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Kathrin Zettel im Skiweltcup.TV Interview: „Mit Taktik alleine gewinnt man heute keine Rennen mehr“

© Kraft Foods  /  Kathrin Zettel

© Kraft Foods / Kathrin Zettel

Göstling – Kathrin Zettel, geboren 1986 im niederösterreichischen Scheibbs erreichte im Weltcup (Debüt 2004) bis zum heutigen Zeitpunkt 44 Podestplätze, davon neun Siege. Im Europacup wurde sie einmal Gesamtzweite und landete 15-mal unter den ersten Drei, davon drei Mal auf dem höchsten Treppchen. Zu den weiteren Erfolgen zählen der Gewinn der österreichischen Meisterschaft im Slalom und Riesentorlauf 2009, der zweite Platz im Super-G beim European Youth Olympic Festival 2003 und der Sieg bei von zwei Nor-Am Cup- bzw. fünf FIS-Rennen. Zudem gewann die Göstlingerin drei Medaillen bei Weltmeisterschaften und vier Mal Edelmetall bei Junioren-WM.

Im Interview sprach die sympathische Ybbstalerin über ihren Leistungsstand, die slowenische Saisonüberfliegerin des letzten Winters Tina Maze, den neuen Trainer Jürgen Kriechbaum, ihre schönsten Rennen und vieles mehr.

Seit kurzen kann man Kathrin Zettel auch bei Facebook durch die Saison begleiten.

skiweltcup.tv: Kathrin, wenn man deine Homepage in Ruhe durchstudiert, findet man ein Foto, welches dich mit einem breiten Lächeln zeigt. Du probierst gerade deine neuen Skischuhe aus und sagst, dass die Anpassung ein gutes Gefühl auslöst. Vermittelt dein Leistungsstand nach den ersten Sommertrainingseinheiten auch ein ähnlich gutes Gefühl?

Kathrin Zettel: Ja, ich fühle mich sehr wohl und habe im konditionellen Bereich gut und intensiv gearbeitet.

skiweltcup.tv: Vor rund einem Jahr hattest du eine Knie-OP. Hättest du sie nicht durchführen lassen, wäre deine sportliche Laufbahn in Gefahr gewesen! Daher die berechtigte Frage: Wie geht es deinem Knie und dir heute?

Kathrin Zettel: Mein Knie verträgt sehr hohe Belastungen und es hat mich in der Vorbereitung nicht behindert.

© Gerwig Löffelholz  /  Kathrin Zettel

© Gerwig Löffelholz / Kathrin Zettel

skiweltcup.tv: Im vergangenen Skiwinter dominierte Tina Maze wie keine Zweite den Gesamtweltcup. In haushoch überlegener Manier sicherte sich mit einer schier unzählbaren Anzahl an Podestplätzen und Siegen die große Kristallkugel. Mal im Ernst: War die Konkurrenz zu schwach, oder ist der Slowenin alles gelungen? Und: Wird es je wieder so  eine Saison geben?

Kathrin Zettel: Ich denke, Tina ist so ziemlich alles aufgegangen, was sie sich in den letzten Jahren auch sehr hart erarbeitet hat! Des Weiteren glaube ich nicht, dass es so eine Saison nochmals geben wird.

skiweltcup.tv: Bist du eher ein Taktikfuchs oder lotest du auch einmal die eigenen Grenzen aus, indem du dank deiner perfekten Fahrweise auch einmal das persönlich gesetzte Limit überschreitest?

Kathrin Zettel: Mit Taktik gewinnt man heute keine Rennen mehr, wichtig ist für mich ein gutes Gefühl um sich dann an die Grenzen heran zu tasten.

skiweltcup.tv: Herbert Mandl war über einen sehr langen Zeitraum von elf Jahren verantwortlich für das österreichische Damenteam. Er war praktisch wie ein Vater für dich, zumal er ja seit deinem Weltcupdebüt im fernen Jahr 2004 an deiner Seite war. Nun kommt mit Jürgen Kriechbaum ein neuer Trainer, eine neue Epoche in dein Leben. Wie würdest du das Verhältnis zwischen ihm und dir in einigen Worten beschreiben?

Kathrin Zettel: Jürgen kenne ich von den Jahren zuvor als Speedtrainer der Damen AF Gruppe ein wenig. Er ist sehr gewissenhaft im Organisieren und auch einfühlsam, was es manchmal in einem Damenteam bedarf.

skiweltcup.tv: Und weil wir gerade bei den Beziehungen sind: Man ist das ganze Jahr über mit den Kolleginnen im Skiweltcup unterwegs, arbeitet gemeinsam auf ein Ziel hin und knüpft Freundschaften. Einerlei, ob nun ein Olympia- oder ein WM-Winter auf dem Programm stehen, mit wem verstehst du dich teamintern auf wie abseits der Piste am besten und warum?

