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Magnus Walch im Skiweltcup.TV-Interview: „Kugelfisch und Olympiagold haben etwas gemeinsam!“

Magnus Walch im skiweltcup.tv-Interview: „Kugelfisch und Olympiagold haben etwas gemeinsam!“ (Foto: Markus Walch / privat)

Magnus Walch im skiweltcup.tv-Interview: „Kugelfisch und Olympiagold haben etwas gemeinsam!“ (Foto: Magnus Walch / privat)

Lech am Arlberg – Der 24-jährige Magnus Walch aus Vorarlberg ist ein Spätstarter im ÖSV-Team. Er konzentriert sich hauptsächlich auf die technischen Disziplinen Riesentorlauf und Slalom. In Sölden möchte er in wenigen Wochen sein zweites Weltcuprennen bestreiten.

Doch vorher sprach er mit Skiweltcup.TV über seine bisherige Laufbahn, seine Trainingseinheiten in der warmen Jahreszeit, eine spezielle „To-Do-List“ – eine „Bucket-List“ – die er mit seinem ebenfalls aktiven und um zwei Jahre jüngeren Bruder Linus erstellt hat, und vieles mehr.

skiweltcup.tv: „Magnus, noch kennt dich nicht jeder. Dieses Interview dient auch dazu, die im B-Kader des österreichischen Skiverbandes eingeteilten Skirennläufer besser kennen zu lernen. Kannst du dich kurz vorstellen?“

Magnus Walch: „Meine Eltern sind selbst begeisterte Skifahrer, hatten jedoch bis zu meinem Karrierestart wenig Bezug zum Rennsport. Durch den Skiclub Arlberg kam ich zum Skirennlauf. Früher waren wir viel im Gelände unterwegs. Tiefschnee und Buckelpisten legten den Grundstein für eine gute Skitechnik. Die Freude und Begeisterung unserer Skiclub-Trainer und die wohl besten Trainingsbedingungen direkt vor meiner Haustür in Lech zeigten mir, warum genau dieser Sport meine Zukunft sein wird.

Mit der Top-Ausbildung an der Skihotelfachschule Bad Hofgastein habe ich mir für die Zeit nach der Karriere ein Standbein aufgebaut und kann mich nun zu 100 Prozent auf den Skirennsport konzentrieren.

Meine Karriereschritte entsprachen nicht wirklich den Idealvorgaben des Systems: Erst nach dem vierten FIS-Jahr qualifizierte ich mich für den ÖSV-Kader. Zwei Jahre später stand ich nach einer durchwachsenen Saison ohne Kaderstatus da, trainierte mit dem Vorarlberger Skiverband und kämpfte mich zurück. Ehrgeiz und Zielstrebigkeit sind zwei meiner persönlichen Stärken. Mit konsequenter Arbeit verfolge ich meine Ziele und bin mir sicher, auf dem richtigen Weg dorthin zu sein.

skiweltcup.tv: „Nach der Saison ist vor der Saison. Kannst du uns ein paar Einblicke in deine Trainings in der warmen Jahreszeit gewähren?“

Magnus Walch: „Gleich nach dem Saisonende habe ich wieder mit dem Konditionstraining begonnen. Für Urlaub war nicht viel Zeit. Ein paar Tage Segeln und Windsurfen am Gardasee gingen sich aber trotzdem aus. Sehr effizient waren und sind die Trainingseinheiten im Olympiazentrum in Dornbirn. Hier kann ich mit den anderen Vorarlberger Skirennläufern und Kollegen aus anderen Sportarten optimal trainieren. Vor allem bei den intensiven Intervall-Einheiten am Dienstagvormittag haben wir – um es mit den Worten unserer Coaches zu sagen -‚so richtig Feuer gegeben‘. (lacht)

Zusätzlich zu den Einheiten in Dornbirn trainiere ich viel daheim: in der Kraftkammer im sport.park.lech und viel in den Lecher Bergen. Berge sind für mich mehr als nur Trainingsplatz zum Biken, Wandern, Klettern und Berglaufen. Vor allem sind sie meine Energiequelle. Berge geben mir Kraft, helfen mir, die Batterien aufzuladen. Sie nehmen einen großen Stellenwert in meinem Leben ein.

