Junioren-Weltmeisterschaften als auch im Europacup positive Ergebnisse einfahren. Eine für uns sehr wichtige Entwicklung, nicht zuletzt um das Damen-Team zu entlasten, das in den vergangenen Jahren die DSV-Fahnen hoch hielt.

Bei den Damen sind wir wieder zu unserer klassischen Ausrichtung mit einer Weltcup- und einer Europacup-Mannschaft zurückgekehrt. Unser Ziel ist es, eine individuellere Betreuung unserer Spitzenfahrerinnen innerhalb dieser Gruppen sicherzustellen. Dazu haben wir die bewährten Trainerteams punktuell verstärkt, beispielsweise im konditionellen Bereich.

Der Höhepunkt des Winters sind ganz klar die Alpinen Ski-Weltmeisterschaften in Schladming. Unsere Ziele für diese Großveranstaltung sind klar definiert: Wir wollen drei Medaillen gewinnen, zwei bei den Damen und eine mit den Herren. Im Weltcup hoffen wir, die Leistungen aus dem vergangenen Jahr wiederholen zu können. Maria Höfl-Riesch, Viktoria Rebensburg, Fritz Dopfer und Felix Neureuther haben mit ihren Top-Platzierungen im vergangenen Winter gezeigt, dass sie zu den weltbesten Skifahrern gehören.

Generell müssen wir uns, gerade was das Sommer- und Überseetraining betrifft, neu ausrichten. Aufgrund der schwierigen Trainingsbedingungen auf den alpinen Gletschern entwickelt sich der alpine Skirennsport zu einer immer kostenaufwändigeren Sportart. Dieser Herausforderung werden wir uns stellen und neue Konzepte zur Nachwuchsförderung entwickeln.“

Saisonauftakt in Sölden

„Für den Saison-Auftakt in Sölden haben wir sieben Damen und vier Herren nominiert. Viktoria Rebensburg, die in der vergangenen Saison die Disziplinenwertung im Riesenslalom zum zweiten Mal in Folge gewinnen konnte, zeigte in der Vorbereitung eine gute Form. Viktoria stand in Sölden bereits zweimal auf dem Podest und ist, wenn sie ihre Trainingsleistungen umsetzen kann, sicher auch in diesem Jahr für eine Spitzenplatzierung gut.

 

Auch Maria Höfl-Riesch ist hoch motiviert mit einer Top-Platzierung in das WM-Jahr zu starten. Darüber hinaus ist eines ihrer großen Ziele, ein Riesenslalom-Weltcup-Rennen zu gewinnen. Nachdem sie ihre Erkältung, die sie noch letztes Wochenende am Training hinderte, auskuriert hat, ist sie zwar noch nicht wieder im Vollbesitz ihrer Kräfte, wird aber in jedem Fall starten.

Lena Dürr möchte wie auch Veronique Hronek die Lücke zu den Top-Fahrerinnen schließen. Dabei hat Lena Dürr bereits gezeigt, dass sie in der Lage ist, unter die besten Zehn zu fahren. Veronique musste leider nach Bruch des linken Mittelhandknochens vor drei Wochen verletzungsbedingt pausieren. Sie geht mit einer Schiene ins Rennen, ist ansonsten aber fit.

Für unsere jungen Fahrerinnen geht es darum, Weltcup-Erfahrung zu sammeln und sich möglichst für das Finale zu qualifizieren. Leider müssen wir durch den verletzungsbedingten Ausfall von Kathrin Hölzl, Susanne Riesch und Isabelle Stiepel weiterhin auf drei Leistungsträgerinnen verzichten. Positiv dagegen verlief die Rehabilitation von Gina Stechert, die bei den ersten Speed-Events in Lake Louise wieder am Start sein wird.

Ebenfalls positiv ist die Entwicklung unserer jüngeren Athleten. Hier konnten wir besonders auf der Herrenseite den positiven Trend fortsetzen. Unser Ziel ist es, diese jungen Talente über den Europacup nachhaltig zu entwickeln.“

Herren-Team ohne Felix Neureuther

„Im Weltcup hoffen wir, die Leistungen aus dem vergangenen Jahr wiederholen zu können. Fritz Dopfer hat mit seinen Top-Platzierungen im vergangenen Winter gezeigt, dass er zu den weltbesten Technikern aufschließen möchte. Leider müssen wir den Ausfall von Felix Neureuther kompensieren. Gerade Felix hat in der Vorbereitung verstärkt Riesenslalom trainiert und sich zuletzt auch im internationalen Vergleich gut präsentiert. Leider lassen ihm die aktuellen Rückenprobleme aber keine Wahl, und somit wird er auf den Start in Sölden verzichten. Für Stefan Luitz, der sich in der Vorbereitung stark präsentiert hat, lautet das Ziel, sich im Riesenslalom unter den besten Dreißig im Weltcup zu etablieren. Dominik Schwaiger und Benedikt Staubitzer sollen Weltcup-Erfahrung sammeln.“

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