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Ein Blick hinter die Kulissen der Fischer-Schuhservicemänner

© fischersports / Hannes Reiter und Reinhold Gappmaier

© fischersports / Hannes Reiter und Reinhold Gappmaier

Schuhmacher, Techniker, Entwickler, Erfinder, Bastler, Tüftler, Schrauber, Ersatzteillager, Betreuer oder doch einfach „nur“ Schuhservicemann im Alpinen Ski Weltcup. Als all das könnte man den Job von Reinhold Gappmaier und Hannes Reiter bezeichnen. Ein perfekt passender Schuh ist für AthletInnen extrem wichtig und das optimale Setup bestimmt in Zeiten von Hundertstelkrimis oft über Sieg oder Niederlage. Doch was machen unsere Schuhservicemänner eigentlich genau und warum gibt es nur zwei von Ihnen für so viele AthletInnen?

Reinhold, du kommst aus der Forstau, einem kleinen Ort in der Nähe von Radstadt und Hannes, du aus Altenmarkt im Pongau. Wie lange seid ihr schon mit der Fischer Race Family unterwegs und was verschlägt euch nach Oberösterreich?

Reinhold: Ich bin jetzt seit 11 Jahren bei Fischer – eigentlich seitdem es Schuhe bei uns gibt. Ich bin früher auch selber Rennen gefahren und wollte eigentlich immer wieder im Rennlauf arbeiten. Als ich von der Stelle gehört habe, hab ich mich beworben und innerhalb von zwei Wochen bin ich dann zu Fischer gewechselt. Es ist halt so, wenn man einmal dem Rennsport verfallen ist, kommt man nur schwer wieder los davon.

Hannes: Ich bin jetzt die fünfte Saison bei Fischer. Auch ich bin früher selbst Rennen gefahren. Nach meiner aktiven Karriere hab ich bei Fischer begonnen und bin auch so auf eine gewisse Art und Weise dem Rennsport treu geblieben.

Bei den Skiserviceleuten betreut ein Servicemann normalerweise maximal zwei bis drei AthletInnen. Warum gibt es denn nur zwei von euch?

Hannes: Unsere Hauptarbeit spielt sich eigentlich im Frühjahr und im Sommer ab wenn die Materialtests stattfinden. Dann werden die Schuhe angepasst, eingestellt und so gut es geht vorpräpariert. Im Winter muss dann alles passen. Da werden in der Regel und nach den Witterungsbedingungen nur noch Kleinigkeiten adaptiert. Bei den Rennen selbst ist dann jeweils nur einer von uns mit vor Ort falls irgendwas in letzter Sekunde umgestellt werden muss.

Wie viele AthletInnen betreut ihr?

Reinhold: Ui, da muss ich jetzt selbst nachdenken. Wir betreuen ja nicht nur Weltcup-FahrerInnen. Auch unsere Europacup, Nachwuchs-AthletInnen werden von uns betreut. Zudem haben wir auch AthletInnen die auf anderen Skimarken unterwegs sind aber alles in allem werden es um die 120 sein. Pro Saison kommen wir gemeinsam auf ca. 500 Paar Schuhe die wir anpassen.

Viele AthletInnen sagen, dass der Schuh das Herzstück im perfekten Setup ist. Alles muss bis aufs kleinste Detail abgestimmt sein. Worauf kommt es bei eurem Job an?

Reinhold: Meiner Meinung nach ist das wichtigste an unserem Job Einfühlungsvermögen. Es ist wichtig zuzuhören welches Problem der/die AthletIn hat und dann die bestmögliche Lösung dafür zu finden.

Hannes: Das schwierigste ist es, herauszufinden wo genau das Problem liegt. Sagt ein/e AthletIn beispielsweise der Schuh ist zu „aggressiv“ müssen wir herausfinden woher das kommt und welche Ursache das bei genau dieser Person hat. Dabei helfen uns aber die Erfahrungen und unsere Vergangenheit als Rennläufer. Wenn man selbst mal Rennen gefahren ist weiß man was die AthletInnen brauchen und kann sich gut in sie hineinversetzen.

