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Marcel Hirscher gewinnt Gold, Publikum steht Kopf, würdiges Trio auf Podium

© Ch. Einecke (CEPIX)  /  Neureuther, Hirscher, Matt

© Ch. Einecke (CEPIX) / Neureuther, Hirscher, Matt

Schladming – Marcel Hirscher ist Weltmeister! Nun hat er auch seine Einzelmedaille; er siegte zum Abschluss der diesjährigen Ski-WM im Herrentorlauf von Schladming in einer Zeit von 1.51,03 Minuten vor dem DSV-Athleten Felix Neureuther (+0,42) und der zweifache Slalom-Weltmeister Mario Matt aus Österreich (+0,65).

Marcel Hirscher: „Man kann das nicht fassen. Es war sehr schwierig, ich hab alles oben mitgekriegt. Es war heftig! Es ist genial! Man muss sich ablenken! Ich hab versucht, mir zu sagen, es geht um Nichts, es ist nur ein Spiel. So habe ich es halt irgendwie geschafft. Die Stimmung war sensationell, super! Ich war so fokussiert, habe geschaut, dass ich keinen Fehler mache. Ich hab schon gespürt, dass es eine Super-Fahrt war. Aber was soll ich sagen – frag mich in einer halben Stunde, dann kann ich mehr sagen.“

Felix Neureuther: „Es ist gewaltig! Die Emotionen kommen hoch. Das war heute absolute Schmerzgrenze. Ich hab es endlich geschafft, bei einem Großereignis das umzusetzen, was ich mir vorgenommen habe. Es wurde immer vom Duell Hischer gegen Neureuther geschrieben. Dann waren wir beide vorne. Ich lege im Finale vor. Und das ein Piefke in Österreich Weltmeister wird, will man halt nicht so gerne. Ich hab schon auf Gold gehofft, hoffen tut man immer. Aber Marcel der Kerl hat es heute wieder sehr gut gemacht. Ich hab aber schon zum Schröcksi gesagt, dass er es das nächste Mal schwerer haben wird.“

Mario Matt: „Wenn man am Start steht und unterm dem Fahren, geht es. Aber wenn man alleine ist, dann spürt man die Anspannung. Aber ich hab auf mich vertraut und alles gegeben und nicht sinnlos riskiert. Es war wichtig dass man in den Spuren bleibt. Ich hab  im Finale mehr vom Schnee zurückbekommen und mich wohler gefühlt. Leider hatte ich vor dem Ziel noch einen Hakler, aber ich bin sehr glücklich über Bronze. Bei dieser Dichte muss man zufrieden sein, wenn man eine Medaille macht.“

Auf dem vierten Rang landete der Schwede Andre Myhrer, der bereits mehr als eine Sekunde Rückstand auf Hirscher aufwies. Hinter dem Skandinavier klassierte sich der kroatische Kombi-Silbermedaillengewinner Ivica Kostelic (+1,12), der mit einer guten Fahrt im zweiten Lauf ein paar Plätze gutmachte. Hinter ihm klassierte sich der Franzose Alexis Pinturault (+1,24), der Fritz Dopfer als zweitbesten Deutschen auf den siebten Endrang verwies. Das schwedische Duo, bestehend aus Jens Byggmark und Mattias Hargin, und der Slowene Mitja Valencic rundeten die besten Zehn des heutigen Torlaufbewerbs ab.

Hinter Titelverteidiger Jean-Baptiste Grange aus Frankreich (+2,43) landete der Tiroler Benjamin Raich mit einem etwas verkorksten zweiten Durchgang auf dem zwölften Platz. Pech hatte indessen der Südtiroler Patrick Thaler. Nach einem schwachen ersten Lauf gab der 34-Jährige im zweiten Lauf Vollgas und zeigte, was in ihm steckte. Doch nach der zweiten Zwischenzeit, die ihm bis dahin eine sehr gute Fahrt mit viel Luft nach vorne attestierte, kam er zu Sturz. Nicht besser ging es seinem Landsmann Manfred Mölgg, dem auch eine Medaille zuzutrauen war. Und auch der Österreicher Manfred Pranger, seines Zeichen Weltmeister von 2005, sah in seinem wohl letzten WM-Rennen nicht das Ziel.

Der Schweizer Markus Vogel kam auf Rang 17. Im Entscheidungslauf war er oben passabel unterwegs, doch seine Fahrt reichte keinesfalls für eine Medaille oder gar eine Top-Platzierung. So gehen die eidgenössischen Herren ohne Medaille nach Hause. Nur Lara Gut mit Silber bewahrte das Swiss Skiteam vor einem Desaster. Teamkollege Marc Gini wurde 18. Auf dem 21. Platz landete nur Stefan Luitz aus Deutschland. Wie bei den Schweizern muss man auch bei ihm auf die zweite Seite des Klassements blicken.

Eine technische Einfügung vor dem Fazit sei gestattet: David Chastan, der Verantwortliche der französischen Technikergruppe, steckte den Kurs auf der Planai etwas direkter. Die Vertikale im Steilhang ließ die Athleten nicht das Tempo drosseln.

Das Publikum, dem Fairness und Loyalität unbedingt zuzuschreiben ist, feuerte jeden an. Dass die Planai, als Hirscher abschwang und fast im Anja-Pärson-Stil einen Bauchrutscher zum Besten gab, kochte, ist klar. Mit dem 23-jährigen hat der wohl beste Slalomläufer Gold gewonnen. Und Neureuther muss nicht traurig sein, sein zweiter Plätz und die damit einhergehende Silbermedaille glänzt auch wie Gold. Der Dritte auf dem Podium, Mario Matt, noch einmal einen ganz großes Rennen gezeigt und hat sich das Edelmetall zum Abschluss mehr als verdient.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

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