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Launiges Gespräch mit Eva-Maria Brem und Viktoria Rebensburg bei Servus TV

 

© Servus TV / Viktoria Rebensburg

© Servus TV / Viktoria Rebensburg

Am Montagabend waren Eva-Maria Brem und Viktoria Rebensburg zu Gast bei Servus TV. In der Sport Sendung „Sport & Talk aus dem Hangar-7“ standen die Konkurrentinnen, im Kampf um die Riesenslalom Weltcupkugel, Moderator Christian Brugger Rede und Antwort.

Der Slalom von Maribor musste abgebrochen werden. Wie geht es einer Rennläuferin wenn sie unverrichteter Dinge den Arbeitstag beenden muss?  

Eva-Maria Brem: „Es ist natürlich schon sehr mühsam. Man ist mitten in der Saison und das Programm ist sehr dicht. Wir hatten am Abend davor schon dass Gefühl gehabt, dass es nicht geht. Natürlich muss man sich aber trotzdem auf das Rennen vorbereiten. Man motiviert sich und geht in der Früh zur Piste. Bei der Besichtigung war man sich unter dem größten Teil der Athleten klar, dass es sehr schwierig wird. Man hat es dann einfach durchgezogen. Natürlich versucht man das Ganze gut über die Bühne zu bringen um den Tag mit einer guten Leistung nicht ganz sinnlos werden zu lassen. Unterm Strich habe ich aber beschlossen, an diesem Tag nichts zu riskieren, weil ich eigentlich schon dachte, dass es abgebrochen wird.“

Ein großes Thema in dieser Saison sind die vielen Verletzungen. Wie geht man als Rennläuferinnen mit dieser „schwarzen Serie“ um?

Viktoria Rebensburg: „Man muss das schon ausblenden. Unser Sport ist gefährlich, das wissen wir nicht erst seit gestern. Wenn man ganz vorne mitfahren möchte muss man ans Limit gehen und riskieren. Man muss das Thema zur Seite schieben, wenn man vorsichtig Ski fährt ist es im Endeffekt gefährlicher als auf Angriff zu fahren.“

Eva-Maria Brem: „Wir wissen dass es dazu gehört. Wenn ich Angst vor Verletzungen habe, darf ich keine Ski anziehen. Dann muss ich einen anderen Sport machen, obwohl es im Leistungssport immer gefährlich ist, wenn man ans Limit geht. Ich persönlich schau bei den Stürzen immer weg. Ich bin niemand, der sich das dann noch dreimal in Zeitlupe anschaut. Ich muss nicht sehen, wie sich jemand weh tut, und sein Karriereziel nicht erreichen kann. Ich will das nicht sehen, so gehe ich damit um. Ich versuche bestmöglich zu trainieren und zu fahren, dass mir das nicht passiert.

Bei Viktoria Rebensburg zeigt die Form und Ergebniskurve im Riesenslalom steil nach oben. Warum läuft es in den letzten Wochen so erfolgreich?

Viktoria Rebensburg: „Wir haben nach Are noch einmal etwas am Setup verändert. Die ersten drei Rennen sind nicht nach Wunsch verlaufen. Seit Courchevel läuft es sehr gut. Ich habe im Riesenslalom wieder das Gefühl, welches ich brauche um meine Skitechnik am Limit zu fahren.  Das ist ein super schönes Gefühl. Die Entwicklung ist seit dem Markenwechsel auch im Speed-Bereich sehr gut. Bis ich mich im letzten Jahr verletzt habe, war ich Dritte in der Abfahrtswertung. Das war für mich eine wahnsinnige Leistung. Im Super-G habe ich mich nicht ganz so wohlgefühlt. Heuer bin ich im Super-G einen guten Schritt weitergekommen. In der Abfahrt läuft es eigentlich gut, in den Trainings bin ich immer dabei, aber in den Rennen war es immer etwas verhext. Es haben Kleinigkeiten nicht gepasst und dann habe ich es nicht so runterbringen können wie ich es eigentlich gerne gehabt hätte. Auf jeden Fall ist der Prozess gut weitergegangen. Jetzt möchte ich den Schwung aus dem Riesenslalom mit in die Speed-Disziplinen nehmen.“

