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Gestatten, Thomas Dreßen, deutscher Skistar der Zukunft

© Gerwig Löffelholz  /  Thomas Dreßen

© Gerwig Löffelholz / Thomas Dreßen

Mittewald – Der Jungstar Thomas Dreßen ist eine deutsche Zukunftshoffnung im Riesentorlauf. Als 30. konnte er sich für den zweiten Lauf beim Riesentorlauf bei der Junioren-WM in Roccaraso qualifiziert. Doch dann folgte ein Husarenritt der besonderen Art und der Mittewalder holte Platz um Platz auf und belegte am Ende den zweiten (!) Endrang hinter dem Norweger Henrik Kristoffersen. www.FISAlpine.com hat sich mit dem 18-jährigen Athleten aus Bayern über seine noch junge Karriere unterhalten.

Thomas, wenn du den 7. März 2012 (Tag der Riesentorlaufentscheidung) noch einmal abrufst, was geht dir beim zweiten Lauf durch den Kopf?

Anfangs habe ich mich nicht um den zweiten Lauf gekümmert, da ich im ersten Durchgang einen großen Fehler gemacht hatte. Zudem glaubte ich nicht, das Rennen mit einem guten Ergebnis zu beenden. So entschied ich mich, mein Bestes abzurufen und einfach nur Spaß zu haben.

Du hattest einen tollen zweiten Lauf, und es sah fast so aus, als würdest du das Rennen gewinnen, bis Henrik (Kristoffersen, Anm. d. Red.) dir den ersten Platz wegnahm. Was hast du dabei gedacht?

Als ich im Ziel war, dachte ich: „Wow, was für ein zweiter Lauf!“ Ich hatte mir einen guten Platz am Ende des Rennens erträumt, aber ich wusste nicht, dass dies möglich wäre.

Du sprachst zu Reportern, dass die Wetter- und Streckenbedingungen nach dem zehnten Läufer im zweiten Durchgang wahrscheinlich nicht fair waren. Was hast du genau gesagt?

Ja, das ist richtig. Es ist wahr, dass die Bedingungen mir geholfen haben. Nach ein paar Tagen dachte ich über das Rennen nach und kam zum Punkt, dass es schön war, da ich einen großen Schnitzer im ersten Lauf hatte. Auch andere fanden im zweiten Durchgang gute Bedingungen vor, konnten diese aber nicht nutzen.

Du sagtest, dass du froh warst, dass Henrik Kristoffersen das Rennen gewonnen hat. Ist das wahr und warum hast du das gesagt?

Ich sagte dies, weil gerade jetzt Henrik einer der besten Fahrer in unserer Altersklasse ist. Ich weiß, dass er sich diesen Erfolg verdient hat.

Sind Henrik und du Freunde?

Ich würde sagen, wir kennen einander und ich mag seine Mentalität. Also ja, ich würde sagen, dass wir Freunde sind.

Du sagtest auch, dass vom Gefühl her das Glück, auch während des Rennens, auf deiner Seite war. Ist das auch wahr?

Ja, man muss immer Glück haben, um einen guten Platz zu erreichen. Doch manchmal braucht man das Glück und ab und zu eben nicht.

Im zweiten Lauf hattest du dann enormes Glück. Der einwandfreie zweite Durchgang ist ein Beweis, einverstanden?

Ich würde dem zustimmen, weil ich gute Bedingungen vorfand. Ich habe mir auch diese verdient, und es ist nicht so einfach, wie es klingt.

Viele Leute waren sehr zufrieden mit dem, wie du mit dem zweiten Platz umgegangen bist. Sie waren von deinem Charakter beeindruckt, da du ein echter Sportsmann bist. Wie fühlst du dich dabei?

Ich bin sehr stolz, weil ich immer erfolgreich und so fair wie möglich sein wollte. Meine Eltern lehrten mir diese Art und ich bin ihnen dankbar.

Wie lange denkst du, dauert es, um ein guter Sportler zu sein?

Du musst nur auf dich selbst schauen und nicht auf das, was andere Leute über dich sagen. Das heißt, dass du zwar auch anderen Menschen helfen musst, wenn sie nicht gut sind. Weiters musst du aber auch das Glücksgefühl mit den Menschen, die schneller waren, teilen. Sie geben alles, was sie können, um in ihrer Sportart erfolgreich zu sein. Aber man muss auch akzeptieren, wenn jemand besser ist als ich.

