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Linus Straßer im Skiweltcup.TV-Interview: „Will auch im Riesenslalom durchstarten!“

© Gerwig Löffelholz / Linus Strasser

© Gerwig Löffelholz / Linus Strasser

München/Sölden – Linus Straßer wird im November 23 Jahre alt. Er gehört neben Fritz Dopfer und Felix Neureuther zu den Technikspezialisten im Dienst des DSV. Der junge Skirennläufer musste aufgrund einer Krankheit das Training in Ushuaia unterbrechen. Dennoch will Straßer, der beim Nachtslalom auf der Planai in Schladming 2015 mit dem fünften Rang alle überraschte, so bald als möglich an seine mehr als guten Leistungen des letzten Winters anschließen. Wir unterhielten uns mit dem bayerischen Sportler über die Übungseinheiten in Argentinien, den Zusammenhalt im Team, die Alpine Kombination als eventuelle, zusätzliche Disziplin und vieles mehr.

skiweltcup.tv: „Linus, das Überseetrainingslager ging für dich etwas früher zu Ende. Wie war das Training, und welches Fazit kannst du ziehen?“

Linus Straßer: „Für mich ist es leider nicht ganz so gut gelaufen. Nach der Hälfte, sprich nach zehn Tagen, bin krank geworden und musste ein Antibiotikum nehmen. Aufgrund der Erkrankung musste ich dann früher heimfliegen. In Argentinien konnte ich nur fünf Slalom- und einen Riesenslalomtag absolvieren. Zuhause musste ich jetzt auch noch zwei Wochen pausieren. Am Montag bin ich nun nach Sölden angereist, und werde hier bis Mittwoch trainieren.“

skiweltcup.tv: „Was können wir über deinen aktueller Gesundheitszustand in Erfahrung bringen?“

Linus Straßer: Jetzt geht wieder alles wie gewohnt, und ich fühle mich sehr gut.“

skiweltcup.tv: „Der DSV kann auf ein starkes Technikteam zurückgreifen. Wie stark ist der Zusammenhalt in der Mannschaft, und wie kannst du von den Kollegen profitieren?“

Linus Straßer: „Die Trainingsgruppe, in der ich glücklicherweise bin, ist richtig gut. Wir sind zwar eine kleine Gruppe, die sich aber durch sehr viel Qualität auszeichnet. Ich kann von Fritz und Felix profitieren, da die beiden zu den schnellsten Skifahrern der Welt gehören. Wenn ich an den beiden dran bzw. im Training schneller bin, dann stimmt die Form soweit. Genauso können sowohl Felix als auch Fritz von mir profitieren, da es beiden mit Sicherheit nicht recht ist, wenn ich schneller bin. So spornt man sich gegenseitig an, und am Ende profitiert jeder von jedem.“

skiweltcup.tv: „Sehen wir in der kommenden Saison ‚nur‘ den Slalom-Spezialisten Linus Strasser, oder willst du im Weltcup demnächst auch im Riesentorlauf durchstarten?“

Linus Straßer: „Bereits im letzten Jahr hatte ich es vor, in beiden Disziplinen an den Start zu gehen. Viele sehen mich im Fernsehen nur im Slalom fahren, und denken ich bin Slalom-Spezialist. Das ist aber überhaupt nicht so. 2014 war ich zum Beispiel zu Saisonbeginn im Riesenslalom stärker. Nach meinem FIS- und Europacupsiegen hat es dann aber im Slalom so gut funktioniert, dass ich nur noch Weltcuprennen gefahren bin. Der Idealfall wäre gewesen, Weltcupslalom und Europacup Riesenslalom zu fahren, damit ich da meine Startnummer verbessern kann. Das war aber vom Rennkalender her nicht möglich, deshalb bin ich auch im Riesentorlauf Weltcuprennen gefahren. Mit Startnummern um die 60 ist das aber ein sehr schwieriges Unterfangen. Deshalb ist es für mich in dieser Saison ein großes Ziel, dass mir das Kunststück, das ich im letzten Jahr im Slalom geschafft habe, auch im Riesenslalom gelingt.“

© hahnenkamm.com / Linus Strasser (GER)

© hahnenkamm.com / Linus Strasser (GER) und der Traum von der Kitzbüheler Gams

skiweltcup.tv: „Könnte auch die Alpine Kombination in der Zukunft für dich eine Rolle spielen?“

