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Lara Gut im Skiweltcup.TV Interview: „Menschen, die lachen, gefallen mir!“

© Kraft Foods  /  Lara Gut

© Kraft Foods / Lara Gut

Sorengo – Die 22-jährige Lara Gut ist eine gut gelaunte und talentierte Schweizer Skifahrerin. Die Stärken der Allrounderin liegen vor allem in den schnellen Disziplinen Abfahrt und Super-G. Im Interview spricht sie über das Schöne am Skifahren, den Sturz von Lindsey Vonn bei der Ski-WM in Schladming, ihren Trainer und Vater Pauli, das neue Material und über ihr Engagement als Schauspielerin. Dabei zeigt die fesche Blondine, dass sie auch abseits der Piste eine gute Figur macht.

Skiweltcup.TV: Lara, die Saison 2012/13 inklusive deiner Silbermedaille bei der WM in Schladming ist nun Geschichte. Welche Lehren und Hoffnungen ziehst du aus der letzten Saison im Hinblick auf die bevorstehende Olympiasaison?

Lara Gut: Die gerade zu Ende gegangene Saison war wahrhaftig schön. Sie erzeugte viele Emotionen, und ich konnte so Skifahren, wie ich es in der Lage bin, jedoch nicht immer zeigen konnte. In jedem Fall ist diese Saison eine optimale Grundlage für den Sommer, der es mir ermöglichen wird, gut und noch besser als in den vergangenen Jahren zu arbeiten.

Skiweltcup.TV: Was ist für dich das Schöne und Fesselnde am alpinen Skisport, und hättest du dir auch eine ähnlich gute Karriere in einer anderen Sportart vorstellen können?

© Kraft Foods  /  Lara Gut

© Kraft Foods / Lara Gut

Lara Gut: Wenn ich Ski fahre, bin ich alleine, und mache das, was ich am allerliebsten auf der Welt mache. Mir gefallen auch andere Sportarten, doch ich habe nie eine andere auf ähnlich hohem Niveau wie das Skifahren ausgeübt. Somit habe ich keine Vergleiche. Dennoch kann ich sagen, dass ich überglücklich bin, dass ich so gut Skifahren kann. (lacht)

Skiweltcup.TV: Die letzte Saison hatte mit dem Sturz der US-Amerikanerin Lindsey Vonn gewiss einen negativen Höhepunkt zu beklagen. War er deiner Meinung nach vermeidbar oder weshalb könnte das neue Material auch etwas dazu beigetragen haben?

Lara Gut: Sicher ist es nie schön, wenn jemand zu Sturz kommt. Sowohl Bode Miller als auch Beat Feuz konnten aufgrund Knieprobleme gar nicht einmal die Saison bestreiten. Auch erinnere ich mich an den Horror-Sturz der Italienerin Nadia Fanchini in St. Moritz unmittelbar vor den Olympischen Winterspielen in Vancouver. Dass in Schladming die Bedingungen sehr schwierig waren, ist richtig. Der Schnee war weich, aber die Sicht war besser als in Lake Louise, als man mich am Start drei Mal zurückhielt. Selbst beim Super-G in Cortina schneite es stärker, und man sah sehr viel Schnee an den Pistenrändern. Der Skisport ist nun mal ein Freiluftsport, und es ist keineswegs einfach, die Grenze des Machbaren und der zu großen Gefahr zu finden.

Des Weiteren glaube ich nicht, dass das Material Lindseys Sturz beeinflusst hat.

Skiweltcup.TV: Blicken wir in die Gegenwart: Was macht Lara Gut zurzeit, und wann beginnt die richtige Vorbereitung auf die neue Saison? Welche Trainingslager stehen alle auf dem Programm, und auf was legst du im Training am meisten wert?

© Ch. Einecke (CEPIX)  /  Lara Gut

© Ch. Einecke (CEPIX) / Lara Gut

Lara Gut: Augenblicklich befinde ich mich in Livigno zum Skifahren, die sportliche Ausbildung für die neue Saison begann Anfang Mai und endet Ende April des nächsten Jahres. (lacht)

Im Hinblick auf die Disziplinen können durchaus verschiedene Akzente gesetzt werden. Am Anfang beginnen wir im technischen Bereich und zum Schluss, bevor die Rennen der neuen Saison auf dem Programm stehen, werden wir an den Details arbeiten.

Skiweltcup.TV: Du trainierst mit deinem Vater Pauli. Ist es etwas Anderes, wenn man im Familienteam arbeitet, oder nimmt man kritische Worte leichter auf, weil sie von dem eigenen Vater kommen und dem man vielleicht mehr Vertrauen schenkt?

