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Fritz Dopfer im Skiweltcup.TV Interview: „Im Slalom bin ich durchaus konkurrenzfähig.“

© Stefan Braun / Fritz Dopfer

© Stefan Braun / Fritz Dopfer

Sölden – Schneemangel im hohen Norden. Eigentlich wollten die DSV-Herren am morgigen Dienstag nach Nordeuropa zum Trainingslager und zur Vorbereitung auf den Weltcupslalom im finnischen Levi aufbrechen. Dieses Vorhaben musste nun aufgrund der Wetterbedingungen abgesagt werden. Die deutschen Slalom-Asse bereiten sich zunächst weiter in Sölden auf den ersten Weltcuptorlauf der Saison 2015/16 vor. Mit dabei ist natürlich auch Fritz Dopfer, der uns für ein kurzes Interview zur Verfügung stand.

skiweltcup.tv: „Fritz, das erste Saisonrennen liegt hinter dir. Welches Fazit kannst du ziehen?“

Fritz Dopfer: „Der erste Lauf war noch in Ordnung, aber auch nicht das, was ich mir vorgestellt habe. Der zweite Durchgang war dann gar nichts. Aber es gibt solche Tage, die hat jeder Leistungssportler schon einmal gehabt. Das habe ich relativ schnell abgehakt und bin gleich in Sölden geblieben und habe hier Slalom trainiert. Man könnte auch sagen, dass ich damit meinen Frieden mit dem Rettenbachferner schließe.“ (lacht).

skiweltcup.tv: „Könnten auch die Setup-Änderungen eine Rolle gespielt haben?“

Fritz Dopfer: „Ich glaube, das brauchen wir jetzt nicht am Setup festmachen, warum es da nicht gelaufen ist. Es war schon meine eigene Leistung, die nicht hundertprozentig war. Es ist oft ein schmaler Grat, weil es auch von den eisigen Bedingungen her sehr schwer war. Da braucht man die hundertzehnprozentige Entschlossenheit, und die konnte ich nicht so ganz umsetzen. Das hat sich auch auf meine Leistung ausgewirkt, aber grundsätzlich glaube ich schon, dass die verschiedenen Modifikationen am Setup passen. Es hat auch im Training funktioniert. Darum werde ich jetzt auch grundsätzlich nicht alles in Frage stellen.“

skiweltcup.tv: „In den letzten Wochen wurde im Riesenslalom wieder die Materialdiskussion ein Thema. Was sagst du im Rückblick über diese Änderungen?“

Fritz Dopfer: „Es war schon eine große Umstellung, und es bedarf auch extremer Winkelpositionen, die man einnehmen muss, um den Ski auch wirklich um die Ecke zu bekommen. Das hat natürlich gewisse Auswirkungen auf den Körper, ob dies aber der Hauptgrund ist, kann ich nicht sagen. Ich kann nur aus meiner Sicht sprechen, und da ist schon ein gewisser Verschleiß da. Der Skirennsport ist halt an sich für Rücken, Knie und die gesamten Bänder nicht gerade optimal. Wenn dann noch solche Materialentwicklungen dazukommen, wird diese Abnutzung vielleicht noch etwas beschleunigt.“

skiweltcup.tv: „Wie schauen die weiteren Planungen bis zum Slalom in Levi aus?“

Fritz Dopfer: „Eigentlich war geplant, dass wir am 3. November nach Nordeuropa reisen. Wegen des Schneemangels hat sich das nun geändert, und wir werden erst kurzfristig nach Finnland reisen. Zurzeit trainieren wir in Sölden. Hier in Mitteleuropa sind gegenwärtig die Bedingungen einfach besser als im hohen Norden.“

skiweltcup.tv: „Wie wohl fühlst du dich auf den ‚kurzen Latten‘?“

Fritz Dopfer: „Ich fühle mich, genauso wie im Riesenslalom, sehr gut. Vor dem Riesentorlauf von Sölden wurden die Slalomskier natürlich etwas nach hinten gestellt. Grundsätzlich bin ich in den letzten Tagen im Slalomtraining wieder sehr gut zurechtgekommen und denke, dass ich durchaus konkurrenzfähig bin.“

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