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Jaba Gelashvili – Georgiens Antwort auf Marcel Hirscher

Jaba Gelashvili - Georgiens Antwort auf Marcel Hirscher

Jaba Gelashvili - Georgiens Antwort auf Marcel Hirscher

Er ist 18 Jahre alt, ist mit 14 Jahren nach Österreich übersiedelt, startete 2010 bei den Olympischen Winterspielen und bestreitet am Dienstag in Schladming beim Night Race sein 2. Ski Weltcuprennen.

Die Rede ist von Jaba Gelashvili. Wir wollen den sympathischen Georgischen Rennfahrer unseren Lesern näherbringen und ihn in diesem Jahr durch die Vorbereitung bis hin zur SKI WM 2013 in Schladming begleiten.

Wir würden uns freuen wenn auch die Besucher von Skiweltcup.TV am Dienstag , Jaba Gelashvili, die Daumen drücken würden.

Um den Georgier mit österreichischen Herz etwas näher kennenzulernen, stellte er sich Skiweltcup.TV zu einem Interview zur Verfügung.

Wer ist Java Gelashvili?

„Ich bin am 07.03.1993 in Borjomi (Georgien) geboren. Meine Mutter ist aus Schweden und mein Vater ist aus Georgien.“

Wie bist Du zum Skifahren gekommen?

„Mit 5 Jahren bin ich das erste Mal auf Ski gestanden, aber ich war nicht wie viele Andere von Geburt an Schifahrer. Bis zu meinem 8 Lebensjahr wollte ich Schwimmer werden, aber wegen meinen Leistungen bei den Jährlichen Georgischen Ski Landesmeisterschaften, die ich rein aus Spaß gefahren bin, wurde ich von der Georgischen Skinationalmannschaft zum Training ins schöne Zillertal eingeladen und dort hat auch meine “Karriere“ als Rennläufer angefangen.“

Dann war es also Liebe auf dem ersten Blick mit dem Skifahren?

„Es war nicht leicht, die Kälte und der Gletscher haben mir überhaupt nicht zugesagt und ich wollte wieder Schwimmen, bis ich Bode Miller das erste Mal im Fernseher gesehen habe. Da ist mir ein Licht aufgegangen und ich wollte nichts anderes mehr machen als die Burschen im Weltcup.“

Was haben deine Eltern dazu gesagt?

„Natürlich war es keine leichte Entscheidung für meine Eltern ihren 8 Jährigen Sohn alleine ins Ausland zu schicken aber da meine Eltern sowieso den Umzug nach Prag planten, war alles Ideal für mich.

Mit 11 Jahren war dann der Zeitpunkt wo ich mich eindeutig entscheiden musste ob Skifahren das  ist was ich für immer machen will und um diese Entscheidung zu erleichtern sind wir, ich und Papa nach Tignes gereist um dort mit einer Schirennschule zu trainieren und sie sollten uns dann sagen ob ich Talent habe oder nicht. Nach dem ich den Französischen  Kindermeister um einiges besiegt hatte, war die Sache für uns klar, ich werde Schirennläufer.“

Wie ging es weiter mit Schule und Sport ?

„Mit 11 Jahren sind wir nach Prag gezogen wo ich eine Britische Privatschule besucht habe weil es meiner Mutter sehr wichtig war dass ich eine gute Schulausbildung bekomme. Weil es auch im Interesse der Schule war dass sie erfolgreiche Sportler haben bekam ich auch die Möglichkeit um genug zu trainieren.“

Wie war deine Entwicklung in der Prager Zeit ?

„Die ersten 2 Jahren im Schülerbereich waren sehr gut für mich, ich war Tschechischer Meister, Sieger des Czech-Cups und in den internationalen Rennen wie Trofeo Topolino in Italien die als Schülerolympiade gilt, war ich Jahrgangsbester und auch nicht weit von den älteren Jungs entfernt.

Mit 14 Jahren haben wir gesehen dass ich in Tschechien nicht besser werden kann also haben wir nach einer Alternativen in Österreich gesucht. Thomas Reiter, der Spartenleiter in Schigymnasium Stams hat für mich einen Trainer gefunden, Hans Jenewein, der mit seinem Freund Georg Messner (beide aus Tirol) sich bereit erklärten  mich zu trainieren. Meine Eltern lebten und leben weiterhin in Prag.“

Wie war dein Einstand in Österreich?

„Beim Landescup in Tirol sah die Sache ganz anders aus als in Tschechien, da ich keine ÖSV Punkte hatte, musste ich immer mit der letzten Startnummer fahren und konnte natürlich nicht so erfolgreich sein wie ich es „leider“ schon gewohnt war.“

Wie lange hat es gedauert bist du den sportlichen Anschluss gefunden hast ?

„Im letzten Schülerjahr war ich dann schon besser, ich hatte ein paar Siege im Slalom und im Riesentorlauf sah es auch nicht schlecht aus. Auch die Ergebnisse bei den Internationalen Rennen waren ganz gut.“

Du hast dann die Skischule Stams besucht ?