Die Vorbereitung auf Schnee haben wir heuer am Stilfser Joch, in Zermatt und in Saas Fee absolviert. Wetter und Verhältnisse waren genial. 25 qualitativ sehr hochwertige Skitage stehen in unseren Trainingsaufzeichnungen. Jetzt hoffen wir auf Schnee, um schon bald auf den heimischen Gletschern trainieren zu können.“

Markus Walch: "Die Verhältnisse in Saas Fee waren genial" (Foto: Markus Walch / privat)

Magnus Walch: „Die Verhältnisse in Saas Fee waren genial“ (Foto: Magnus Walch / privat)

skiweltcup.tv: „Dein jüngerer Bruder Linus ist auch als Skirennläufer unterwegs. Mit ihm zusammen führst du außerdem eine besondere ‚To-Do-List‘. Was kann ein Außenstehender darüber in Erfahrung bringen?“

Magnus Walch: (grinst) „Nun ja, ganz nach dem Vorbild des Films ‚The Bucket List‘ haben mein Bruder und ich vor ein paar Jahren begonnen, eine Liste mit ‚Dingen, die man einmal im Leben gemacht haben muss‘, zu erstellen, die laufend erweitert und natürlich auch abgehakt wird. Darauf stehen mittlerweile über 50 mehr oder weniger gewöhnliche Aktionen wie Skydiving, Heliskiing in Kanada, eine Transalp-Biketour, Surfen in Hawaii, das Besteigen verschiedener Berggipfel, das Absolvieren eines Ironman-Triathlons aber auch Dinge wie ‚Radarfoto mit dem Rennrad‘ oder ‚Zum Flughafen fahren, auf der Abflugtafel eine Destination aussuchen und einfach dort hinfliegen‘. Ganz oben auf unserer Liste stehen natürlich die Olympiagoldmedaille und der ‚Depperte Glasbecher‘.

Heuer abhaken konnten wir zum Beispiel schon die Skitour auf den Großglockner, den höchsten Berg Österreichs – ein geniales Erlebnis. Im März waren wir zwei Wochen in Japan, um an den Rennen des Far-East-Cups teilzunehmen. Zur Belohnung für meinen Sieg beim Riesentorlauf in Nozawa Onsen gönnten wir uns einen vermeintlichen ‚Leckerbissen‘. Der Kugelfisch schmeckte zwar nach nichts, dem Fugu-Meister bei der Arbeit zuzusehen war aber ein echtes Erlebnis. Und wir konnten neben dem Punkt ‚Kugelfisch essen und überleben‘ auch einen Haken machen.“ (lacht)

skiweltcup.tv: „Wenn man in den Annalen des Skiclub Arlberg blättert, erkennen wir, dass viele erfolgreiche Skirennläuferinnen und -läufer das Einmaleins des Skifahrens hier erlernt haben. Auch gibt es mit Othmar Schneider, Trude Jochum-Beiser, Egon Zimmermann, Patrick Ortlieb und Mario Matt gleich fünf Spitzensportler, die zu Olympischen Goldehren gekommen sind. Haben diese eine gewisse Vorbildfunktion für dich?“

Magnus Walch: „Absolut. Ich sehe diese SCA-Sportler vor allem menschlich als Vorbild. Sie waren teilweise noch mit Holzskiern unterwegs und riskierten auf selbst getretenen Rennpisten ihr Leben. Auf alle Fälle sind es Menschen, mit denen ich gerne im Gespräch war und bin und von denen ich darüber hinaus viel lernen kann. Ich bin extrem stolz, Teil des Ski Club Arlbergs zu sein, solche Persönlichkeiten als Clubkollegen haben zu dürfen und gebe natürlich mein Bestes, um schon bald als sechster Olympiasieger des Ski Clubs die Arlberger Fahnen hoch halten zu können.

