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Kerstin Nicolussi im Skiweltcup.TV-Interview: „Ich war auf dem Sprung in den Weltcup.“

Kerstin Nicolussi im Skiweltcup.TV-Interview: „Ich war auf dem Sprung in den Weltcup.“ (Foto: Kerstin Nicolussi / privat)

Kerstin Nicolussi im Skiweltcup.TV-Interview: „Ich war auf dem Sprung in den Weltcup.“ (Foto: Kerstin Nicolussi / privat)

Nenzing – Die junge Österreicherin Kerstin Nicolussi stand unmittelbar vor dem Sprung in den Weltcup. Doch ein Kreuzband- und ein Meniskusriss verhinderte das Debüt im Konzert der Großen. Dessen ungeachtet trainiert die Vorarlbergerin hart und möchte dann in diesem Herbst den Sprung schaffen.

Wir sprachen mit der im Mai 22 Jahre alt gewordenen Skirennläuferin über den Sport als erziehende Maßnahme, ihr Idol, das nicht aus dem Wintersport kommt und ihre Hoffnungen im Hinblick auf den neuen Winter.

skiweltcup.tv: „Kerstin, kannst du bitte in einigen Sätzen die letztjährige Saison 2015/16 nachskizzieren? Was ist in deinen Augen also gut, was weniger gut verlaufen?“ 

Kerstin Nicolussi: „Ich beginne als erstes, mit dem was gut gelaufen ist! Ich habe die Chance bekommen, im Sommer mit der Weltcupmannschaft trainieren zu dürfen. Das Trainingslager in Chile war sensationell, und die Reise nach Amerika und Kanada zu den ersten Weltcuprennen war dann noch ein Highlight! Ich war kurz davor den Schritt in den Weltcup zu schaffen!

Somit kommen wir schon zum ‚weniger Guten‘. Beim zweiten Stopp der Weltcup Saison in Val d’Isère bin ich beim zweiten Abfahrtstraining gestürzt. Dabei habe ich mir das linke vordere Kreuzband gerissen und den äußeren Meniskus zerstört. Somit war die Saison für mich beendet.

Jetzt bin ich schon wieder voll im Training und ich freue mich auf die kommende Saison!“

skiweltcup.tv: „Wenn du heute Kinder ansiehst, erkennst du das viele bei leichten Koordinationsübungen oder dem simplen Dehnen ihre Schwierigkeiten haben. Wer ist da gefordert, die Schule oder die Eltern? Wie kannst du dich als aktive Leistung Sportlerin einbringen?“

Kerstin Nicolussi: „Dazu muss ich sagen, dass ich in den letzten zwei Jahren die U 7-Kindermannschaft vom FC Nenzing trainiert habe. Mir ist dann beim Training aufgefallen, dass die Kinder (fast alle gleichen Alters) auf verschiedenen Niveaus agierten. Weiter konnte ich jedoch feststellen, dass man durch nur minimales Training bei den Kids extrem große Fortschritte erkennen kann. Oft fehlt einfach nur die Motivation. Computer- oder Smartphonespiele scheinen einfach für viele ‚wichtiger‘ zu sein. Das ist das Problem.

Schule oder Eltern? Schwere Frage. Natürlich haben die Eltern einen großen Einfluss auf die eigenen Kinder, und wenn die Eltern kein Interesse für Sport haben, dann kommen die Kinder auch nur schwer dazu. Dann kommt die Schule ins Spiel. Schulen haben zumindest die Möglichkeit, das Interesse zu wecken, auch wenn unsere Lehrpläne (anscheinend) eine intensive Betätigung direkt nicht mehr ermöglichen.

Wie kann ich mich einbringen? Ich glaube, als Trainerin habe ich schon einen guten Anfang gemacht, weiter bin ich im Jugendvorstand von einem lokalen Skiverein, und wir versuchen durch Veranstaltungen, Trainings u.v.m. die Kinder zu engagieren.“

Foto: Kerstin Nicolussi / privat (http://www.kerstin-nicolussi.at)

Foto: Kerstin Nicolussi / privat (www.kerstin-nicolussi.at)

skiweltcup.tv: „Hattest du in früheren Jahren ein Idol, das dich sowohl sportlich als auch von der menschlichen Seite sehr überzeugt hat? Wenn ja, wer war das? Und warum ist es immer wichtig, ein Vorbild zu haben?“

Kerstin Nicolussi: „Das klingt jetzt eventuell etwas unerwartet, aber ich hatte und habe immer noch das gleiche sportliche Vorbild, aber es ist kein Skifahrer, sondern mit David Beckham ein Fußballspieler.

