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FIS-Rennsportdirektor Atle Skaardal im Interview

FIS-Renndirektor Atle Skaardal

FIS-Renndirektor Atle Skaardal

Sölden – Der Saisonstart in Sölden ist gut verlaufen. Der norwegische FIS-Rennsportdirektor Atle Skaardal sprach in einem Interview mit der FIS über die Zukunft der Damentour, die WM in St. Moritz und den Saisonkehraus in Aspen. Das Interview wurde im Forum Alpinum geführt.

Herr Skaardal, was haben Sie vom Saisonfinale in St. Moritz gelernt, und wie werden die Strecken bei der Ski-WM am gleichen Ort im Februar 2017 aussehen?

Ich glaube, dass wir viel gelernt haben. So hatten wir jede Menge Möglichkeiten, um mit dem OK in St. Moritz zusammenzuarbeiten. Wir erhielten viele Informationen, um das Skigebiet seit den letzten Welttitelkämpfen 2003 noch besser zu entwickeln. So investiert man eine Menge Geld in die Wasserversorgung und in eine neue Talstation inklusive dem Medienzentrum.

Jedes Jahr sind die Damen in St. Moritz zu Gast. Wir haben viele Möglichkeiten, um von den riesigen Investitionen in der Zukunft zu profitieren. Die Zusammenarbeit mit dem OK funktioniert sehr und gut. Das Wetter ist ein Faktor, welchen man nicht direkt beeinflussen kann. Da aber St. Moritz über 300 Sonnentage pro Jahr hat, gehe ich davon aus, dass die Wetterbedingungen gut sind.

Der Saisonkehraus findet in Aspen statt. Erzählen Sie uns ein wenig über die Strecke und die Rennen?

Wenn man den Kalender normalerweise betrachtet, fuhren wir immer im November in Aspen. Die Damen trugen einen Riesentorlauf und einen Slalom aus. Auch die Männer bestritten in den fernen 1990er-Jahren eine Abfahrt, auf der anspruchsvollen Rennstrecke in Aspen. Dessen ungeachtet gab es einige Probleme mit der Infrastruktur.

Es klingt seltsam, dass auch in einem weltberühmten Skigebiet, wie es eben Aspen ist, noch einige Investitionen vonnöten sind. Ich denke, dass wir eine gute Lösung finden werden, um ein gutes Finale zu ermöglichen. Die Kurse sind sehr anspruchsvoll; Aspen liegt sehr hoch, und wir hoffen ein klassisches Colorado-Wetter mit kalten und klaren Nächten und schönen Wetter unterm Tag zu haben. Wir wissen aus früheren Jahren, dass das Saisonende immer etwas besonderes ist.

In den USA erwarten uns viel Unterhaltung und ein sehr umfangreiches Programm in der Innenstadt. Das wird auch beim Finale in Aspen der Fall sein.

Fahren die Athletinnen und Athleten auf der gleichen Piste wie anno dazumal?

Ja, die Männer fahren auf der gleichen Strecke wie in den 1990er-Jahren. Die Damen fahren auf dem gleichen Kurs wie 2007. Es ist sehr aufregend; es wird interessant zu sehen sein, wie sich beide Geschlechter auf dem gleichen steilen Abschnitt namens Aztec schlagen werden. Auf alle Fälle wird es am Ende der Saison eine Herausforderung werden.

Stockholm war fantastisch, ein Erfolg. Wie entwickeln sich die Parallel-Bewerbe, oder werden sie nur hie und da im Kalender der kommenden Jahre auftauchen?

Ich denke, dass solche Veranstaltungen immer mit einem Spaßfaktor verbunden sind. Es ist ein Modus bzw. ein Format, dass immer leicht zu verstehen ist. Es ist attraktiv für jeden, egal ob man vor Ort dabei ist oder das Rennen vor dem Fernseher verfolgt. Auch die Athletinnen und Athleten finden es gut.

Einige junge Sportler haben die Möglichkeit, durch dieses Format an die Spitze zu gelangen. Es ist natürlich für uns gut, als Weltcup in die größeren Städte, in die Metropolen unserer Welt zu gehen. Wir haben in München und in Stockholm Entscheidungen ausgetragen, jetzt wollen wir nach Oslo gehen. Vielleicht haben wir eines Tages in Nordamerika eine Möglichkeit, denn dort gibt es viele große Städte. Ich denke, dass man das Format zu Beginn, in der Mitte und gegen Ende der Saison einführen könnte.

Quelle und Interview: www.fis-ski.com

Freie Übersetzung für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

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