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Kongress in Cancún: FIS Alpine Interview mit Markus Waldner

FIS-Renndirektor Markus Waldner

FIS-Renndirektor Markus Waldner

Zwischen zwei Sitzungen mit den Ski Weltcup-Organisatoren, nahm die FIS die Gelegenheit wahr, ein Gespräch mit Markus Waldner, dem FIS-Chief Race Director der Herren zu führen. Dabei ging es um aktuelle Themen des FIS- Kongresses in Cancún.

Hallo Markus, kannst du uns kurz sagen, welche Arbeiten seit dem Ende der Saison auf dich gewartet haben?

Direkt nach dem Finale in St. Moritz fingen wir mit der Vorbereitung auf die nächste Saison an. Dabei standen eine Vielzahl von Sitzungen und Kurzeinweisungen auf dem Programm. Hier nahmen beispielsweise die Koordinierung für die Ski-WM 2017 in St. Moritz und für die darauffolgenden Titelkämpfe 2019 in Åre einigen Platz ein.

Das Highlight der kommenden Saison ist die Ski-Weltmeisterschaft in St. Moritz. Wie weit sind die Vorbereitungen auf dieses Großereignis fortgeschritten?

Das Weltcup-Finale in St. Moritz war schon sehr erfolgreich. Dieser Test war für uns in Hinblick auf die Ski- WM 2017 wichtig, damit wir ein Feedback bekommen und um verschiedene Kleinigkeiten noch besser zu machen. Wir konnten alle Startposition einschließlich der Reservestarts testen. Beim Team-Event werden etwas weiter oben an den Start gehen. Allgemein gesehen ist St. Moritz aber auf dem besten Weg, eine erfolgreiche Ski-WM im kommenden Winter zu präsentieren.

Im Vorfeld wurde viel über das Riesenslalom-Material diskutiert. Wie ist der aktuelle Stand?

Wir hatten ein paar Sitzungen über die neue Verordnung für den Riesenslalomski. Dabei haben wir die Daten gesammelt, die sowohl von der ursprünglichen Forschung aus Salzburg als auch aus dem Trauma Center in Norwegen kamen. Dazu kam das Feedback der Athleten, Mannschaften und des SRS. Die Dinge gehen in die richtige Richtung, die Akteure (90% laut einer Umfrage der Athletenkommission), aber auch die Skifirmen sind für eine Veränderung. Die Mehrheit möchte im Skiwinter 2017/18 von einem 35-Meter-Radius, mindestens 195 Zentimeter lange Ski, zurück auf einen 30-Meter-Radius bei einem mindestens 193 Zentimeter Ski. Jedoch gibt es auch Stimmen, die die Änderungen erst nach den Olympischen Spielen, also zur Saison 2018/19 hin, einführen möchten.

Auch bei den Speeddisziplinen gibt es mehrere neue Vorschläge. Was kannst du uns zur aktuellen Situation sagen?

Hier arbeiten wir sehr eng mit den TV-Stationen zusammen. Es geht dabei auch um die Einschaltquoten und uns liegen vier Vorschläge vor. Wir haben uns alle angeschaut und die jeweiligen Optionen diskutiert. Nach mehreren Sitzungen scheint der österreichische Vorschlag die größte Unterstützung zu finden. Der Rennläufer auf Position 1 bis 10 der WCSL wählt zwischen Startnummer 1 bis 20 (ungerade oder gerade, nach der Wahl des ersten Athleten), die Athleten 11 bis 20 der WCSL starten zwischen den verbleibenden Startnummern zwischen 1 und 20, und die Rennläufer zwischen 21 bis 30 auf der WCSL gehen mit einer Startnummer zwischen 21 und 30 ins Rennen. Die Diskussionen gehen weiter, und wir werden sehen, was die Entscheidung am Mittwoch bringt.

Wie immer nimmt die Bestätigung des Rennkalender beim Kongress einen besonderen Platz ein. Ins Auge sticht dabei die Annullierung der Alpinen Kombination in Kitzbühel. Was sind die Gründe für diesen Schritt?

Eines der Anliegen, welches an uns herangetragen wurde, war das Freitagsprogramm in Kitzbühel. Mit zwei Rennen an einem Tag, dem anstrengenden Super-G und den späten Nachtslalom, bleibt für die Athleten kaum Zeit, sich zu erholen. Und am Samstag steht dann, die wohl härteste und schwierigste Abfahrt der Saison auf dem Programm. Nach den schweren Stürzen in der letzten Saison haben wir uns noch einmal besonders mit dem Sicherheitsaspekt befasst. Wir werden an der Hausbergkante Flutlicht einsetzten und dafür sorgen, dass die Super-G-Linie in diesen Abschnitt nicht die Abfahrtslinie überkreuzt.

Wir denken immer noch, dass es möglich war, am Samstag ein Rennen zu bestreiten. Wir müssen aber auch auf das Feedback der Athleten hören, die sagen, dass die anstrengenden Rennen am Freitag sie so belasten, dass sie ihre beste Form am Samstag nicht abrufen können. Um diese kritische Situation zu vermeiden und um die Athleten zu entlasten, hat sich das Organisationskomitee, der ÖSV und die FIS dazu durchgerungen, am Freitag nur einen Super-G durchzuführen. Wir haben wirklich versucht, gerade im Hinblick auf die Tradition, die Kombination aufrechtzuerhalten, aber nach Abwägung aller Optionen konnten wir nicht anders entscheiden.

Steht nach der Absage der Kombination in Kitzbühel bereits ein neuer Gastgeber im Startblock?

Auf Grundlage des Kalenders für die nächsten zwei Jahre hätten wir gerne eine Alpine Kombination vor Weihnachten eingebaut; dies war aber nicht möglich. Es ist nicht einfach, einen idealen Standort für eine Kombination zu finden. Die Abfahrt und der Slalom werden auf zwei getrennten Kursen ausgetragen. Am Ende haben wir uns für Santa Caterina entschieden. Hier finden ein Super-G und ein Kombinationsslalom statt. Durch eine Regeländerung können wir auch mit nur zwei Veranstaltungen eine kleine Kristallkugel übergeben.

Quelle:  www.FIS-Ski.com

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