Kathrin Zettel: Es hat sich eine gute Freundschaft mit Fischi (Andrea Fischbacher, Anm. d. Red.) entwickelt, auch weil wir gemeinsam in den Weltcup gekommen sind und uns ein Zimmer geteilt haben.

© Gerwig Löffelholz  /  Kathrin Zettel

© Gerwig Löffelholz / Kathrin Zettel

skiweltcup.tv: Einige Fans wollen die Athletinnen immer siegen sehen. Auch die Leistungsmaxime „immer höher, weiter und schneller“ scheint nicht an Superlativen auszugehen. Wie schmal ist die Gratwanderung zwischen dem Kampf gegen die Uhr und ein mögliches, im Raum stehendes Überschreiten des persönlichen Zenits, so dass man am Ende erschöpft und ausgepowert ist und man nicht einmal mehr die Seele baumeln lassen kann?

Kathrin Zettel: Es stimmt, der Skirennsport hat sich in den letzten Jahren stark weiterentwickelt und vor allem zugespitzt und ist extremer geworden. Dazu kommen auch der Druck und die Erwartungshaltungen der Fans und vor allem der Medien.

skiweltcup.tv: Kathrin, wenn man deine Karriere ein wenig aufschlüsselt, findet man bald heraus, dass du am 25. November 2006 in Aspen dein erstes Rennen gewonnen hast. Genau sechs Jahre später hast du am gleichen Ort dein neuntes Weltcuprennen gewonnen. Welches war dein schönstes Rennen, auch wenn es vielleicht gar nicht einmal für einen Triumpf oder ein Podium gereicht hat?

Kathrin Zettel: Mittlerweile durfte ich einige wunderschöne und unvergessliche Momente erleben. Ob es ein WM-Sieg oder ein erfolgreiches Comebackrennen war, sie sind alle auf verschiedene Art und Weis besonders für mich!

skiweltcup.tv: Eine Frage mit Vergangenheits-, jedoch auch mit realistischem, kurz- bis mittelfristigen Ansatz. Was sind deine Lehren aus der vergangenen Saison, und welche Zeitungsschlagzeile möchtest du gerne bei den Olympischen Winterspielen im Februar des kommenden Jahres über dich lesen oder den Journalisten in die Blöcke diktieren?

Kathrin Zettel: Das Schöne an diesem Sport ist, dass er sich immer und immer weiterentwickelt und das bedeutet immer tüfteln, arbeiten, testen, um der Konkurrenz nicht hinten nachzustehen. Ich wünsche mir einfach, dass es für mich auch mal zum richtigen Zeitpunkt perfekt läuft!

skiweltcup.tv: Bleibt als Quintessenz dein Motto, dass dich zu der ehrlichen und bodenständigen Vollblutsportlerin gemacht hat, die du verkörperst oder das du von einem deiner Trainer als Lebenshaltung auf den Weg mitbekommen hast…

Kathrin Zettel: Ich bin stolz auf alles, was ich bis jetzt erreicht und wie ich meine Entscheidungen getroffen habe! Das Bodenständige hab ich sicherlich von meinen Eltern und meiner Kindheit, wo ich auf einem Bauernhof aufgewachsen bin und gelernt habe, mitzuhelfen und das Leben zu schätzen.

Interview für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

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Kathrin Zettel und ihre schnelle „Bessere Hälfe“

Kathrin Zettel und Kurt Gaubinger

Kathrin Zettel und Kurt Gaubinger

Während Weltmeisterin Kathrin Zettel die ersten Spuren in den Schnee zieht und sich auf die kommende Saison und vor allem auf die Olympischen Spiele in Sotschi vorbereitet, bereitet sich ihr Freund Kurt Gaubinger auf sein Heimrennen und Titelverteidigung bei der ARBÖ Rallye in Hall bei Admont vor.

Kurt Gaubinger nimmt heuer bei der legendären ARBÖ Rallye die zur Österreichischen Rallye Staatsmeisterschaft zählt zum dritten Mal mit seinem Copiloten Christoph Leyendecker, der ebenfalls aus seiner Gegend kommt teil. Da der Rallyesport ein sehr finanziell aufwändiger Sport ist fährt Gaubinger nur 1 Rennen, sein Heimrennen in Hall bei Admont. Es gibt für ihn auch keine Möglichkeit zu trainieren da es in Österreich keine gesperrten Strecken für Trainingszwecke gibt.

Gaubinger startet voriges Jahr bei der Rallye ohne Training und ohne vorher das Auto testen zu können und gewann seiner Gruppe souverän und konnte in der Gesamtwertung den erfolgreichen 21. Platz von den über 60 besten Rallyepiloten Österreichs einfahren.

Mit seinem Mitsubishi EVO3 gibt es heuer am 20. und 21. September wieder über 200 Rennkilometer auf 7 Sonderprüfungen zu absolvieren und den Vorjahressieg in seiner Gruppe zu verteidigen.

Mehr Informationen zur Rallye finden sie hier.

 

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