Skifahrerisch gesehen würde ich aktuell Marcel Hirscher und Alexis Pinturault als meine Vorbilder nennen. Beide weisen einen ähnlichen Körperbau wie ich auf, und ich kann mich somit in Bezug auf den Fahrstil gut an ihnen orientieren. Hirschers Stabilität und Aktivität und die Technik und Präzision von Pinturault taugen mir extrem.

skiweltcup.tv: „Kann Magnus Walch auch eines Tages eine Vorbildrolle übernehmen?“

Magnus Walch: „Das ist auf jeden Fall ein Ziel, in mehrerlei Hinsicht. Ich möchte vor allem ein Vorbild sein, wenn es darum geht, Kinder zum Skifahren zu animieren. Ich möchte, dass die Kinder mir bei den Rennen zuschauen, YouTube-Videos von meinen besten Läufen anschauen und sehen, wie viel Spaß Skifahren macht. Der Skisport ist, egal ob als Leistungs- oder  Breitensport, der schönste Sport überhaupt, den ich mir vorstellen kann – und genau das möchte ich den Kindern zeigen.

Während meiner Zeit an der Skihotelfachschule habe ich auch die D-Trainer-Ausbildung absolviert. Ich kann mir gut vorstellen, eines Tages nach meiner Karriere meine Erfahrungen weiterzugeben. Ich möchte meinem Heimatverein das zurückgeben, was er mir gegeben hat und wichtige Werte, die ich mit auf den Weg mitbekommen habe, vorleben. Und die Ski Club Kids können dann stolz daheim erzählen, dass sie von einem Olympiasieger trainiert werden.“ (grinst)

Bericht und Interview für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Markus Walch: "Berge sind meine Kraftquelle" (Foto: Markus Walch / privat)

Magnus Walch: „Berge sind meine Kraftquelle“ (Foto: Magnus Walch / privat)

Die Skiweltcup.TV Sommer-Interviews 2016 – und alle zwei Tage werden es mehr!

Luana FlütschMarta BassinoJulia GrünwaldMartina RettenwenderPatrick KüngWendy HoldenerGeorg Pircher (Manager Dominik Paris)Werner HeelJasmina SuterRicarda HaaserVerena GasslitterLarisa YurkiwDenise FeierabendKerstin NicolussiNicol DelagoKathrin „Kathi“ ZettelElena FanchiniElisabeth „Lizz“ GörglStefan BrennsteinerVeronique HronekChristian WalderTamara „Tami“ TipplerORF-Skikommentator Peter BrunnerDajana DengscherzEurosport-Ikone Guido HeuberNadia FanchiniBernhard RussiEster LedeckáJulien LizerouxChristina „Tina“ GeigerNiki HospMarcus SandellCarina DengscherzBürgermeister Alfred M. RiedererEva-Maria BremNiklas KöckPernilla WibergBoštjan KlineRamona SiebenhoferAnton GrammelKathi GallhuberPhilipp SchörghoferEdit MiklósAndré MyhrerManuela MölggFritz DopferAlexander FröisIlka ŠtuhecHannes ReicheltBernadette SchildMarcel HirscherFederica BrignoneGünther Nierlich jun.Kira WeidleManfred MölggSki-Entwickler Mathieu FauveFabio RenzHermann MaierMatthias HüppiNicole SchmidhoferGeorg StreitbergerMarlene SchmotzOliver Polzer  – Tina WeiratherRiccardo Tonetti Aris DonzelliAndreas SanderAnnemarie Moser-PröllAna DrevNadia DelagoRoland LeitingerMirjam Puchner  – Marco SchwarzConny Hütter Dominik ParisPeter Fill  – Stephanie Venier

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