Viele Skirennläufer haben mir bei zahlreichen Gelegenheiten gesagt, dass Skirennen eine Freiluftsportart ist und manchmal die Wetterbedingungen manchmal helfen und bisweilen nicht. Stimmst du dem zu?

Ja, das ist wahr.

Du hattest auch Top-10-Platzierungen in der Abfahrt, im Super-G und in der Kombination in Roccaraso. Spielte das Glück in diesen Rennen auch eine Entscheidung?

Ja, selbstverständlich. Das Glück, wie ich bereits erwähnte, spielt immer eine Rolle im Sport. Man muss immer das Beste aus sich herausholen, was man kann. Zudem muss man bis zum Ende einen kühlen Kopf bewahren.

Du bist ein vielseitiger und talentierter Allrounder. Siehst du dich so?

Ja, es gibt keine Disziplin, die ich nicht mag. Ich mag alle, und möchte auch alle fahren.

Du hattest einen zweiten Platz im Europacuprennen in Reinswald/Sarntal erreicht. Ist – seit der letzten Saison – Italien ein Glückspflaster oder hattest du dort einfach gute Skier?

Beides.

Was ist das Wichtigste, was du aus der letzten Saison gelernt hast?

Man muss immer an seine Fähigkeiten glauben, auch wenn es bei ein paar Rennen nicht rund läuft.

Wo wirst du die meisten deiner Rennen in der kommenden Saison bestreiten? Im Europacup?

Ja, ich werde die meisten Rennen in Europa bestreiten, denn jedes Rennen ist eine neue Herausforderung?

Und was ist dein größtes Ziel für den bevorstehenden Skiwinter?

Eigentlich habe ich mir kein besonders Ziel gesteckt. Natürlich sind die Junioren-Weltmeisterschaften in Kanada ein Ziel, und es wäre ein Traum, dort zu fahren?

Welches ist dein Vorbild, mit dem du aufgewachsen bist?

Hermann Maier.

Wenn du mit einem anderen Skifahrer aus der Vergangenheit oder der Gegenwart in einem Sessellift fahren würdest, wer wäre das? Und über was würdest du mit ihm sprechen?

Ich würde gerne mit Hermann Maier den Berg hinauffahren. Er ist für mich mehr als nur ein Sportler. Er hat mir gelehrt, wie man in schwierigen Zeiten arbeiten kann und wie man mit extremen Situationen umgeht. Ich würde ihn fragen, wie er schwierige Situationen gemeistert hat.

Welches ist der beste Rat, den dir jemand bei Skirennen auf den Weg mitgegeben hat?

Man soll immer Spaß haben und man ist am besten beraten, wenn man nicht darauf achtet, was andere Leute über einen sagen. Ich befolge von klein auf diesen Rat, und er stammt von meinem Vater.

Hast du einen Ratschlag für andere junge Rennfahrer?

Ich würde ihnen das gleiche sagen, was mein Vater zu mir gesagt hat.

Was machst du gerne, wenn du nicht auf Skiern unterwegs bist?

Ich hänge mit meinen Freunden rum, schwimme gerne und bin mit dem Rad unterwegs. Ab und zu grille ich auch gerne und mache ganz normale Dinge, die jeder Mensch gerne macht.

Skifahrer werden oft als Adrenalin-Junkies bezeichnet. Genießt du auch andere gleichgestrickte Sportarten?

Noch nicht, aber es gibt Sportarten, an denen ich interessiert bin, aber ich habe sie noch nicht ausprobiert.

Was machst du, um dich zu entspannen?

Ich schwimme in der Früh in einem See und liege dann in der Sonne. Auch schaue ich gerne lustige Filme an.

Ich bin noch nie einem Deutschen begegnet, der nicht fußballverrückt ist. Bist du auch ein Fan, und für welche Mannschaft schlägt dein Herz?

Natürlich bin ich ein Fußballanhänger, und meine Lieblingsmannschaft ist der FC Bayern München.

Hast du auch einen Urlaub genossen, nach der bzw. vor der Saison?

Noch war ich nicht im Urlaub. Es war einfach keine Zeit vorhanden, einen Urlaub oder eine Pause zu machen.

Was kannst du uns abschließend über die Sommertrainingslager berichten?

Das bisherige Training verlief sehr gut und ich hoffe, weiterhin gesund zu bleiben.

Den Originalbericht lesen Sie unter: http://www.fisalpine.com/news/alpine-young-guns-thomas-dressen,1994.html

Bericht für www.fisalpine.com: Michael Mastarciyan

Übersetzung und Bearbeitung für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

 

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

 

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