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Kjetil Jansrud zwischen WM-Edelmetallträumen, jungen Athleten und Vierbeiner Pixel

© Gerwig Löffelholz / Kjetil Jansrud (NOR)

© Gerwig Löffelholz / Kjetil Jansrud (NOR)

Vail/Beaver Creek – Der Wikinger Kjetil Jansrud hat in Sotschi den kompletten Olympiamedaillensatz abgeräumt. Nun möchte der 29-Jährige bei der Ski-WM, die im Februar des kommenden Jahres in Vail/Beaver Creek stattfinden wird, auch weltmeisterliches Edelmetall mit nach Hause bringen. In einem Gespräch mit den Veranstaltern spricht der Norweger über allerhand interessante Themen wie u.a. über seinen vierbeinigen Freund Pixel.

Kjetil, der letzte Ski-Winter war sowohl für dich als auch für dein Team sehr erfolgreich. Ist es schwer topmotiviert, in die neue Saison bzw. in einen neuen Winter zu starten?

Das ist eigentlich nicht schwer. Der beste Sprit für die Motivation sind gute Ergebnisse. Auch wenn der vergangene Olympiawinter erfolgreich war, ist der Speicher gelöscht. Die Vorbereitung auf die kommende Saison läuft genauso wie jedes Jahr. Man versucht an sich zu arbeiten und sich zu verbessern.

Konntest du dir vor der Saison 2013/14 überhaupt in deiner Fantasie ausmalen, dass sie so erfolgreich sein wird? Du kamst ja erst von einer frisch verheilten Knieverletzung zurück…

Was soll ich sagen? Ja und nein! In meiner Sportart ist keineswegs alles planbar. Zahlreiche Details und viele unbekannte Faktoren machen das Ganze ja so spannend und unberechenbar. Zudem können diese die Waage zu deinen Gunsten kippen. Hart war es, als ich am Ende der WM-Saison 2012/13 nicht bei der Mannschaft dabei sein konnte. Sobald ich wieder von der Verletzungspause zurückgekehrt war, gab es kein Zurück mehr. Ich wollte in der Olympiasaison arbeiten und dann in Sotschi bereit sein. Im Hinterkopf habe ich mir schon etwas erhofft, aber mit einem solchen Erfolg durfte man eigentlich nicht rechnen.

© Gerwig Löffelholz / Kjetil Jansrud & Aksel Lund Svindal

© Gerwig Löffelholz / Kjetil Jansrud & Aksel Lund Svindal

Du trainierst auch in Argentinien, in Ushuaia. Bist du bereit für die neue Saison?

Auch wenn die derzeitigen Trainingseinheiten anstrengend und hart waren, habe ich festgestellt, dass die kalte Jahreszeit heuer allerorts schlecht zu sein scheint. Wir verbachten zwar viele Schneetage, aber Regen, Nebel und Wind waren eher unbequeme Begleiter. Die Stimmung innerhalb der Mannschaft ist gut, wir werden mit dem abgespulten Training zufrieden sein, wenn wir nach Hause kommen.

Gold, Silber, Bronze – Das ist deine Ausbeute von Sotschi! Bei Welttitelkämpfen bist du bisher leer ausgegangen. Ist ein WM-Edelmetall in Vail/Beaver Creek ein großes Saisonziel?

Ich würde lügen, wenn die WM kein großes Ziel von mir wäre. Eines ist sicher, bei solchen Großveranstaltungen erinnert sich niemand mehr an den Athleten der die „Blecherne“ gewonnen hat. Demnach will jeder das Beste aus sich herausholen und eine Medaille holen. So hoffe ich, dass ich in den Speeddisziplinen eine Medaille gewinnen kann. Sowohl in der Super-Kombination als auch im Riesentorlauf sehe ich mich als einen gefährlichen Außenseiter.

Auf der Raubvogelpiste bist du dreimal aufs Treppchen geklettert. Gefällt dir die Strecke?

