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Janica Kostelic: „Es ist schön, auf der anderen Seite zu sein“

© Claudia Egger - Janica & Ivica Kostelic

© Claudia Egger - Janica & Ivica Kostelic

Die kroatische Skilegende Janica Kostelić, vierfache Olympiasiegerin und fünffache Weltmeisterin hält viele Rekorde. In Erinnerung sind die drei Goldmedaillen, die sie in Salt Lake City bei den Olympischen Winterspielen erreichte. Im Weltcup gewann sie 30 Rennen und konnte dreimal den Gesamtweltcup für sich entscheiden.

Im Jahr 2006 gelang ihr als dritte Athletin, nach Pernilla Wiberg aus Schweden und Petra Kronberger aus Österreich, mindestens ein Sieg in jeder Disziplin. Im darauffolgenden Jahr beendete Kostelic, erst 24-jährig, aufgrund starker Rücken- und Knieschmerzen ihre noch junge Karriere.

Es ist still geworden um Janica. So waren Interviews mit der Schwester von Ivica Kostelić Mangelware. Für die FIS stand die kroatische Skigröße jedoch Rede und Antwort.

Janica, was hast du nach deinem Rücktritt vom alpinen Skizirkus im Jahre 2007 gemacht? Was dürfen wir über dein Leben nach dem Skisport in Erfahrung bringen.

Das Leben ist großartig (lacht). Es ist alles immer irgendwie in Bewegung. Ich versuche mich zu beschäftigen, sondern versuche auch, mich mit den Dingen auseinanderzusetzen. Ich genieße die Zeit mit Freunden und Familie. Professionell gesehen bin ich immer noch etwas auf Schnee unterwegs, weil die meiste Zeit mit dem kroatischen Herrenskiteam unterwegs. So unterstütze ich meinen Bruder Ivica und berate ihn.

Was war das Härteste, das du nach deinem frühen Rücktritt erlernen musstest?

Die Routine im „normalen“ Leben.

Was war entscheidend, deine Karriere zu beenden?

Ich fühlte, dass ich genug vom Erfolg hatte. Ich war zufrieden mit dem, was ich erreicht habe und empfand keine Gier mehr, weitere Medaillen zu holen und Rekorde zu brechen.

Konntest du dich während deiner sportlichen Laufbahn für das Leben danach vorbereiten? Wenn ja, wie hat das ausgesehen?

Ich konnte mich nicht speziell auf das normale Leben vorbereiten. Ich nehme die Dinge, wie sie kommen, und ich plane nicht zu viel vor.

Bist du noch im Kontakt mit einigen Skirennläuferinnen, mit denen du gefahren bist?

In der heutigen Zeit ist es dank sozialen Netzwerken einfach, den Kontakt mit vielen Menschen, die mich begleitet haben und begleiten, aufrecht zu erhalten. Also danke ich Facebook, Twitter und allen anderen Medien (lacht).

Was ist an der historischen Rivalität mit der Schwedin Anja Pärson wahr?

Irgendwie wusste ich, dass diese Frage kommen würde (lacht). Die Rivalität war nicht so ernst, wie jeder meinte. Sie war eine Rivalin auf der Piste wie alle anderen auch, gegen die ich gefahren bin. Außerhalb der Piste war sie ein normaler Mensch, eine Freundin. Man konnte sie leicht unterhalten. Ferner konnte ich mit ihr auch lachen. Ich denke, alle Sportler sind in der Sache, die sie tun, begeistert. Während dem Wettbewerb entsteht eine gewisse, gesunde Rivalität.

Welche Athletinnen aus eurer Zeit würdest du gerne in Sotschi sehen, und warum?

Ein paar Mädchen aus meiner Generationen werden in Sotschi dabei sein. Gerne würde ich jene sehen, die ich wirklich bewundere und als Person mit Respekt bestehe. So wollen etwa Marlies Schild und Tanja Poutiainen Edelmetall holen.

Wie siehst du den Sport damals und heute?

Heute ist die Technik zu viel im Spiel. Der Sport sollte so rein wie möglich sein. Meine persönliche Meinung ist, dass die Menschen das Beste aus sich und ihren Körpern holen sollen. Der Mensch kann sich verbessern, aber nicht dank der Technik.

Du hast als Aktive die Frauen auf der Tour erlebt, und hilfst nun den Männern. Welches ist der große Unterschied?

Im Team meines Bruders scheint alles entspannter und respektvoller zu sein. Viele Jungs helfen einander und arbeiten gemeinsam. Die Beziehungen sind authentisch und ohne falsches Lächeln.

Was ist das schwierige an deiner Arbeit, erfahrungsmäßig also: Rennen fahren oder Coaching?

Es ist schwieriger, wenn man auf etwas keinen Einfluss und keine Kontrolle über das Geschehen hat. Wenn ich rastete, wusste ich, was meine Grenzen sind und wie man ein Problem anpackt, es löst.  Als Coach muss man Anweisungen geben, die eine andere Person erfüllen will. Also würde ich sagen, dass Rennen einfacher sind, zumal man ja selber die Kontrolle hat. Eine andere Sache ist die, dass ich eine Frau bin und es schwer ist, ernstgenommen zu werden. Ich höre oft den Satz: „Was weißt du denn, du bist ja nie in Kitzbühel oder eine ernste Steigung gefahren“. Da will ich nicht arrogant sein. Trotz meiner Medaillen, die ich gewonnen habe, sollte man manchmal über das Eine oder Andere hinwegsehen können. Aber kurzum ist es schön, auch mal den Skisport von der anderen Seite zu betrachten und seine Erlebnisse ihn mit einem Rennfahrer zu teilen.

Bericht, Übersetzung und Zusammenfassung für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner 

Quelle: www.fisalpine.com  

 

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