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„Geburtstagskind“ Carmen Thalmann im Skiweltcup.TV Interview

© Gerwig Löffelholz / Carmen Thalmann wird 25 - Wir gratulieren!

© Gerwig Löffelholz / Carmen Thalmann wird 25 - Wir gratulieren!

Berg im Drautal – Man kann es auch als Zufall betrachten, dass das heutige Interview und unser Chronikauszug, Carmen Thalmann betreffend, genau auf den 25. Geburtstag der Kärntnerin fallen. Die Kärntnerin bestritt als Schülerin des Sport-Bundesoberstufenrealgymnasiums in Spittal an der Drau, an dem sie später das Abitur ablegte, ihre ersten FIS-Rennen. Zwei Jahre später wurde sie in den ÖSV-Nachwuchskader aufgenommen und bestritt in der Folge ihr Europacupdebüt. Im Skiwinter 2008/09 konnte sie auf der ganzen Linie überzeugen und gewann im Torlauf von Trysil ihr erstes Europacuprennen. Durch weitere Podestplätze und viele gute Resultate wurde sie Vierte in der Gesamt- bzw. Sechste in der Slalom- und Siebente in der Riesentorlaufwertung.

Kurz nach Weihnachten 2008 feierte die Kärntnerin beim Slalom von Semmering ihr Weltcupdebüt, schied jedoch im ersten Lauf aus. Bei den österreichischen Staatsmeisterschaften 2009 gewann sie in der Kombination die Silbermedaille. Auch ging sie bei der Junioren-WM an den Start. Hier erreichte Thalmann mit dem 15. Rang im Torlauf ihre beste Platzierung. In Funäsdalen konnte sich die stets gut gelaunte Athletin über ihren zweiten Erfolg im Rahmen eines Europacuprennens freuen. Am Ende, die Europacupwertung 2009/10 betreffend, schloss die Skirennläuferin mit den Rängen drei in der Slalomliste bzw. sechs in der Super-Kombi-Liste ab.

Der März 2010 war für die Sportlerin aus dem südlichsten Bundesland der Alpenrepublik sehr erfolgreich. So siegte sie bei den österreichischen Meisterschaften in der Super-Kombination. Und im Slalom musste sie sich nur von Marlies Schild geschlagen geben. Durch ihre guten Leistungen stieg sie vom B- in den A-Kader des ÖSV auf. Im Folgemonat zog sich Thalmann beim Fußballspiel einen Kreuzband- und Meniskusriss im rechten Knie, so dass ein Training nicht möglich war und eine lange Reha auf dem Programm stand. Die Skirennläuferin biss die Zähne zusammen und fuhr nach einigen FIS-Rennen wieder im Europacup und hatte beim Rennen in Soldeau im Pyrenäenstaat Andorra wiederum die Nase vorne. In der Summe belegte sie erneut den dritten Rang in der Disziplinenwertung. Dazu gesellte sich der sechste Platz in der Gesamtwertung.

Die Monate November und Dezember 2011 haben Carmen-Thalmann-Fans lebhaft in Erinnerung. So fuhr sie beim Torlauf in Aspen als 23. erstmals in die Punkteränge und wenige Wochen später zeigte sie mit dem neunten Platz im französischen Courchevel erstmals ihr ganzes Talent. Bei der Heim-WM 2013 in Schladming war die Kärntnerin in den Einzeldisziplinen nicht dabei. Beim Mannschaftsbewerb wurde sie nur im Viertelfinale eingesetzt. Das beste Weltcupresultat Thalmanns ist ein siebter Rang, eingefahren wiederum in Courchevel, eine Woche vor Heiligabend 2013. In der Summe kam die ÖSV-Skirennläuferin viermal unter die besten Zehn. Im Januar dieses Jahres fuhr die Sportlerin, die auch bei einem Nor-Am-Cup-Einsatz unter die besten Drei kam, im Europacup-Riesenslalom im italienischen Sestriere der Konkurrenz auf und davon und sicherte sich somit ihren vierten Sieg bei einem Rennen in der kontinentalen Klasse.

