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Kurioses aus 50 Jahre Ski-Weltcup (Teil 2)

Das Objekt der Begierde

Das Objekt der Begierde

Sölden – In Sölden finden am Wochenende zwei Riesentorläufe statt. Ab Montag sind diese Rennen dann wieder Geschichte. Und just mit der Geschichte des Weltcups wollen wir mit dem zweiten Teil fortfahren. Wussten Sie beispielsweise, dass es längst vor den City Events Promotionsbewerbe Rennen in Großstädten gab? So wurde im Januar 1986 ein Parallel-Slalom in Wien ausgetragen, welchen überraschend der Italiener Ivano Edalini vor Markus Wasmeier gewann. Im Dezember des gleichen Jahres fand in Berlin auf dem Teufelsberg ebenfalls ein Parallel-Slalom statt. Anlässlich des 750. Stadtjubiläums von Berlin hatte der Österreicher Leonhard Stock vor dem Jugoslawen Bojan Križaj die Nase vorn.

Seit 1993 gibt es das sogenannte Weltcupfinale. Der erste Saisonkehraus wurde im schwedischen Åre ausgetragen. Im gleichen Ort fanden/findet das Spektakel 2001, 2006, 2009 und 2018 statt. Viermal konnten die Fans in Lenzerheide die weltbesten Athletinnen und Athleten der Welt bestaunen. In Lillehammer, der Olympiastadt von 1994, gastierten die Skirennläuferinnen und -läufer 1996 und 2003.

Der Eidgenosse Pirmin Zurbriggen gewann als bisher einziger Skirennläufer die Gesamtwertung und vier der fünf Disziplinenwertungen. Im fernen Ski-Winter 1986/87 düpierte er die Konkurrenz in den Disziplinen Abfahrt, Super-G, Riesentorlauf und Kombination. Im Slalom war er nicht so gut, und für die alpine Kombination gab es noch keine kleine Kristallkugel.

In ihrer Traumsaison 2012/13 gewann die Slowenin Tina Maze nicht nur die große Kristallkugel, sondern auch drei Disziplinenwertungen. In der Abfahrt und im Slalom belegte sie den zweiten Platz. Im Torlauf fehlten ihr nur 33 Zähler, in der Abfahrt gar nur ein Punkt zum ganz großen Erfolg. Einmal war eben Mikaela Shiffrin einen Hauch besser, und das andere Mal kam der Nebel der damals verletzten Lindsey Vonn zugute. Da das Rennen ersatzlos abgesagt wurde, konnte die US-Amerikanerin die kleine Kugel kampflos gewinnen.

Vor einer gefühlten Ewigkeit, Skihistoriker notieren das Jahr 1991/92, kam es zu einer Änderung im Punktesystem. Bis dahin erhielten die besten zehn, dann die besten 15 eines jeden Rennens Punkte. Die Gewinnerin oder der Gewinner erhielt 25; seitdem 100 Punkte. Bei den heutigen Rennen erhalten die 30 Klassierten Weltcupzähler.

Die höchste Durchschnittsgeschwindigkeit in einem Weltcuprennen ging auf das Konto des Kärntners Armin Assinger. Der ÖSV-Speedspezialist erzielte bei der Abfahrt in Sierra Nevada im Jahr 1993 ein Durchschnittstempo von atemberaubenden 112,37 km/h.

Zu den Rekordvorsprüngen: Im Januar 1975 war der Österreichische Abfahrtskaiser Franz Klammer in Wengen 3,54 Sekunden schneller als der Südtiroler Herbert Plank. Im Riesentorlauf von Jasná 1979 deklassierte Ingemar Stenmark aus Schweden Bojan Križaj aus Jugoslawien um 4,06 Sekunden. Im Slalom von Kitzbühel war es der gleiche Stenmark, der den US-Amerikaner Phil Mahre 1982 um 3,16 Sekunden auf Rang zwei verwies. Hermann Maier war beim Super-G von Bormio im Jahr 2000 1,91 Sekunden schneller als sein Teamkollege Fritz Strobl.

Bei den Damen war im Super-G die Siegerin Traudl Hächer aus Deutschland ebenso 1,91 Sekunden schneller als die Eidgenossin Maria Walliser; Ort und Zeitpunkt des Geschehens war Davos im Dezember 1984. Im fernen Januar 1973 war Annemarie Moser-Pröll 2,96 Sekunden schneller als ihre Landsfrau Wiltrud Drexel. Riesige, ja sagenhafte 5,20 Sekunden Vorsprung hatte die Schweizerin Marie-Theres Nadig beim Riesenslalom im japanischen Furano auf Annemarie Moser-Pröll. Über den Rekordvorsprung der US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin im Torlauf haben wir im ersten Teil berichtet.

Interessant war auch die Begründung des ÖSV, nicht bei den Finalrennen in der Saison 1969/70 zu starten. Der Verband schickte die Damen nicht über „den großen Teich“, da die Reise wegen „sportlicher Aussichtslosigkeit“ abgesagt wurde.

Abgerundet wird der zweite Teil mit Überraschungssiegen. DSV-Starterin Martina Ertl gewann 2000 den Riesentorlauf in Sölden, nachdem sie nach dem ersten Lauf nur auf Platz 17 lag. Ähnliche Husarenritte gelangen Cyprien Richard im Januar 2011 auf dem Chuenisbärgli in Adelboden, als er von Rang 21 bis auf Platz eins raste. Anja Pärson lag im Slalom von Mammoth Mountain 1998 zur Halbzeit auf Position 15, ehe sie wie Marc Berthod in Adelboden 2007, er lag nach Lauf eins auf der schier schon aussichtlosen Position 27, zum Sieg fuhr.

Kurioses aus 50 Jahre Ski-Weltcup (Teil 1)

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

 

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