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Kathrin Hölzl: Olympia ist kein Wunschkonzert

4 November 2009 419 views bisher keine Kommentare

09-hoelzl003Die deutsche Riesenslalom Weltmeisterin Kathrin Hölzl stand Marko Michels von rostock-sport.de Rede und Antwort. Sie sprach über Ihre Ziele bei Olympia 2010 und ihre Erwartungen hinsichtlich der WM 2011.

Frage: Kathrin, als Dreijährige standen Sie erstmals auf Skiern, dann – „etwas“ später – im Jahr 2001 schafften Sie den sportlichen Durchbruch bei den „ganz Großen“, hatten Ihren ersten Weltcup-Einsatz. Acht Jahre später wurden Sie Weltmeisterin im Riesenslalom. Werden sie Olympischen Winterspiele 2010 auch die Kathrin-Hölzl-Festspiele ? Wie verlief Ihre Vorbereitung auf 2009/10?

Kathrin Hölzl: Die Saisonvorbereitung verlief gut. Im Frühsommer haben wir verstärkt an der Kondition gearbeitet. Im Hochsommer waren wir in Neuseeland auf Ski bei guten Verhältnissen und die vergangenen Wochen haben wir auf den alpinen Gletschern trainiert. Natürlich wären “Kathrin-Hölzl-Festspiele” ein Traum. Doch Olympia ist kein Wunschkonzert. Die Konkurrenz ist extrem stark!

Die letzte Saison ist jetzt schon wieder vergessen. Natürlich habe ich gezeigt, dass ich es kann, aber das interessiert nun keinen mehr. Die Karten sind neu gemischt, und ich darf mich nicht auf meinem Erfolg ausruhen. Die anderen schlafen nicht, sondern trainieren noch härter, um mich wieder zu schlagen. Denn es hat einigen sicher nicht gepasst, dass da eine Weltmeisterin geworden ist, die zuvor noch kein einziges Weltcuprennen gewonnen hatte.

Mein Ziel ist es, konstant gut zu fahren, damit ich dann, wenn es nach Vancouver geht, die nötige Sicherheit habe. Dort eine Medaille zu gewinnen, wäre ein Traum.

Frage: Mit Maria Riesch und Ihnen hat der Deutsche Skiverband endlich wieder ein Gold-Duo der Extra-Klasse. Wie beurteilen Sie das Leistungsniveau der anderen potentiellen Olympia-Kandidatinnen im deutschen alpinen Team ?

Kathrin Hölzl: In den technischen Disziplinen haben wir ein starkes Team. Leider mussten wir im letzten Jahr einige verletzungsbedingte Ausfälle von starken Nachwuchstalenten wie Carolin Fernsebner oder Veronika Staber verkraften. Aber mit Viktoria Rebensburg, Maria Riech, Fanny Chmelar oder Susanne Riesch haben wir wirkliche Top-Fahrerinnen im Team.

Frage: Ein kleiner Ausblick – Was möchten Sie am Ende der olympischen Saison erreicht haben ? Nach Vancouver 2010 dürfte für Sie auch vor Garmisch-Partenkirchen 2011 heißen … Die WM im eigenen Land, sicher eine große Herausforderung für Sie – oder ?

Kathrin Hölzl: Die WM im eigenen Land ist ein absolutes Highlight. Die Gelegenheiten vor heimischen Publikum um Medaillen zu fahren, sind selten. Zuletzt war das 1978 ebenfalls in Garmisch-Partenkirchen der Fall. Und die Rennfahrer von damals schwärmen heute noch von der gigantischen Stimmung. Ich freue mich deshalb unglaublich auf die WM in Garmisch-Partenkirchen!

Das Interview führte Marko Michels
Quelle: www.rostock-sport.de

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