© Kraft Foods / Carmen Thalmann

© Kraft Foods / Carmen Thalmann

Im Interview sprach Thalmann über das heutige Rennen, die Charakterzüge ihrer Kärntner Landsleute, das allzu frühe Karriereende ihrer einstigen Teamkollegin Jessica Depauli, einen eventuellen Start in der Abfahrt und vieles mehr. Auch die bekannten Fragen im Schnelldurchlauf sind dabei. Überdies wollen wir von skiweltcup.tv der charismatischen Skirennläuferin Carmen Thalmann alles Gute zu ihrem 25. Geburtstag aussprechen und hoffen, ihr mit diesem kleinen Präsent, dem Interview also eine kleine Freude gemacht zu haben.

skiweltcup.tv: „Carmen, derzeit befindest du dich inmitten deines Sommertrainings. Was dürfen wir über deine vergangenen und zukünftigen Trainingseinheiten in Erfahrung bringen, und worauf legst du besonders Wert?“

Carmen Thalmann: „Wir befinden uns gerade in Neuseeland. Im Vordergrund steht vor allem die Verbesserung meiner Technik, jedoch will ich auch die Sicherheit im Slalom zurück gewinnen.“

skiweltcup.tv: „Kurz vor Weihnachten 2013 hast du mit dem siebten Rang beim Slalom im französischen Courchevel dein bisher bestes Ergebnis im Weltcup erzielt. Wirst du im kommenden WM-Winter 2014/15 wieder dieses Resultat erreichen oder gar verbessern?“

Carmen Thalmann: „Mein Ziel ist es ganz oben zu stehen und daher erhoffe ich mir schon, das da noch einige bessere Ergebnisse als der 7.Platz dazu kommen werden.“

skiweltcup.tv: „Vielen sind noch die lustigen Videos und Momente mit deiner einstigen Teamkollegin Jessica Depauli in lebhafter Erinnerung. Bist du noch traurig, dass sie – so früh – ihre Skier an den Nagel gehängt hat, und wer ist die gegenwärtige Stimmungskanone im ÖSV-Damenteam?“

Carmen Thalmann: „Natürlich finde ich es schade, dass sie so früh dem Schirennsport den Rücken gekehrt hat, jedoch weiß ich das es ihr mit ihrer Entscheidung sehr gut geht. Mit Alexandra Daum habe ich aber auch einen guten Ersatz gefunden, wir ergänzen uns sehr gut und ihre ruhige Art schätze ich sehr.“

© Gerwig Löffelholz / Carmen Thalmann & Wendy Holdener

© Gerwig Löffelholz / Carmen Thalmann & Wendy Holdener

skiweltcup.tv: „Hattest du in deiner Jugend ein Idol, das dich sowohl sportlich auch als auch menschlich sehr überzeugt hat? Wenn ja, wer war das, und warum?“

Carmen Thalmann: „In meiner Jugend war ich ein großer Fan von Michaela Kirchgasser. Nicht nur ihre sportlichen Erfolge, sondern vor allem ihre lockere und lustige Art haben mir sehr imponiert.“

skiweltcup.tv: „Ist es ein Vorteil oder ein Nachteil, wenn du aus einem skiverrückten Bundesland Kärnten kommst und viele dich möglicherweise auf die Erfolge deiner Landsmänner Franz Klammer und Matthias Mayer angesprochen?“

Carmen Thalmann: „Ich liebe mein Land (lacht) Ich finde es super das wir in unserem Land so große Sportpersönlichkeiten haben. Die Erfolge von Matthias, den ich persönlich gut kenne,  motivieren mich natürlich und ich hoffe, dass ich es ihm irgendwann nachmachen kann.“

skiweltcup.tv: „Wärest du, wenn du nicht alpine Skirennläuferin geworden wärest, irgendwo anonym in der Berufswelt gelandet?“

Carmen Thalmann: „Als ich noch jünger war, war mein großer Traum immer Profifußballerin zu werden, wenn es also mit dem Skifahren nichts geworden wäre, hätte ich sicherlich dieses Ziel verfolgt.“

skiweltcup.tv: „Vor nunmehr fünf Jahren hast du in Spittal an der Drau das Sport Oberstufenrealgymnasium mit dem Abitur abgeschlossen. Wie wichtig ist es für dich, eine solide Ausbildung zu haben?“

Carmen Thalmann: „Sehr wichtig, nach meiner Karriere möchte ich natürlich auch im normalen Berufsleben erfolgreich sein, mit einem guten Abschluss findet man dort meiner Meinung nach, sicherlich leichter Anschluss. Mit dem Sportborg Spittal habe ich aber auch eine super Wahl getroffen, die große Unterstützung in der Schule und auch im Sport haben mich schlussendlich auch so weit gebracht.“

skiweltcup.tv: „Du bist in Kärnten, dem südlichsten Bundesland Österreichs zuhause. Welche positiven Charakterzüge weisen Frau und Herr Kärntner auf, die an deinem Beispiel sofort zur Geltung kommen?“