Ich habe zehn Jahre Fußball gespielt, sei es in der Schule als auch für das Land Vorarlberg. Später musste ich mich zwischen Fußball oder Skifahren entscheiden. Die Wahl fiel auf David Beckham. Für mich ist er ein großartiger Sportler; er hatte eine unglaubliche Karriere und war ein ‚Held‘ in seinem Land.

Er hat immer 100% auf dem Platz gegeben, solange trainiert, bis seine berühmten Freistöße perfekt waren und das probiere ich beim Skifahren. Ich werde solange alles geben, bis meine Schwünge perfekt sind. Auch auf menschlicher Basis ist er ein Vorbild, zumal er ist in sehr vielen wohltätigen Organisationen aktiv ist.“

skiweltcup.tv: „Wenn du nicht alpine Skirennläuferin geworden wärest, hättest du eine andere Sportart gewählt? Oder in welchem Berufsfeld könntest du deine Talente am ehesten untern Beweis stellen?

Kerstin Nicolussi: „Wenn es eine andere Sportart geworden wäre, dann definitiv Fußball. Auch ich habe schon nachgedacht, welcher Beruf zu mir passen würde. Festlegen konnte ich mich nie, aber ich hätte wahrscheinlich etwas mit Kindern oder Jugendlichen gemacht.“

skiweltcup.tv: „Mit welchen Hoffnungen und Erwartungen gehst du in die heiße Vorbereitungsphase und in der Folge in den neuen Ski-Winter?“

Kerstin Nicolussi: „Ich hoffe, dass ich die Möglichkeit bekomme, die gleiche Vorbereitung wie in der letzten Saison zu machen, denn die war perfekt. Wichtig ist, dass ich ohne Probleme mit meinen Knie Ski fahren kann und das die Rehabilitation und mein Training weiterhin so gut wie bisher laufen.

Ich hoffe, ich darf meine Saison wieder mit einem Weltcupeinsatz beginnen und dass ich dann natürlich meine Chancen nutzen kann. Auf jeden Fall freue mich wieder mit ‚zwei Brettern unter den Füßen‘ die Pisten runter zu rasen.“

Bericht und Interview für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Foto: Kerstin Nicolussi / privat (http://www.kerstin-nicolussi.at)

Foto: Kerstin Nicolussi / privat (www.kerstin-nicolussi.at)

Die Skiweltcup.TV Sommer-Interviews 2016 – und alle zwei Tage werden es mehr!

Nicol DelagoKathrin „Kathi“ ZettelElena FanchiniElisabeth „Lizz“ GörglStefan BrennsteinerVeronique HronekChristian WalderTamara „Tami“ TipplerORF-Skikommentator Peter BrunnerDajana DengscherzEurosport-Ikone Guido HeuberNadia FanchiniBernhard RussiEster LedeckáJulien LizerouxChristina „Tina“ GeigerNiki HospMarcus SandellCarina DengscherzBürgermeister Alfred M. RiedererEva-Maria BremNiklas KöckPernilla WibergBoštjan KlineRamona SiebenhoferAnton GrammelKathi GallhuberPhilipp SchörghoferEdit MiklósAndré MyhrerManuela MölggFritz DopferAlexander FröisIlka ŠtuhecHannes ReicheltBernadette SchildMarcel HirscherFederica BrignoneGünther Nierlich jun.Kira WeidleManfred MölggSki-Entwickler Mathieu FauveFabio RenzHermann MaierMatthias HüppiNicole SchmidhoferGeorg StreitbergerMarlene SchmotzOliver Polzer  – Tina WeiratherRiccardo Tonetti Aris DonzelliAndreas SanderAnnemarie Moser-PröllAna DrevNadia DelagoRoland LeitingerMirjam Puchner  – Marco SchwarzConny Hütter Dominik ParisPeter Fill  – Stephanie Venier

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