Im Riesenslalom-Weltcup führt Eva-Maria Brem, zwei Rennen vor Saisonende mit einem Vorsprung von 32 Punkte vor Viktoria Rebensburg. Wer holt die kleine Disziplinenkugel und hat Viktoria, als zweifache Riesenslalom Weltcupsiegerin, vielleicht einen Tipp an Eva-Maria wie man diese gewinnen kann.

Eva-Maria Brem: Ich stelle mich darauf ein, dass es bis zum Ende, ja bis zum letzten Durchgang spannend bleibt. Die lange Pause bis zum 05.03. ist natürlich nicht sehr glücklich.

Viktoria Rebensburg: Bei mir ist das ist auch schon eine Zeitlang her. Auf alle Fälle ist es ein schönes Gefühl.

Studiogast Toni Polster wollte von den beiden Damen wissen wie es ist, wenn man, nach dem Rücktritt von Maria Höfl-Riesch bzw. der Verletzung von Anna Fenninger, plötzlich in die Team-Führungsrolle aufsteigt.

Viktoria Rebensburg: „Ich war sicherlich auch die Jahre davor schon dabei und habe auch Kugeln im Riesenslalom gewonnen. Eigentlich bin ich Schritt für Schritt hineingewachsen. Natürlich ist es schön, wenn man sich in den jungen Jahren entwickeln kann und der Focus nicht immer auf einen gerichtet ist. Ich denke dass es für ein Team schon sehr wichtig ist, dass man einen erfolgreichen Athleten in der Mannschaft hat wo man sich orientieren kann. Auch im Training hat man immer den direkten Vergleich, und man weiß wo man steht. Das war für mich immer gut und ich denke dass dies jetzt auch gut für unser Team ist.“

Eva-Maria Brem: „Meine Rolle im Team ist es, meine Leistung zu bringen. Das ist auch der Anspruch, welchen ich an mich selbst habe. Darum ist es auch keine ungewohnte Rolle für mich. Natürlich ist es cool, wenn man eine Kollegin hat, die immer ihre Leistung bringt. Man selbst hat dann auch den Raum um sich selbst zu entwickeln. Bei mir war es schon extrem, da die Verletzung von Anna drei Tage vor dem Saisonstart in Sölden war. Die Erwartungen an mich waren plötzlich sehr groß. Aber es war, auch durch die Rücktritte, mehr Raum für die jungen Athletinnen da. Auch die Mädels aus der zweiten Reihe haben nun die Möglichkeit zu glänzen und den Vorteil dass man auf sie zu 100% schaut.“

Materialabstimmung und Entwicklung ist immer ein großes Thema. Wie wichtig ist es, sich mit Markenkolleginnen auszutauschen?

Viktoria Rebensburg: „Prinzipiell ist es schon gut wenn man Markenkolleginnen hat mit denen man sich austauschen kann. So kann man auch die Entwicklung am Material weiter vorantreiben. Letztendlich ist es beim Rennen aber nicht so entscheidend. Wichtig ist, dass jeder für sich die richtige Abstimmung und das passende Material findet.“

Eva-Maria Brem: „Der Servicemann trifft schon eine grobe Auswahl was er mitnimmt. Dann wird es gemeinsam erarbeitet. Im Endeffekt treffe ich dann die Entscheidung mit welchem Material ich dann am Start stehe. Ich muss mich zu 100% wohlfühlen. Natürlich lasse ich mich beraten und mir gerne helfen. Es sind sehr viele Details und auch oft schwierige Entscheidungen.“

© Servus TV / Eva-Maria Brem

© Servus TV / Eva-Maria Brem

Quelle: „Sport & Talk aus dem Hangar-7“ – Servus TV

 

 

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