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Gesamtweltcupsiegerin Lara Gut wird 25, wir gratulieren!

© HEAD / Lara Gut (SUI)

© HEAD / Lara Gut (SUI)

Comano – Die charismatische Gesamtweltcupsiegerin der abgelaufenen Saison 2015/16 wird heute 25 Jahre alt. Sie ist in den schnellen Disziplinen, aber auch im Riesentorlauf und in der Kombination sehr erfolgreich. Bei Welttitelkämpfen gewann sie bisher drei Silbermedaillen und eine Bronzemedaille. Nun hofft sie, dass sie bei der Heim-WM in St. Moritz ihre Träume vergoldet. Bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi belegte sie einmal den dritten Rang. Außerdem siegte sie 2008 im Alter von 17 Jahren in einem Super-G. Noch nie war eine Premierensiegerin in der zweitschnellsten Disziplin im Weltcup so jung wie sie. Die Rede ist von der Eidgenossin Lara Gut.

Der Beginn ihrer sportlichen Laufbahn verlief kometenhaft. Im Jahr 2006 gewann sie beim Trofeo Topolino den Slalom. Mit 15 Jahren bestritt sie ihre ersten FIS-Rennen. Kurze Zeit später gewann sie zweimal in Folge die Silbermedaille bei der Junioren-WM-Abfahrt. Zudem sicherte sich als zweitjüngste Athletin aller Zeiten einen Schweizer Meistertitel. Das war 2007 im Super-G der Fall.

Im Europacup belegte die talentierte Tessinerin in der Saison 2006/07 den zweiten Rang in der Abfahrtswertung. Im Folgejahr sicherte sie sich in den Wertungen der Speeddisziplinen den ersten Rang und auch den ersten Platz in der Gesamtwertung. Im Dezember 2007 debütierte sie im Weltcup. Beim Riesentorlauf in der Dolomitenstadt Lienz kam sie nicht ins Ziel. Bei ihrer ersten Abfahrt, die sie in St. Moritz 2008 bestritt, wurde sie auf Anhieb Dritte, obwohl sie kurz vor der Ziellinie stürzte und sogar einen möglichen Erfolg verschenkte. Trotzdem gewann sie die Wahl zur schweizerischen Nachwuchssportlerin des Jahres.

Bei der Weltmeisterschaft 2009 in Val d’Isère gewann sie sowohl in der Super-Kombination als auch in der Abfahrt die Silbermedaille. Im Super-G fuhr sie auf Platz sieben, im Riesentorlauf sah sie im ersten Durchgang nicht das Ziel. Die erste richtige Saison im Konzert der Großen war demnach sehr erfolgreich, am Ende schaute ein elfter Rang in der Weltcupwertung heraus.

Im Herbst 2009 zog sich die aufstrebende Tessinerin bei einem Riesentorlauftraining eine Luxation der rechten Hüfte zu. Da sie nach einem chirurgischen Eingriff die ganze Saison auslassen musste, war sie auch nicht bei den Olympischen Winterspielen im kanadischen Vancouver mit von der Partie. Nach der langen Verletzungspause meldete sie sich kurz vor Weihnachten 2010 mit einem Podestplatz wieder zurück. Ein Streit mit dem schweizerischen Verband mit einer Sperre von zwei Rennen sorgte für mediales Interesse, weil Gut das Ganze sogar vor den Internationalen Gerichtshof bringen wollte. Bei den Welttitelkämpfen 2011 in Garmisch-Partenkirchen schrammte die Eidgenossin, die auch als Filmschauspielerin tätig war, in beiden Speeddisziplinen als jeweils Vierte zweimal am Podium vorbei und musste sich mit „Blech“ zufriedengeben.

