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Jung, wild, bodenständig – einfach Ronja Mayr

© Deutscher Skiverband/ Jung, wild, bodenständig - einfach Ronja Mayr

© Deutscher Skiverband/ Jung, wild, bodenständig – einfach Ronja Mayr

Burggen – Die junge DSV-Athletin Ronja Mayr ist eine Kämpfernatur, die das Skifahren liebt. Leider wurde sie häufig mit Verletzungen konfrontiert. Dennoch hat sie von ihrer Geradlinigkeit und ihrer wilden Frohnatur nichts eingebüßt. Im Gegenteil: Sie lässt sich nicht verbiegen und hat vor Hürden oder Hindernissen keine Angst.

Mayr fährt wie Fritz Dopfer für den SC Garmisch. Obwohl sie erst 21 Jahre jung ist, hat sie seit fünf Jahren in jedem Winter mit einer Verletzung zu kämpfen. Dieses Mal stürzte sie im Super-G im kärntnerischen Spittal an der Drau. Im ärztlichen Bulletin wurden eine Knochenprellung im Schienbeinkopf notiert. Aber wer die forsche und sympathische Athletin kennt, weiß, dass sie die Zähne zusammenbeißt und sich immer wieder aufs Neue motivieren kann, ja muss.

Angst hat Mayr nicht. Diese Einstellung gehört neben einem gesunden Ehrgeiz auch zu ihrer großen Stärke. Selbst zwei schwere Gehirnerschütterungen und zwei Kreuzbandrissen bringen die Skirennfahrerin aus Deutschland nicht aus dem Konzept. Sie will immer besser werden. Dazu muss sie konstant und klug fahren. Stets am Limit und mit Vollgas unterwegs sein, ist nicht immer das Wichtigste.

Ihre Lieblingsdisziplin ist der Super-G. Die bayrische Frohnatur weiß, dass sie von der Statur her zu einer Technikerin passen würde, aber mit dem Slalom wird sie kaum wieder eine Freundschaft schließen. In dieser Disziplin hat sie sich beide Kreuzbänder gerissen. Und die junge Skirennläuferin gibt zu, dass sie nie gut mit kleinen Kurven war. Da sie momentan nicht fahren kann, stehen Konditionstraining und Therapie auf dem Kalenderplan. In Garmisch-Partenkirchen will sie so schnell als möglich wieder fit werden.

Die 21-Jährige verzichtet in der Fastenzeit nicht nur aufs Skifahren, sondern auch auf Partys. Lieber verbringt sie die Zeit mit ihren vier Geschwistern und den Nichten und Neffen. So draufgängerisch und wild die Deutsche auf den Skihängen auch ist, so ist sie auch ein Familienmensch. Und gerade dieser Umstand macht die bayerische Wintersportlerin so sympathisch. Ferner ist das ein Beweis, dass sich Gegensätze anziehen. In diesem Fall schließen sich ein wilder und ein bodenständiger Charakter nicht aus. Das Beispiel Ronja Mayr ist ein passendes, wenn nicht ein lohnendes dafür.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quelle: www.merkur.de

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