„Richtig, Mit der Aufnahme in Stams war auch die Schülerzeit vorbei, ich war bereit für mein erstes FIS-Jahr. Aber leider habe ich mir beim Training auf dem Stubaier Gletscher das Innenband gerissen und die Saison war für mich fast gelaufen, ich bin zwar zum Schluss ein paar Rennen gefahren aber ich konnte natürlich nicht so gut wie die Anderen in meinem Alter fahren, da sie schon viel weiter mit den Punkten waren.“

Jetzt bist Du in Schladming zuhause?

„Die Stamser Atmosphäre war mir etwas zu angespannt und zu stur. Ich kannte damals ein paar Jungs aus dem Steirischen Kader und die haben mir mit dem Wechsel von Stams nach Schladming geholfen.“

Jaba Gelashvili war mit 16 Jahren bei den Olympischen Spielen 2010 in Vancouver am Start

Jaba Gelashvili war mit 16 Jahren bei den Olympischen Spielen 2010 in Vancouver am Start

Du hast dir dann einen Traum erfüllt von dem viele ein Leben lang nur träumen – Du bist bei den Olympischen Spielen 2010 in Vancouver gestartet.

„Ja – wobei ich diese Großereignis fast verpasst hätte. Die Vorbereitung lief super, ich war gut drauf und dann passiert es in Matrei i. Osttirol, bei einem Super-G hab ich einen Schlag erwischt und mir das Knochenmark gestaucht, 7 Wochen Pause und das kurz vor Olympia. Eine gute Therapie bewirkten ein Wunder, nach 4 Wochen war ich auf den Schiern und war auch für Vancouver aufgestellt.“

Wie waren deine Erfahrungen bei den Olympischen Spielen

„Ein Traum wurde für mich wahr. Ich, 16 Jahre jung und ein Teilnehmer bei den Olympischen Winterspielen. In Vancouver bin ich dann gar nicht einmal so schlecht gefahren, im RTL war ich 50er und im Slalom bin ich leider im 1. Durchgang ausgeschieden. Aber die Erfahrung kann mir keiner wegnehmen.“

Wie ging es nach Olympia 2010 weiter für dich ?

In der folgenden Saison wurde ich von Christian Reif, der ehemaliger ÖSV Damentrainer war, trainiert. Er sollte mir helfen meinen Traum zu verwirklichen. Diesmal war es eine Saison ohne Verletzungen und es lief auch nicht schlecht. Leider musste ich mich zu Saisonende aus organisatorischen Gründen von Christian trennen.

Wer ist jetzt dein Trainer ?

Markus Sparber, der 11 Jahre lang ÖSV Herrentrainer war, wollte einen jungen Sportler mit guten Perspektiven und da kam ich ins Spiel. Seit April 2011 arbeiten wir zusammen. Ich, ein motivierter Sportler der viel aufzuholen hat und mein Trainer der für mich eine gute Zukunft sieht.

Wie schauen deine Ziele für die nächsten Jahre aus ?

Zunächst einmal Europacuprennen fahren und so viel wie möglich Punkte sammeln. Auch im Ski-Weltcup werde ich einige Rennen bestreiten können. Ansonsten ist die WM 2013 in Schladming mein größtes Ziel.

Siehst Du Schladming auch als Heim WM ?

Ich bin mit 14 endgültig nach Österreich gezogen und fühle mich sehr wohl und will auch hier nicht mehr weg. Also ganz klar gesagt, es ist eine WM in meiner neuen Heimat.

In welchen Disziplinen siehst du deine Zukunft ?

Ich will mich jetzt noch nicht festlegen ob Slalom oder Riesentorlauf. Aber ich bin auf jeden Fall in den technischen Disziplinen zuhause.

Welche Vorbilder hast Du ?

Hermann Maier im allgemeinem aber zurzeit vor allem Ted Ligety.

Wie würdest du deinen Fahrstill im Slalom bezeichnen?

Mein Stil geht ziemlich in die Richtung der Schweden.  Aber ich bin körperlich klein und sehr spritzig also sieht es sehr Hirscher ähnlich aus. Auf jeden Fall sind Schräglagen mein Ding  .

Am Dienstag startest Du in Schladming beim Night Race zu deinem 2. Weltcup Rennen und das vor deinem Heimpublikum.

Schladming wird für mich eine Wahnsinns Erfahrung und ich freue mich sehr. Es wird ein Riesenspaß vor dem „Heimpublikum“ zu fahren! Niemand erwartet was von mir also kann ich einfach schnell Schifahren und die Atmosphäre genießen.

Wir, Skiweltcup.TV wünschen Dir für Dienstag ALLES ALLES GUTE und freuen uns darauf, dich auf deinen Weg nach Schladming 2013 begleiten zu dürfen.

 

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