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Fabio Renz im skiweltcup.tv-Interview: „Ich bedauere das frühe Karriere-Ende von Christian Ferstl sehr!“

© FLAVIA RENZ PHOTOGRAPHY // www.flaviarenz.com

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Sonthofen – Fabio Renz wurde am 23. Februar 24 Jahre alt. Er gehört dem B-Kader des DSV an. Er ist ein sehr sympathischer Zeitgenosse. Dessen ungeachtet hat ihn ein Horrorsturz im März des letzten Jahres im norwegischen Kvitfjell auch etwas nachdenklich gemacht.

Wir sprachen mit dem Speedspezialisten aus dem Oberallgäu über seinen aktuellen Gesundheitszustand, die Erfolge seines Teamkollegen Andi Sander im vergangenen Ski-Winter und wollten von ihm wissen, welche Nachricht er am Ende der nächsten Saison am liebsten über sich lesen will.

skiweltcup.tv: „Fabio, vielen ist noch dein Horrorsturz im norwegischen Kvitfjell, bei dem du dir im März 2015 einen Bruch des linken Schien- und Wadenbeins und des linken Handgelenks zugezogen hast, in Erinnerung. Wie geht es dir heute, mehr als ein Jahr Monate später?“

Fabio Renz: „Mir geht es mittlerweile wieder ganz gut! Vor einigen Wochen wurde endlich das ganze Metall aus meinem Fuß herausoperiert. Von nun an kann es also nur bergauf gehen. Natürlich klemmt und zwickt es jetzt erstmals wieder im Knie oder auch im Sprunggelenk, aber nach dem was ich durch die ursprüngliche Verletzung erlebt habe, betrachte ich das eher als Lappalien.

Ich bin froh, dass die Geschichte nach allen Komplikationen doch ein gutes Ende genommen hat. An mancher Stelle hätte nicht mehr viel gefehlt, und es wäre ganz übel für mich ausgegangen.

Daher bin ich sehr dankbar, dass ich heute wieder auf beiden Beinen stehe und jetzt wieder Vollgas geben kann.“

skiweltcup.tv: „Nach dem Sturz von Pepi Ferstl in Santa Caterina und dem verletzungsbedingten Ausfall von Tobi Stechert lastete ein schwerer Druck auf Andi Sander. Wie sehr freust du dich über seine sehr guten Leistungen, die er im abgelaufenen Winter gezeigt hat?“

Fabio Renz: „Ich freue mich riesig für den Andi, denn der Junge hat lange genug gekämpft. Vor allem seine Entwicklung seit letztem Sommer ist beeindruckend. Und nebenbei profitiert das ganze Team von seinen Erfolgen, denn es zieht uns mit und motiviert uns. In der letzten Saison sind wir im Super-G noch knapp hintereinander gestartet, und jetzt ist Andi unter den besten 15! Da erkennt man als Teamkollege, was alles möglich ist und vor allem, wie schnell es gehen kann.“

© FLAVIA RENZ PHOTOGRAPHY // www.flaviarenz.com

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skiweltcup.tv: „Was können wir uns eigentlich vom DSV-Speedteam erwarten, wenn alle hundertprozentig gesund sind und ihr Bestes aus sich herausholen können? Tobi Stechert, Thomas Dreßen, Klaus Brandner, Andi Sander, Pepi Ferstl, Manuel Schmid, Christof Brandner und du sind doch eingeschworenes Kollektiv, oder?“

Fabio Renz: „Da ist auf jeden Falls einiges möglich. Tobi und Pepi haben ja schon bewiesen, dass sie unter die Top-10 zu fahren. Der Klausi hat jetzt im Super-G schon einige Mal gezeigt, was er draufhat und auch Thomas konnte schon nach ein paar Weltcupeinsätzen punkten. Die ständigen Verletzungen bringen da aber natürlich eine gewisse Unruhe rein, und ich glaube sogar, der Andi ist in dieser Saison zwischenzeitlich ganz alleine unterwegs gewesen.

Wenn alle fit und gesund sind, steigt die Zahl der potentiellen Partner, mit denen man sich im Training gerne messen kann. Das wirkt sich natürlich auf die Leistungen in den Wettkämpfen aus. Zudem zeichnen wir uns durch einen sehr starken Teamgeist aus, verstehen uns alle gut und leiden zusammen, wenn es wieder einen erwischt hat. Wir Verletzten kämpfen uns zum Beispiel gemeinsam zurück. Tobi und ich gehören mittlerweile zum Standardinventar des Kraftraums unseres Olympiastützpunktes. Wir haben in diesem Winter oft miteinander trainiert.

Ganz besonders bitter für mich ist jedoch das plötzliche Karriere-Aus meines langjährigen Zimmerkollegen Christian Ferstl, der wegen Augenprobleme nicht mehr seine Laufbahn fortsetzen konnte. Ich glaube, ich habe in den letzten drei Jahren – wie kaum ein anderer – sehr viel Zeit als mit ihm verbracht.“

skiweltcup.tv: „Physis, Psyche, Material, Technik. Gibt es irgendwo ein Potential des jungen Skirennläufers Fabio Renz, an dem noch zu arbeiten ist? Oder sind, wenn die Vorbereitung im Sommer klappt, durchaus Top-15-Ergebnisse im Weltcup á la Andi Sander im letzten Winter realistisch?“

Fabio Renz: „Naja, da die Saison im Zeichen des Comebacks steht, ist es schwer, genau einzuschätzen, an was ich alles arbeiten muss. Trotzdem denke ich, dass vor allem beim Setup noch viel Luft nach oben ist. Da habe ich definitiv ‚Tüftel“-Potential.

Nach meinem Sturz in Kvitfjell sollte ich vielleicht ein bisschen mehr an meiner Tendenz zum Innenski arbeiten. Dann würde ich mir auch nicht mehr so leicht das Bein brechen, was wiederum nur Vorteile hat. (lacht)

Was leistungstechnisch drin ist, wird sich im Laufe des Winters und der Wettkämpfe zeigen. Ich freue mich auf jeden Fall wieder sehr, in den Rennzirkus zurückzukehren.“

skiweltcup.tv: „Welche Schlagzeile möchtest du nach dem WM-Winter 2016/17 am liebsten über dich lesen, und warum?“

Fabio Renz: „Am liebsten würde ich über mich lesen wollen, dass meine Comebacksaison erfolgreich und ohne Verletzungen verlief. Alles andere wie etwa Leistungen oder Titel lässt sich schwer vorhersagen. Für mich steht vor allem wieder Spaß und Leidenschaft am Skifahren zu haben im Mittelpunkt. Der Druck und die hohen Erwartungen, die ich mir vor meiner Verletzung auferlegt habe, haben mich im Endeffekt ins Krankenhaus gebracht. Das war offensichtlich der falsche Weg.“

Bericht und Interview für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

© FLAVIA RENZ PHOTOGRAPHY // www.flaviarenz.com

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