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Felix Neureuther: Kopf nicht gleich in die Gletscherspalte stecken!

Pünktlich zum Auftakt der Skisaison in Sölden präsentiert Felix Neureuther seine ganz persönliche Sicht auf die Skiszene und nimmt Stellung zu den Rennen sowie zu den wichtigsten Themen der Wintersportsaison. In seinem zweiten Blog-Post bei eurosport.yahoo.de äußert sich Felix Neureuther zu seinem enttäuschenden Abschneiden beim Saisonauftakt und über die Material-Diskussion im Riesenslalom.

Felix Neureuther: „Der Weltcup-Auftakt in Sölden und ich. Was für eine Story! Gefühlte hundert Mal bin ich jetzt schon um wenige Zehntelsekunden am Cut für den zweiten Durchgang vorbei geschrammt. Gut, in Wirklichkeit war es am letzten Wochenende das fünfte Mal, dass ich nach dem ersten Lauf auf Rang 32, 33, oder 34 landete. Trotzdem oder gerade deswegen ärgere ich mich. Sehr  sogar! Vor allem, weil ich mich vor dem Auftakt fit gefühlt, zuvor gut trainiert und mir eine Chance für eine Platzierung unter den Top 20 ausgerechnet hatte.

An den äußeren Umständen hat es nicht gelegen. Im Gegenteil, die waren fantastisch an  diesem ersten Rennwochenende der Saison: Blitzblank blau polierter Himmel, strahlende Sonne, Pulverschnee und fünfzehntausend Fans am Gletscher, die es ordentlich krachen ließen. Vor so einer Kulisse will jeder Vollblutrennfahrer mehr als nur einmal den Berg runterfahren, das könnt ihr mir glauben.

Aber jeder hat sein Schicksal selbst in der Hand und mir war schon direkt nach meinem Lauf im Zielraum klar, dass ich mir einfach zu wenig zugetraut hatte, zu passiv gefahren bin. Das kann man sich bei der Konkurrenz einfach nicht leisten. Die Jungs riskieren alle maximal. Allen voran Ted, der das  Rennen verdient gewonnen hat. Er ist einfach Mister Giant-Slalom! Hut ab! Den ziehe ich auch vor Alexis Pinturault. Der Kerl ist gerade mal 21 Jahre alt und heizt da runter, als wolle er den Gletscher zum Schmelzen bringen. Als Dritter hat Philipp Schörghofer das Podium abgerundet. An diesen drei Jungs wird man sich in Zukunft orientieren müssen, denn sie sind in Sölden definitiv in einer eigenen Liga gefahren! Aber auch mein Trainingspartner Fritz hat es ordentlich laufen lassen. Mit der drittbesten Laufzeit im zweiten Lauf hat er gezeigt, was er kann.“

Es gibt viele Stellschrauben

© Christian Einecke (CEPIX) - Felix Neureuther

© Christian Einecke (CEPIX) - Felix Neureuther

„Mein Ziel war es zu punkten, damit ich beim zweiten Riesenslalom in Beaver Creek mit einer niedrigen Startnummer ins Rennen gehen kann. Obwohl mir das in Sölden nicht gelang, bleibe ich trotzdem unter den besten 30. Also fassen wir das Opening so zusammen: Fehlstart ja, aber noch  lange kein Grund, den Kopf in die Gletscherspalte zu stecken!

Abseits der Piste drehte sich in Sölden alles um das neue Material. Genauer um die neuen Riesenslalomski, die ab nächster Saison gefahren werden sollen. Am Freitag hatten die Verantwortlichen des Weltskiverbandes (FIS) endlich (!) zu einer Informationsveranstaltung geladen. Knapp 50 Kollegen und Kolleginnen, aus unserem Team Fritz, Stefan und ich, nutzten diese Gelegenheit, sich aus erster Hand zu informieren. In den letzten Monaten haben wir aus den Medien erfahren, welche Ski wir im nächsten Winter fahren werden.

Es schaut nach einer ziemlich verstrickten Situation aus, an der wir Fahrer, die Industrie und Verbände beteiligt sind. Das Ganze ist nicht wirklich leicht zu durchschauen, da alle Beteiligten eigene Interessen verfolgen. Grundsätzlich, und da sind sich alle einig, muss die Sicherheit der Fahrer erhöht werden. Es passieren einfach zu viele Unfälle im alpinen Skirennzirkus, die Verletzungen sind schwer und folgenreich.

Allerdings führen bekanntlich viele Straßen nach Rom. Neben dem Material, sprich unseren Ski, die in Zukunft länger sein und einen größeren Radius haben werden, kann man auch mit anderen Maßnahmen die Sicherheit erhöhen. Etwa mit einer einheitlichen Pistenpräparierung oder einer angepassten Kurssetzung. Mit dickeren Anzügen ließe sich die Geschwindigkeit reduzieren und uns wär’s a bisserl wärmer. Auch Bindung, Schuhe und Helme spielen eine Rolle. Es gibt also viele Stellschrauben, an denen man justieren könnte. Wir Rennfahrer haben viel und heiß diskutiert. Wir wollen aktiv an Veränderungen mitwirken, uns in den Prozess einklinken. Und: Wir wollen mit neuen Ski keinen Schritt zurück in die Vergangenheit machen, sondern einen großen Schritt in die Zukunft tun und dadurch auch das Skifahren für die vielen Menschen, die diesen Sport so sehr lieben, sicherer machen.“

Ihr seht schon, es ist mächtig was los in der Szene, und ich halte Euch über die neuesten Entwicklungen in meinem Blog auf dem Laufenden.

Bis bald, genießt den ersten Schnee!

Euer Felix!

Quelle „Internetanbieter eurosport.yahoo.de“

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