Die „Birds of Prey“-Piste ist eine meiner Favoritinnen im Weltcupzirkus. Tempo, Action, weite Sprünge, technisch versierte und schwierige Abschnitte wechseln sich ab. Es klingt schwierig, aber man kann von oben bis unten in einem Zug hinunterfahren. Das ist nicht überall machbar. Loben möchte ich die Pistenarbeiter, die jedes Jahr eine fabelhafte Strecke zu Wege bringen. Auch mit dem Schnee vor Ort kann ich mich sehr gut anfreunden.

Wer sind deine großen Konkurrenten, wenn du im Februar des nächsten Jahres auf WM-Medaillenjagd gehst?

Der große Favorit, wenn man seine Erfolge ansieht, ist ohne Zweifel mein Teamkollege Aksel Lund Svindal. Aber das Feld ist groß. Es kann eine enge Kiste werden. Chancen gebe ich auch den Südtirolern Dominik Paris und Christoph Innerhofer, dem Franzosen Adrien Théaux und den Österreichern Hannes Reichelt und Olympiasieger Matthias Mayer. Auch ich sehe mich in der Lage, etwas zu reißen. Ich meine, dass diese Skirennläufer sowohl mit den technischen Herausforderungen als auch mit dem richtigen und notwendigen Abfahrtsgen auf dieser Strecke zurechtkommen werden. Vermutlich habe ich jetzt nicht alle großen Athleten aufgezählt. Es kann jedoch gut sein, dass ein Unbekannter vorne reinfährt. Das ist ja das Schöne am Sport.

© Gerwig Löffelholz / Kjetil Jansrud (NOR)

© Gerwig Löffelholz / Kjetil Jansrud (NOR)

Im norwegischen Team drängen einige Jungspunde nach. Wie wirkt sich das auf deine Vorbereitung aus?

Die jungen Wikinger sind gut drauf. Sie wollen nach vorne kommen und sich im Weltcup etablieren. Das beste Beispiel ist wohl jenes von Henrik Kristoffersen. Er ist erst 20 Jahre jung und dennoch einer der Besten. Aber Sebastian Solevåg, Aleksander Aamodt Kilde, Adrian Sejersted und viele andere sind hungrig nach guten Ergebnissen und großen Erfolgen. Bei der Vorbereitung sieht man, wie mächtig sie Druck auf Aksel und mich machen.

Was machst du während einer langen Saison um dich zu entspannen?

Ich lege mich aufs Ohr. Oft stehen vier Rennen an einem Ort auf dem Kalender. Das ist sehr anstrengend für Geist und Körper. Man kann auch ein Buch lesen oder an das nächste Rennen denken.

Du bist ein Spaßvogel. Das zeigen mindestens die sozialen Medien? Was ist dein Lieblingshobby?

Ich entspanne mich gerne. Dann bin ich sowohl mit meiner Familie als auch mit meinen Freunden unterwegs, immer sofern es die Zeit zulässt. Dann spiele ich gern mit meiner Playstation. Und ein paar Gitarrengriffe kann ich auch, auch wenn es zu einer Musikerlaufbahn womöglich nicht mehr reichen wird.

Und was sagt dein Freund „Pixel“ dazu?

Nun ja, ich bin vor Kurzem in eine neue Wohnung gezogen und habe einen Welpen adoptiert. Er hört auf den Namen „Pixel“. Wenn ich weg bin, bringt der Hund meiner Freundin so etwas wie Farbe in den Alltag. Es ist zwar viel Arbeit damit verbunden, aber es macht Spaß, die Entwicklung von einem kleinen Welpen zu einem gut erzogenen Hund zu verfolgen. Bei der Wohnung habe ich viel selbst gebaut, mit mehr oder weniger Erfolg  :-)

Bericht und freie Übersetzung für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quelle: www.vailbeavercreek2015.com

 

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