Linus Straßer: „In weiterer Zukunft vielleicht einmal. Aber das ist bis jetzt noch Wunschdenken. Es ist jetzt schon wahnsinnig schwierig, in zwei Disziplinen unter die Top-30, geschweige in die Top-20 zu kommen. In naher Zukunft ist das mein wichtigstes Ziel; alles Weitere werde ich auf mich zukommen lassen. Aber die Alpine Kombination ist natürlich eine interessante Disziplin, die man später einmal dazu nehmen könnte.“

skiweltcup.tv: „Ist der Riesenslalom in Sölden ein Thema für dich, auch wenn man weiß, dass man sich mit hohen Startnummern auf dem Rettenbachferner sehr schwer tut?“

Linus Straßer: „Das kommt jetzt ganz auf die Vorbereitung an. Nach der Krankheit in Ushuaia und dem frühen Rückflug habe ich bis jetzt noch nicht viel Riesenslalom trainiert. In den Trainings muss es sich jetzt herausstellen, wie fit ich in der Disziplin bin. Dann wird über die Ansetzung einer Quali entschieden,. Wie die dann ausgeht, wird man sehen.“

skiweltcup.tv: „Wie schaut der Trainingsplan für die nächsten Wochen bis zum Saisonstart aus?“

Linus Straßer: Ich versuche jetzt natürlich vermehrt auf Schnee zu trainieren. In der nächsten Woche sind wir von Montag bis Freitag auf dem Mölltaler Gletscher. Zwischen den Schneetrainingseinheiten werden wir dort auch immer wieder den Fokus auf das Konditionstraining legen.“

skiweltcup.tv: „Zum Start des Jahres 2015 ist dir der sogenannte ‚Knoten‘ aufgegangen. Der Höhepunkt der letzten Saison war der fünfte Platz in Schladming. Was hat sich seitdem in deinem Leben geändert?“

Linus Straßer: „Beim Skifahren ist es grundsätzlich sehr hart, wenn man nicht zu den Top 30-Rennläufern gehört. Die meisten Leute kennen einen dann überhaupt nicht. Wenn man aber diesen Sprung schafft, nehmen Interesse und Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit spürbar zu, das war auch bei mir so. Es ist natürlich auch ein großer Unterschied zwischen Europa- und Weltcup. Wenn man Europacup fährt, denkt man auch dass man noch so weit weg ist. Doch dann ging es Schlag auf Schlag, und ich war innerhalb von ein paar Rennen in den Top-30. Wenn man dann merkt, man kann auch mal mit einer mittelmäßigen Leistung in die Top-30 fahren, und mit zwei guten Durchgängen auch unter die besten fünf kommen, dann steigt das Selbstvertrauen; das hat meine Einstellung und meine Wahrnehmung auf alle Fälle verändert.“

Linus Straßer bei der Ski WM 2015 in Vail

Linus Straßer bei der Ski WM 2015 in Vail

skiweltcup.tv: „Ein Höhepunkt deiner Laufbahn war mit Sicherheit auch die Ski WM 2015 in Vail. Wie hast du dieses Großereignis erlebt, und welche Erfahrungswerte kannst du für die Zukunft mitnehmen?“

Linus Straßer: „Ich kann mich glücklich schätzen, dass ich die WM in Vail miterleben konnte. Es war eine unglaublich entspannte und ruhige Atmosphäre. Ich kannte Vail schon vom Weltcup-Riesenslalom, und habe das damals schon als extrem angenehm empfunden. Das waren für mich optimale Voraussetzungen, um dann Zehnter im WM-Slalom zu werden.“

skiweltcup.tv: „Im letzten Winter warst du noch das Nachwuchstalent. Mit welchen Erwartungen gehst du in die neue Saison?“

Linus Straßer: „Das ist ein Thema, über das ich mir natürlich schon einige Gedanken gemacht habe. Ich wurde schon oft gefragt, was ich in der nächsten Saison erreichen möchte. Ich glaube, wenn ich die Leistung aus der letzten Saison wiederholen kann, bin ich schon zufrieden. Vielleicht noch öfter in die Top 15 und noch ein-, zweimal mehr so ein Rennen wie in Schladming fahren. Das wäre schon super.“

skiweltcup.tv: „Nach deiner Rückkehr aus Südamerika, auf was hast du dich in der Heimat besonders gefreut?“

Linus Straßer: „Auf das Essen, das Essen von der Mama!“ (lacht)

Wir von skiweltcup.tv wünschen Linus Straßer auf diesem Wege alles Gute und die Erfüllung der kurz- bis mittelfristigen Ziele, die er sich für die Ski-Saison 2015/16 gesetzt hat. Dass er Talent hat, hat er jedem bewiesen und vielleicht gelingt es ihm früher oder später, durch seine guten Platzierungen aus dem erfolgreichen Slalom-Duo Fritz Dopfer und Felix Neureuther ein absolut erfolgreiches Trio zu machen. Dem deutschen Skirennsport täte dies auf jeden Fall mehr als nur gut.

 

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