Lara Gut: Ich arbeite mit meinem Vater, weil er ein ausgezeichneter Trainer und eine Person ist, die mich besser kennt. So gesehen sind seine Kritiken meist richtig und begründet. Wenn ich mich ein wenig umschaue, sehe ich, dass auch Marcel Hirscher seinen Vater als Berater immer in seiner Nähe hat und auch Tina Maze von ihrem Freund trainiert wird. Somit glaube ich, dass das Trainieren mit Personen im familiären Umfeld oder emotionalen Bindungen, wie es bei mir der Fall ist, eine gute Möglichkeit ist, die eigenen Ziele zu erreichen.

Skiweltcup.TV: Für Aufsehen sorgtest du, als du sagtest, dass das neue Material ein Kampf für alle sein wird. Könntest du uns noch einmal ein kurzen Worten deine Sorge um den Ski-Nachwuchs etwas näher beleuchten?

Lara Gut: Ich habe nicht so viel gesagt. Ligety hat mit seinen Aussagen für mehr Aufruhr gesorgt, und zwischen den Athleten gab es viele Diskussionen. Was ich am Ende der Saison festgestellt habe, ist, dass bei weichem Schnee und weniger präparierten Strecken, wie etwa bei FIS-Rennen, das Skifahren in den Kurven sehr schwer wird. Die jungen Athleten, die im Weltcup jenseits der Top-50 starten, sind noch nicht so körperlich ausgebildet und haben es folglich schwerer, besonders, wenn die Piste sich nicht einem optimalen Zustand befindet. Das ist einfach meine Denkweise, und wenn ich mit verschiedenen Athleten spreche, habe ich bemerkt, dass auch sie meine Meinung teilen.

Skiweltcup.TV: Viele Fans wollen die Skifahrer immer höher, weiter, schneller sehen. Ist das Leistungsmaximum schon erreicht, oder wie schmal ist die Gratwanderung zwischen dem Ausloten der Grenzen und dem Erfolgsdruck, den man sich oft selbst auferlegt?

© Gerwig Löffelholz  /  Lara Gut

© Gerwig Löffelholz / Lara Gut

Lara Gut: Ich glaube, dass sich die Technik immer weiterentwickelt. Wenn wir uns an die Zeit von Tomba erinnern, glaubte man, dass die Grenze mit den hohen Platten erreicht wurde. Oder denken wir an die Geburt der Carving-Skier; es werden immer neue Entwicklungen und Materialveränderungen kommen und gehen.

Skiweltcup.TV: Lara, welche Eigenschaften schätzt du an einem Mitmenschen, und welche Charaktere können dir am liebsten gestohlen bleiben?

Lara Gut: Ehrliche Menschen, die arbeitsam, offen und direkt sind, habe ich gerne. Oberflächliche, faule Menschen mag ich gar nicht. Ähnlich verhält es sich mit Menschen, die meinen, sie seien etwas Besseres. Am allerliebsten habe ich jedoch Menschen um mich, die sehr gute Laune verbreiten und lachen können.

Skiweltcup.TV: Auch wenn du noch jung bist, hast du auch ein wenig Luft als Schauspielerin geschnuppert. Wie war diese Erfahrung für dich, und könntest du dir vorstellen, nach dem Ende deiner sportlichen Karriere diesen Weg einzuschlagen?

Lara Gut: Es war eine besondere Sache, die lustig und sehr bereichernd für mich war. Doch sie verträgt sich nicht mit dem Leben und den Notwendigkeiten eines Athleten. Vielleicht sprechen wir nach dem Ende meiner sportlichen Laufbahn darüber, aber heute denke ich an andere Sachen. Überdies glaube ich nicht, dass ich auf der Höhe bin, eine Leinwandkarriere einzuschlagen.

Nichtsdestotrotz bin ich stolz, dass der Film erfolgreich ist und noch heute in verschiedenen Festivals auf der ganzen Welt vertreten ist. Das ist sicher eine Auszeichnung für die Arbeit von vielen Leuten, beginnend mit dem Regisseur und meinem Freund Niccolò Castelli.

Skiweltcup.TV: Welche Zeitungsschlagzeile möchtest du gerne bei der bevorstehenden Winterolympiade im russischen Sotschi gerne über dich lesen?

Lara Gut: Lara lacht und macht, was sie kann, auf die beste Weise!

Skiweltcup.TV: Hast du einen Tipp, den du als junge Skirennläuferin von einem Betreuer oder einem Familienmitglied bekommen hast, und der dich immer noch aus manchen schwierigen Lagen als strahlende Siegerin zurückkommen lässt?

Fixiere deine Augen auf die Kugel, oder …„fokussiere sie!“

Interview für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner 

 

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