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Eva-Maria Brem geht mit RTL-Sieg in Courchevel in die Weihnachtspause

Eva-Maria Brem gewinnt Riesenslalom in Courchevel

Eva-Maria Brem gewinnt Riesenslalom in Courchevel

Courchevel – Mit dem Riesentorlauf der Damen am heutigen vierten Adventsonntag im französischen Courchevel wurden vier Entscheidungen der Damen ausgetragen. Dabei erlebten wir mit der Österreicherin Eva-Maria Brem die vierte Siegerin in diesem Winter. Die Tirolerin benötigte für ihren zweiten Weltcupsieg eine Zeit von 2.01,72 Minuten. Die 1988 geborene Skirennläuferin sagte im TV-Gespräch: „Mir hat man die Erleichterung angesehen. Ich bin dem zweiten Sieg lange hinterhergefahren. Dass es jetzt vor Weihnachten klappt ist eine Riesenfreude. Das Steile ist halt meine Stärke – dafür ist das Flache halt meine Schwäche. Da versuche ich schon auch, alles rauszuholen. Im Steilhang habe ich alles riskiert. Mein Ziel war: Vollgas oder weg! Wenn man am Start als Letzte oben steht, dann ist das eine ganz eigenartige Stimmung. Da knistert es und alle sind nervös.“

Die Schweizerin Lara Gut (+0,17) wurde Zweite. Die Eidgenossin kann als „Dame des Wochenendes“ beschrieben werden, zumal se innerhalb von 72 Stunden sage und schreibe 280 Punkte gesammelt hat. Die Tessinerin sagte im ORF-Interview: „Ich freue mich jetzt auf die Pause, ich hatte keine Kraft mehr beim Fahren. Die Piste war kein Pröble, mir hat im zweiten Lauf einfach die Power gefehlt. Eva ist einfach sensationell gefahren – Platz zwei ist aber ein super Weihnachtsgeschenk. Es ist viel wichtiger, dass man im März vorne ist als im Dezember, daher ist der Weltcup für mich noch kein Thema.“

Offizieller FIS ENDSTAND: Riesenslalom der Damen in Courchevel

Ebenfalls Zweite wurde die Norwegerin Nina Løseth, die zeitgleich wie Gut abschwang. Vierte wurde die Deutsche Viktoria Rebensburg (+0,38), die ein kräftiges Lebenszeichen von sich gab. Die Schwedin Maria Pietilä-Holmner (+0,68) wurde Fünfte. Beste Italienerin wurde Sofia Goggia (+0,70), die im Finale gleich zehn Plätze gut machte und sich am Ende auf Position sechs einreihte. Die Slowenin Ana Drev (+0,80) wurde sehr gute Siebte und war nur um 13 Hundertstelsekunden schneller als die Liechtensteinerin Tina Weirather. Frida Hansdotter vom Drei-Kronen-Team wurde mit einem Rückstand von 1,04 Sekunden auf Brem Neunte.

Die Österreicherin Michaela Kirchgasser (+1,28) wurde unmittelbar vor ihrer Teamkollegin Carmen Thalmann (+1,28), die mit der Startnummer 45 das Feld im ersten Lauf durcheinanderwirbelte, ins Ziel. Letztere freute sich im TV-Gespräch: „Für mich ist es ein wunderschöner Tag heute. Ich freu mich, dass ich da zwei Mal runterfahren durfte und dass es ein so gutes Ergebnis geworden ist.“

Åre-Siegerin Lindsey Vonn aus den USA hatte 1,63 Sekunden Rückstand auf Brem und reihte sich als 13. ein. Sehr gut präsentierte sich die junge ÖSV-Athletin Katharina Truppe (+1,75), die mit der sehr hohen Nummer 50 ins Rennen ging und sich mit Bestzeit im zweiten Lauf noch vom 28. auf den 15. Platz verbesserte. Die Niederösterreicherin war ganz aus dem Häuschen und sprach im TV-Interview: „Ich bin immer mehr ans Limit gegangen, komplett am letzten Zacken gefahren, mehr wäre nicht mehr gegangen. Einfach geil! Es passt gut, dass ich im Riesentorlauf endlich Punkte gemacht habe.“

Ihre Kolleginnen Ramona Siebenhofer (+2,30) und Stephanie Brunner (+2,67) belegten die Positionen 18 und 20. Die Eidgenossin Wendy Holdener (+2,83) wurde 22. Siebenhofer analysierte ihren Tag wie folgt: „Ich bin überglücklich, habe nicht viel Riesentorlauf trainiert. Das Ziel war die Qualifikation und einen guten zweiten Durchgang zu fahren. Das ist voll aufgegangen.“

Im Finale schieden unter anderem Sölden-Siegerin Federica Brignone aus Italien oder auch die Französin Tessa Worley auf dem Weg zu einer möglichen Bestzeit aus. Die Südtirolerinnen Manuela Mölgg und Karoline Pichler konnten sich nicht für das Finale der besten 30 qualifizieren.

Der nächste Riesenslalom der Damen findet in Lienz – bereits vier Tage nach dem Heiligen Abend – statt. Im Kampf um den Gesamtweltcup hat Gut Vonn überholt. Nach dem Super-Wochenende hat die Tessinerin nun 58 Zähler Vorsprung auf die US-Amerikanerin. In der Riesenslalomwertung entriss Brem der bisherigen Führenden Brignone das rote Leibchen der Führenden.

Offizieller FIS ENDSTAND: Riesenslalom der Damen in Courchevel

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

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