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Karriere-Ende von Ivica Kostelić steht bevor

© Fischer Sports/GEPA - Ivica Kostelic

© Fischer Sports/GEPA – Ivica Kostelic

Kranjska Gora – Wenn am Sonntag die Slalom-Asse auf der Podkoren in Kranjska Gora im Kampf um Sieg und Hundertstelsekunden eingreifen, wird vermutlich ein Mann zum letzten Mal in der Startliste aufscheinen. Es handelt sich um einen Athleten, der seit 2000 im Weltcupgeschehen mitmischt und dann zum 357. Mal zu einem Rennen an den Start geht.

Die Rede ist von Ivica Kostelić. Der Kroate, der in den Jahren 2002 und 2011 die Slalom-, in den Jahren 2011 und 2012 die Kombi- und 2011 die Gesamtwertung für sich entscheiden konnte, wird wahrscheinlich seine lange und erfolgreiche Laufbahn beenden. Der vierfache Olympiazweite und dreimalige WM-Medaillengewinner gewann 26 Rennen und stand 60 Mal auf dem Podest.

In diesem Winter eroberte der ältere Bruder der nicht weniger erfolgreichen Janica Kostelić 36 Punkte. Alle errang er in der Kombi. Beim Saisonfinale in St. Moritz ist er nicht dabei.  Seine unzähligen Knie-Operationen haben Spuren hinterlassen, und somit ist es mehr als denkbar, dass nach dem Auftritt in Slowenien Schluss sein wird.

In den letzten drei Jahren ist es ruhiger geworden. Seine Ergebnisse lagen weit unter seinem fahrerischen Wert. Ein vierter Rang im Torlauf von Levi war das Höchste der Gefühle. Erzielt wurde diese Platzierung im November 2013. Vor einem Jahr errang er noch einmal einen dritten und einen vierten Platz, jeweils in der Kombi von Wengen bzw. Kitzbühel.

In Kranjska Gora gewann er 2003 und 2013. Im Oktober 2014, kurz nach seiner Heirat und der Geburt seines Kindes, sagte er noch, er wolle noch bis zu den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang mitfahren.

Heute ist der Kroate einer der ältesten Haudegen im Weltcupzirkus. In dem kroatischen Magazin „Vecernji List“ betonte Kostelić, dass er kein Freund von Abschieden mit Zeremonien ist. Im Gegenteil: er wolle bis zum Ende fahren. Er möchte nicht über seinen Rücktritt sprechen. Er möchte noch auf dem Sljeme fahren, aber in diesem Jahr wurde dieses Rennen in Kroatien annulliert. Vielleicht ist es ein Zeichen, dennoch im nächsten Jahr zu fahren.

Und über die Gründe, weshalb er sich nie für den zweiten Lauf qualifiziert habe, sagte der 1979 geborene Skirennläufer, dass es sehr schwer war, mit starken Schmerzen zu trainieren. In einem gewissen Sinn ist er es gewohnt, doch wenn es zu sehr schmerzt, kann man nicht das Gewünschte im Rennen umsetzen.

Im Zweifelsfall werden viele kroatische Schlachtenbummler die Reise ins benachbarte Kranjska Gora reisen und die slowenische Ski-Hochburg am bevorstehenden Sonntag stürmen.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quelle: www.Fantaski.it

 

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