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Federica Brignone im skiweltcup.tv-Interview: „Der Sieg in Sölden war etwas Besonderes.“

© Gerwig Löffelholz / Federica Brignone

© Gerwig Löffelholz / Federica Brignone

La Salle – 99 Rennen oder eine gefühlte Ewigkeit musste die Italienerin Federica „Fede“ Brignone auf ihren ersten Weltcupsieg warten. Im letzten Winter gewann die azurblaue Skirennläuferin sowohl den Riesentorlauf in Sölden als auch den Super-G in Soldeu. Auch Brignones Mutter Maria Rosa Quario war im Weltcup aktiv und gehörte von 1979 bis 1986 zu den weltbesten Slalomspezialisten.

Im skiweltcup.tv-Interview sprachen wir mit der 1990 geborenen Athletin, die 2011 Vizeweltmeisterin im Riesenslalom wurde über diese zwei Rennen, aber auch über ihre Freundinnen im Skiweltcupzirkus und das von den Medien hochgepuschte Duell zwischen Lara Gut und Lindsey Vonn.

skiweltcup.tv: „Federica, in der abgelaufenen Saison hast du sowohl den ersten Riesenslalom auf dem Rettenbachferner in Sölden als auch den Super-G in Soldeu gewonnen. Welcher Sieg war für dich der Schönere, und was hat sich im Hinblick auf dein Training und die Zeit vor der Saison geändert, um zur Siegläuferin aufzusteigen?“

Federica Brignone: „Ich würde ohne Zweifel sagen, dass der Erfolg in Sölden der Schönere war. Zum einen war es mein erster Sieg, zumal ich im Riesentorlauf schon ziemlich dran war, obgleich ich es nie ganz schaffte. Im Super-G war der Sieg auch schön, auch wenn ich ihn mir nicht erwartet habe. Aber der Sieg in Sölden, gleich beim ersten Saisonrennen vor so vielen Leuten, ist schon etwas Besonderes.

Was ich geändert habe? Psychisch geht es mir wieder gut. Gebrechen habe ich auch keine, und ich habe mich körperlich – trotz weniger Arbeitsstunden – intensiver vorbereitet. Ich nahm mir einen Trainer, der mich daheim verfolgt. So arbeite ich besser und nicht allein. Jeden Tag kann ich 100 Prozent geben!“

skiweltcup.tv: „Wenn du nicht eine großartige Skirennläuferin innerhalb des azurblauen Teams geworden wärest, was hättest du gerne geworden? Gibt es einige Hobbys, die dir gefallen und die eines Tages ein Teil deines zukünftigen Berufs werden können?“

Federica Brignone: „Wenn ich nicht Skifahrerin geworden wäre, hätte ich sicher auf der Universität weiterstudiert. Ich kann aber nicht sagen, was ich gemacht hätte, zumal ich den jetzt eingeschlagenen Weg gewählt habe. Es gibt viele Sachen, die mir gefallen und in der Zeit nach meiner Karriere mir gefallen würden. So zählt etwa der Journalismus dazu.

Es ist jedoch schwer, jetzt eine Entscheidung zu fällen. Ich werde in der Welt des Sports erbleiben, denn er ist meine Leidenschaft. Ich kann ohne ihn nicht einen Tag auskommen!“

Archivio FISI: Federica Brignone (Marco Trovati- Pentaphoto)

Archivio FISI: Federica Brignone (Marco Trovati- Pentaphoto)

skiweltcup.tv: „Mit welcher Kollegin innerhalb der Nationalmannschaft oder in der weltweit verstreuten Skifamilie kommst du am besten aus? Hanna Schnarf und Verena Stuffer gehen zumeist gemeinsam in den Urlaub und zeigen, dass die Freundschaft auch über den Skirennsport hinausgeht!“

Federica Brignone: „Meine Zimmerkollegin und Freundin, mit der ich auch in den Urlaub gefahren bin, ist seit jeher Lisa Magdalena Agerer. Von den ausländischen Skirennläuferinnen verstehe ich mich mit Marie Michèle Gagnon sehr gut; im Laufe der Zeit hat sich zu ihr eine gute Freundschaft entwickelt.

Generell kann ich sagen, dass ich ein gutes Team habe, und es schön ist, in einem guten Kollektiv zu arbeiten.

Selbst wenn der Skisport ein Individualsport ist, gibt es kein schöneres Gefühl, ein gutes Ergebnis mit den Freundinnen und Teamkolleginnen zu teilen oder zu feiern.“

skiweltcup.tv: „In der abgelaufenen Saison haben sich viele Top-Athletinnen und -Athleten entweder kurz davor oder während des Winters schwer verletzt. Die Liste ist lang. Und wenn wir ein paar Namen nennen, fallen uns Anna Fenninger, Lindsey Vonn, Ted Ligety und Aksel Lund Svindal ein. Was denkst du darüber, und welche Rolle spielt die Materialfrage?“

Federica Brignone: „Ich glaube, dass der Skirennsport eine gefährliche Sportart ist und dass in den letzten Jahren das Niveau sehr hoch ist. Bei den Wettbewerben sehen wir hungrige Athleten, die immer mehr aus sich herausholen wollen. Sicherlich spielen auch das Reisen und die Müdigkeit eine Rolle, aber, wenn man die Grenze des Skifahrens überschreitet, tut es weh.

Die neuen Skier sind schwieriger zu fahren und auch gefährlicher. Ich fühle es, wie mein Körper darauf reagiert. Die Knieprobleme sind dramatisch angestiegen, und nach der Änderung hat sich vieles verschlechtert.“

skiweltcup.tv: „Wenn man abschließend noch einmal auf die abgelaufene Saison zurückblickt, erlebten wir zwischen der Schweizerin Lara Gut und der US-Amerikanerin Lindsey Vonn ein Duell ‚auf Augenhöhe‘. Diese Rivalität wurde auch von den Medien hochgeschaukelt und bis ins Extreme ausgeweitet. Ist es deiner Meinung besser, dass man alles publik macht oder dass die zwei Konkurrentinnen sich im fairen Wettstreit auf der Strecke messen?“

Federica Brignone: „Es war auf alle Fälle ein ausgezeichneter Kampf zwischen den beiden. Mir gefällt es jedoch nicht, wenn die Medien grundsätzlich Streitereien zwischen den Athletinnen erfinden. Lara und Lindsey brauchen nicht diese Geschichten, um werbewirksamer zu werden. Herausforderungen hin, Herausforderungen her, es sind zwei Ausnahmeathletinnen und es wäre gut, wenn man allgemein über‘s Skifahren spricht!“

Bericht und Interview für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

© Gerwig Löffelholz / Federica Brignone

© Gerwig Löffelholz / Federica Brignone

 

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