Wer trifft dann letztendlich die Entscheidung über das Material bzw. die Einstellung?

Reinhold: Wichtig ist es gemeinsame Entscheidungen zu treffen. Der/die LäuferIn muss Verantwortung für sein/ihr Material übernehmen und wir für den/die LäuferIn. Es ist ein Prozess und letzten Endes entscheiden wir gemeinsam.

Wer leistet die Vorarbeit für eure Arbeit und welche Rolle spielt die Entwicklungsabteilung?

Reinhold: Die Zusammenarbeit mit der Entwicklungsabteilung ist enorm wichtig und muss sehr eng sein. Wir sind vor Ort auf der Piste bei den Athleten und dienen als deren Sprachrohr. Wir müssen uns ergänzen und sie müssen wissen was da draußen gebraucht wird.

Wie oft verändert sich der Fuß von und wie oft müsst ihr neue Schuhe machen?

Hannes: Durch Wärme im Sommer sind Füße generell größer und breiter und dadurch entsteht schon die Problematik das die Schuhe im Winter nicht immer passen können wenn man sie im Sommer genau anpasst. Das sind aber Erfahrungswerte die man über die Zeit lernt. Am besten ist es, den Schuh im Sommer vormittags anzupassen, da ist man noch nicht so viel gelaufen und die Füße sind noch nicht geschwollen. Im Grunde kann es immer sein, dass man wieder mal nacharbeiten muss aber das sind in der Regel nur noch Kleinigkeiten.

Eine Woche in Sölden, dann in Lake Louise, Beaver Creek und Åre. Ihr seid ständig unterwegs. Gibt es eine Einteilung wer welche Rennen macht oder entscheidet ihr das spontan?

Reinhold: Eine fixe Einteilung wie zum Beispiel Hannes macht die Speed-Bewerbe, ich die technischen gibt es nicht aber wir stimmen uns schon vor der Saison ab wer wann unterwegs ist. Individualität spielt in letzter Zeit eine immer größere Rolle und es geht immer mehr in die Richtung, dass einer von uns für bestimmte AthletInnen zuständig ist. Nichtsdestotrotz muss jeder immer über die Arbeit des anderen Bescheid wissen. Die Kommunikation zwischen uns beiden ist das A und O und wir müssen uns gegenseitig ergänzen.

Ihr betreut ja nicht nur AthletInnen von einer Nation, ihr habt FahrerInnen aus den unterschiedlichsten Ländern. Ergeben sich dadurch manchmal Probleme?

Hannes: Die sprachlichen Barrieren sind wahrscheinlich die größte Schwierigkeit. Oft ist es schon schwer auf Deutsch herauszufinden wo genau das Problem liegt. Wenn dann beispielsweise ein Russe oder Franzose auf Englisch erklärt was los ist und wir dann versuchen das auszudeutschen kann es sein das wichtige Informationen verloren gehen die wir aber dringend benötigen. Mittlerweile haben wir aber Wege gefunden um diese Barrieren so gut es geht zu umgehen. Und man lernt ja schließlich auch mit der Erfahrung. :-)

Der Servicemann ist wesentlich am Erfolg der AthletInnen beteiligt. Wie ist das bei euch – seid ihr stolz auf eure AthletInnen?

Reinhold: Natürlich freuen wir uns über Erfolge. Man wird dadurch ja auch für die harte Arbeit belohnt und wenn man weiß, man hat einen kleinen Teil zu dem Erfolg beigetragen motiviert das natürlich. Was uns auch sehr stolz macht ist es bei Fischer zu arbeiten. Man merkt einfach, dass wir nach wie vor ein Familienbetrieb sind und dass wir nicht nur Nummern sind. Es zählt jeder Mensch und da macht das Arbeiten umso mehr Spaß.

Quelle:  www.Fischersports.com

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