Im Ski-Winter 2011/12 lief es für Lara Gut nicht so nach Wunsch. Sie wechselte ihren Skiausrüster und hatte mit ein paar Anpassungsproblemen zu kämpfen. Als Allrounderin fuhr sie fast in allen Rennen. Bei den sechs Slaloms, bei denen sie an den Start ging, kam sie nie ins Ziel. Überhaupt konnte sie nie auf das Podest fahren. In der Folgesaison ließ sie den Torlauf aus. Somit kamen die Erfolge wieder, im WM-Super-G von Schladming, der vom schweren Sturz der US-Amerikanerin Lindsey Vonn überschattet wurde, gewann sie ihre dritte WM-Silbermedaille.

In der Saison 2013/14 schaffte die Schweizerin den endgültigen Durchbruch. Zuerst gewann sie den Riesenslalom am Rettenbachferner im Ötztal. Sie beendete eine lange sieglose Serie für die Schweizer Damen in dieser Disziplin. Außerdem gewann sie von den ersten vier Rennen drei. Das war nur Petra Kronberger aus Österreich Anfang der 1990er-Jahre gelungen. Gut führte überlegen im Weltcup, doch konnte sie ihre Form nicht ganz halten, weil sie im Riesentorlauf oft ausfiel und somit die Möglichkeit, viele Zähler zu sammeln, ausließ. Kurz vor den Olympischen Winterspielen in Sotschi, dessen Vergabe sie durch die Instrumentalisierung zwischen Sport und Politik kritisierte, kehrte die Eidgenossin wieder in die Erfolgsspur zurück. Bei den Spielen in Russland belegte sie in der Abfahrt den dritten Platz. Am Ende fehlte ihr eine Zehntelsekunde auf das siegreiche Duo, welches aus ihrer Teamkollegin Dominique Gisin und der Slowenin Tina Maze bestand. Da die Ergebnisse im Weltcup wieder besser wurden, belegte sie am Ende des Winters den dritten Rang.

Die Saison 2014/15 war eher durchwachsen. Bei der alpinen Ski-Weltmeisterschaft in Vail/Beaver Creek schwang die Schweizerin als Dritte in der Abfahrt ab. Zwei Rennen konnte sie im Weltcup gewinnen, aber am Ende sah sie sich nur auf dem neunten Platz in der Gesamtwertung wieder.

Im Anschluss an den WM-Winter 2014/15 wechselte sie erneut das Material und ließ sich von Skifuchs Didier Cuche beraten. Nach dem vierten Rang in Sölden und durchwachsenen Resultaten in Lake Louise steigerte sich Lara Gut immer mehr und sicherte sich unter anderem die Kombination in Val d’Isère. Seit 1989 hatte keine Eidgenossin mehr in dieser Disziplin gewonnen. Vor Weihnachten lag sie in der Gesamtwertung vor Lindsey Vonn. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, denn einmal lag die eine Athletin und einmal die andere vorne. Das brisante Duell wurde erst durch einen Sturz der US-Amerikanerin entschieden, die sich beim Rennen in Andorra kurz vor Saisonende durch einen Sturz einen dreifachen Bruch des Schienbeinkopfes zuzog. Somit eroberte Gut die große Kugel und darüber hinaus auch den ersten Rang in der Super-G-Wertung. Erstmals seit der Saison 1994/95 konnte sich die Schweiz über einen Damensieg in der Gesamtwertung freuen.

Wir von skiweltcup.tv wünschen der ehrgeizigen Athletin, die im Sommer mit einem individuellen Team arbeitet und als Sprachentalent gilt, alles Gute zu ihrem heutigen Geburtstag. Darüber hinaus freuen wir uns, wenn wir über Gut immer gut berichten können. Der Gesamtweltcupsieg in der letzten Saison zeigt, dass man mit Akribie und viel Einsatz viel erreichen kann. Oft wurde die Eidgenossin als schlampiges Talent dargestellt, doch der Gewinn der großen Kristallkugel hat hoffentlich wohl die letzten Kritiker mundtot gemacht.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

 

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