Carmen Thalmann: „Wir Kärntner sind die lustigsten unter allen Österreichern. (lacht)“

skiweltcup.tv: „Carmen Thalmann als Skirennläuferin in der Selbstkritik: Welche Stärken zeichnen dich aus, und welche Schwächen willst du gerne im Hinblick auf den herannahenden WM-Winter zu deinen Stärken machen?“

Carmen Thalmann: „Zu meinen Stärken zähle ich meinen Ehrgeiz und auch meinen Sturkopf, diese beiden Eigenschaften haben mich schon sehr weit gebracht. Meine große Schwäche ist mein geringes Selbstvertrauen.“

skiweltcup.tv: „Aufgeben tut man nur einen Brief! Carmen, wieso kann dieses oft gewählte Motto auch von dir stammen?“

Carmen Thalmann: „Vielleicht nicht direkt von mir aber von meinen Eltern, die haben mir dieses Motto immer wieder mit auf den Weg gegeben.“

skiweltcup.tv: „Derzeit bist du in den technischen Disziplinen Slalom und Riesentorlauf daheim. Könntest du dir eines Tages auch einen Start in den Speedbewerben Abfahrt und Super-G vorstellen, vorausgesetzt das Trainingspensum lässt es zu?“

Carmen Thalmann: „Abfahrt wird sicherlich nie ein Thema sein. Die Frage ob ich mal im Super-G starten werde, lass ich mir offen, man weiß ja nie.“

© Kraft Foods / Carmen Thalmann

© Kraft Foods / Carmen Thalmann

skiweltcup.tv: „Jetzt kommen wir zu den zehn Fragen im Schnelldurchlauf. Bitte antworte immer mit Ja oder Nein, ein Jein ist ausnahmsweise auch erlaubt. Bitte begründe kurz deine Antwort!“

1) Wirst du in der WM-Saison 2014/15 sowohl bei einem normalen Weltcuprennen als auch beim Höhepunkt im Februar in Vail/Beaver Creek unter die besten Drei fahren?

Ja, wenn ich da Nein antworten würde, bräuchte ich nicht zu trainieren.

2) Sind die Kärntnerinnen die erotischsten Frauen in Österreich?

Ja, aber natürlich.

3) Musstest du einmal einen Sieg in deiner Skilaufbahn (inkl. Jugend- und Europacuprennen) teilen?

Nein, zumindest weiß ich jetzt auf die Schnelle keinen.

4) Würdest du die Einführung eines Paralleltorlaufs als eigenständiger Weltcupdisziplin mit Kristallkugel begrüßen?

Nein, ich finde diesen Event als Teambewerb besser.

5) Musst du als Sportlerin auf deine Ernährung achten, oder gönnst du dir ab und zu einen saftig-leckeren Hamburger mit einer Portion Pommes Frites mit Ketschup und Mayonnaise?

Jein, Ernährung ist für jeden Sportler natürlich wichtig, ich aber sündige auch gerne.

6) Würdest du gerne einmal mit Abfahrtsolympiasieger Matthias Mayer in einem Aufzug stecken bleiben?

Ja, natürlich wer will das nicht.

7) Glaubst du an Gott, und teilst du die Ansicht, dass oftmals der Glauben „Berge versetzen“ kann?

Ja, ich bin ein sehr gläubiger Mensch, das Beten gehört zu meinem Leben dazu.

8) Ist es im Sinne des Teamgeists auf Dauer zielführend, wenn du wie Lara Gut beispielsweise einen individuellen Trainer hättest?

Nein, ich bin ein Teammensch, alleine würde mir wahrscheinlich schnell langweilig werden.

9) Hast du ein besonderes Hobby, das nicht alltäglich ist, und das du zur Entspannung und Erholung ausübst?

Nein, ich mache alle Arten von Sport, aber nichts Außergewöhnliches.

10) War, wenn du zurückblickst, die vor nicht allzu langer Zeit durchgeboxte Materialreform – gerade in den technischen Disziplinen – der richtige Weg?

Jein, ob es verletzungsbedingt etwas gebracht hat weiß ich nicht, für mich jedoch war es sicherlich ein Vorteil, ich fühle mich sehr wohl mit dem neuen Material.

skiweltcup.tv: „Nun noch zwei abschließende Fragen: Welche Sportart hättest du jetzt ausgeübt, wenn du nicht den Weg einer Skirennläuferin eingeschlagen hättest?“

Carmen Thalmann: „Ich hätte mich dem Profifußball gewidmet!“

skiweltcup.tv: „Wo siehst du dich in zehn Jahren, sportlich wie privat?“

Carmen Thalmann: „In zehn Jahren hoffe ich, dass ich alle meine sportlichen Ziele erreicht habe und Teil meiner eigenen kleine Familie bin.“

Bericht und Interview für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner          

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