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LIVE: 2. Abfahrtstraining der Herren in Kitzbühel, Vorbericht, Startliste und Liveticker

© hahnenkamm.com / LIVE: 2. Abfahrtstraining der Herren in Kitzbühel, Vorbericht, Startliste und Liveticker

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Am Donnerstag um 11.45 Uhr steht in Kitzbühel auf der legendären „Streif“ das 2. Abfahrtstraining, für die am Samstag stattfinde Hahnenkammabfahrt auf dem Programm. Schon bei der Übungseinheit wartet auf die Speed-Athleten einmal mehr die berüchtigtste Mutprobe der Skiwelt über die Mausefalle, den Steilhang, den Hausberg und die Traverse. Die offizielle FIS Startliste und den Liveticker finden Sie in unserer Navigationsleiste oben.

Bereits am Dienstag stand in Kitzbühel der erste Trainingslauf für die 76. Hahnenkammabfahrt auf dem Programm. Bereits beim ersten “gezeiteten” Training hieß es für 67 wagemutige Athleten volle Konzentration. Fahrfehler auf der “Streif” enden häufig im Krankenhaus. Diese Erfahrung musste bei der 1. Trainingseinheit auch Max Franz machen. Der Kärntener zog sich bei seinem Sturz einen Kapseleinriss im linken Kniegelenk, einen Riss des Syndesmosebandes im linken Sprunggelenk und eine Absprengung am Mondbein am linken Handgelenk. Acht Wochen Pause, was einem vorzeitigen Saison-Aus gleichkommt.

Die Tagesbestzeit, auf der 3312 Meter langen Strecke, erzielte Adrien Theaux. Der 31-Jährige Franzose verwies, in einer Zeit von 1:57.68 Minuten, den Salzburger Hannes Reichelt (+ 0.21) und den norwegischen Topfavoriten Aksel Lund Svindal (+ 0.29), sowie den zeitgleichen Franzosen Maxence Muzaton (+ 0.29) auf die Plätze zwei und drei.

Entspannt wirkte Vorjahressieger Kjetil Jansrud aus Norwegen. Er schaute sich die bekannten Schlüsselstellen genauestens an. Auch Klaus Kröll tastete sich langsam heran. „Erst beim zweiten Training werde ich in den Abschnitten Karusell, Steilhang, Hausberg und der Traverse mehr attackieren. Besonders die Traverse ist noch sehr unruhig und durch die Lichtverhältnisse schwierig zu fahren.“

Wer in Kitzbühel siegt, wird zur Legende. Mit Gefällen von bis zu 85%, Sprüngen bis zu 80 Metern und Geschwindigkeiten über 140 km/h heißt es für die Abfahrer über Mausefalle, Brückenschuss, Hausbergkante und die berühmt berüchtigte Traverse kurz vor dem Ziel die Zähne zusammenzubeißen und Schmerzen zu verdrängen.

Im Vorjahr siegte Kjetil Jansrud auf der stark verkürzten Jubiläums-Abfahrt auf der „Streif“ in Kitzbühel. Der Norweger gewann in einer Zeit von 58,16 Sekunden vor Dominik Paris aus Südtirol und dem Franzosen Guillermo Fayed.

Das ist die Streif: Schnell, gefährlich und spektakulär

Es ist ein Spiel mit dem Feuer und jeder Rennläufer muss sich der Gefahr bewusst sein. Auf den Athleten wartet die gefährlichste Ski-Piste der Welt – die Streif in Kitzbühel. Jedes Jahr stürzen Fahrer, jedes Jahr müssen die Rettungs-Sanitäter einen Sportler ins Krankenhaus fliegen. Und dennoch ist das Hahnenkamm-Rennen Kult. Sowohl bei den Zuschauern, als auch bei den Fahrern.

Nicht wenige Athleten würden einen Sieg bei der Hahnenkamm Abfahrt auf der Streif in Kitzbühel ohne zu zögern gegen einen Olympia-Sieg oder einen WM-Titel eintauschen.

Das ist die Streif: Gleich nach dem steilen Start ist von den Fahrern viel Mut gefordert. Wer kein Selbstvertrauen hat, der bekundet beim Sprung bis über 50 Meter die ersten Probleme. Die Mausefalle ist mit 85 Prozent Gefälle der steilste Punkt der Streif. Es folgt eine Kompression, in welcher die Fahrer extremen Fliehkräften ausgesetzt sind.

Karusellkurve: Die S-Kurvenkombination ist der nächste Schlüsselpunkt und bildet die Einfahrt in den Steilhang. Der lange Rechtsschwung am Ende entscheidet über das Tempo, möglichst wenig rutschen ist wichtig. Holt ein Fahrer vor dem Bogen aus, kann sich das durchaus als Vorteil erweisen.

Steilhang und Gschöss: Im Steilhang sind die technischen Anforderungen sehr hoch. Perfekte Kanten und optimales Timing sind nötig um die Tore richtig zu erwischen. Normalerweise ist die Stelle völlig vereist. Möglichst viel Tempo mitnehmen ist wichtig, da mit dem Gschöss eine 650 Meter lange Gleiterpassage folgt. Hier entscheiden gutes Material, starke Kondition und gutes Gleitvermögen.

Alte Schneise, Seidlalm: Die alte Schneise ist eine unruhige und riskante Schrägfahrt, welche von einem raschen Gelände- und Lichtwechsel gefolgt wird. Über die Seidlalm ist Geduld und perfekte Körperspannung gefragt. Wer sich hier aufrichtet, verliert wertvolle Hundertstel.

Lärchenschuss: Ein erneutes Gleiterstück ist der Lärchenschuss, Tempo bis 102 km/h werden erreicht. Mental befinden sich die Fahrer bereits in der Vorbereitung auf den nächsten schweren Abschnitt. Die Beine brennen, manch einer stößt langsam an seine körperlichen Grenzen.

Hausbergkante: In den Trainings stand eine Nebelwand über der Hausbergkante, was den Sprung zusätzlich erschwerte. Es folgt eine schwierige Linkskurve über eine Welle, es gilt möglichst hoch in die Querfahrt einzufahren.

Querfahrt: Viele Bodenwellen machen die Querfahrt zu einer Schütteltortur, möglichst nicht abheben ist gefragt. Oft werden hier die Fahrer nach unten getrieben und büßen die hohe Linie ein. Diese wäre wichtig um nochmals volles Tempo in den Zielschuss mitzunehmen.

Zielschuss und Zielsprung: Im Zielschuss erreichen die Athleten die höchste Geschwindigkeit des Rennens, mit bis zu 140 km/h rasen sie über die letzten Meter. Trotz der Müdigkeit müssen sich die Fahrer nochmals zusammennehmen, sonst verkommt der Zielsprung zum Unfallort. Schließlich treffen die Pistenraser auf der „Rasmusleitn“ in direkter Nähe der Stadt im Zielraum ein. Wer hat die Schlüsselstellen am besten gemeistert?

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