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Für Reinfried Herbst ist nach Kranjska Gora Schluss

© Claudia Egger / Reinfried Herbst

© Claudia Egger / Reinfried Herbst

Kranjska Gora – Der österreichische Slalomspezialist Reinfried Herbst beendet am Sonntag im slowenischen Kranjska Gora seine tolle und erfolgreiche Karriere. Der 37-Jährige wurde 2005 aus allen ÖSV-Kadern gestrichen und wagte einen Neubeginn. Dieser Tapetenwechsel tat ihm richtig gut. Er gewann bei den Olympischen Winterspielen 2006 im Torlauf die Silbermedaille und seitdem neun Weltcuprennen und stemmte am Ende der Saison 2009/10 in der gleichen Disziplin zufrieden die kleine Kristallkugel in die Höhe.

Jetzt geht also seine Laufbahn zu Ende. Er verspürt keine Wehmut und auch wenn die letzten Ergebnisse nicht immer gepasst haben, hat er sich keinen Druck auferlegt. Über zehn Jahre lang fuhr er auf einem konstant hohen Niveau und war immer unter den besten 25 der Welt zu finden. Auch wenn es mit dem Knie nicht immer gepasst hat, bereut er nicht die Entscheidung, dieses Jahr noch gefahren zu sein. Er sieht den Skizirkus und die Kollegen als Teil der Familie. Der Torlauf war und ist für ihn eine große Disziplin mit Höhen und Tiefen. Und es gibt nur fünf Athleten, die mehr gewonnen haben. Deshalb schaut er dankbar auf das Erreichte zurück und blickt darüber hinaus zufrieden in die Zukunft, auf den neuen Lebensabschnitt.

Der schönste Augenblick in seinem skifahrerischen Leben war ohne Zweifel der Gewinn der olympischen Silbermedaille. Er wusste am Anfang, nicht, was besonders daran war, war er doch als Außenseiter in das Rennen im Zeichen der fünf Ringe in Turin gegangen. Auch die Siege auf der Planai und die kleine Kristallkugel sind große Momente für Reinfried Herbst. Auch wenn man kein Rennen simulieren kann, fällt ihm nichts ein, was er anders machen hätte können. Vielleicht wollte er mehr Siege einfahren, doch der Hang zum Perfektionismus stand dem Salzburger manchmal im Weg. Zehn chirurgischen Eingriffen (neun am Knie) musste Herbst über sich ergehen lassen, aber trotzdem ist er immens stolz auf seine Leistungen, denn, wenn man im Sommer in keinem Kader steht und im darauffolgenden Olympiajahr mit zwei Teamkollegen auf dem olympischen Podest steht, ist das eine Geschichte, die einem erst einmal einer nachmachen muss.

Der Skirennsport ist sehr schnelllebig, sagt Herbst. Junge Leute kommen und gehen, andere schaffen mit 27 den Durchbruch. Die Leistungen von 2010 kann man mit denen von heute nicht mehr vergleichen. Sponsorengelder sind geringer geworden, und niemand kann dem 37-Jährigen weismachen, dass es den gegenwärtigen Athleten bessergeht als früher. Trotzdem steckt jeder immens viel in seine Trainings, um am Ende professionell zu wirken. Über den Noch-Teamkollegen Marcel Hirscher kann Herbst nur den Hut ziehen, den höchsten Respekt und Hochachtung aussprechen. Er arbeitet hart, intensiv und man kann glücklich sein, wie er die Kohlen aus dem Feuer holt. Er ist ehrgeizig, jedoch auch arbeitsam. Der Aufwand, den Herbsts Landsmann betreibt, ist fast schon unmenschlich.

Und was macht Reinfried Herbst nach der sportlichen Karriere? Er sortiert die Angebote, wägt klug ab und will noch nichts nennen, da er sich die eine oder andere Alternative offenhalten möchte. Im Trainersektor sieht er sich nicht so, doch man soll nie „nie“ sagen.  Dennoch möchte der kurz vor der Ski-Pension stehende Athlet nicht gleich wieder an den weißen Sport denken, der uns und ihm so viel gegeben hat. So ist er der Meinung, dass er auch ohne den Skisport auskomme.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quelle: www.laola1.at

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