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Marcus Sandell will unbedingt einen Top-3-Platz ansteuern

© Kraft Foods / Marcus Sandell

© Kraft Foods / Marcus Sandell

Espoo – In einem TV-Interview im finnischen Fernsehen erzählte Marcus Sandell von seiner langen Rehabilitation im Rückenbereich. Der Riesentorlaufspezialist aus dem hohen Norden Europas will wieder fit werden und bei den Olympischen Winterspielen in Südkorea ein gutes Ergebnis einfahren. Wenn man seine Krankenakte durchsieht, erkennt man viele Verletzungen. Aber der Finne gibt sich nicht geschlagen. Ein Aufgeben kommt für ihn nicht infrage.

In der Zwischenzeit widmet er sich auch seinen akademischen Studien an der Haaga-Helia-Universität in der finnischen Hauptstadt. Sandell kämpft und möchte bis 2022 dem Skirennsport erhalten bleiben. In seiner sportlichen Karriere konnte er ab und zu sein Talent zeigen, aber die körperlichen Beschwerden und Verletzungen warfen ihn bisweilen immer wieder zurück. Nach seinen ersten Einsätzen bei FIS- und Europacuprennen debütierte der Finne vor heimischer Kulisse 2006 in Levi. In Hinterstoder fuhr Sandell zu seinen ersten Weltcupzählern, und im Jahr 2007 überzeugte er mit dem zweiten Platz bei den Junioren-Weltmeisterschaften in Flachau.

Von dieser Zeit versuchte sich „Mare“, so wie der Finne von klein auf genannt wird, in den Top-15 im Riesenslalom zu etablieren. Das ist auch seine Lieblingsdisziplin. Im Jahr 2009 verletzte er sich beim Training auf dem Pitztaler Gletscher schwer, sodass das Ende seiner jungen Karriere im Raum stand. Er verlor eine Niere, verletzte sich an der Milz, brach sich die Hand, die Nase und viele andere Verletzungen brachten ihn ins Krankenhaus nach Innsbruck. In der langen Phase der Reha verlor er zehn Kilo Muskelmasse. Und trotzdem vertrat er sein Land bei den Olympischen Spielen in Vancouver. Leider schied er im zweiten Durchgang aus.

In der Folgesaison hatte Sandell einige Schwierigkeiten, den Rennrhythmus wieder aufzunehmen. Doch in Hinterstoder überzeugte er 2011 alle mit Rang sieben. Er bezeichnete das Rennen als eines seiner größten Momente seiner Laufbahn. Diese Platzierung gab ihm mehr Auftrieb und von nun an glaubt er wieder vermehrt an sich. In den Jahren 2012 und 2013 pendelte er zwischen dem fünften und zehnten Platz bei den Weltcuprennen, und in Garmisch-Partenkirchen schrammte er knapp an einer Podestplatzierung vorbei.

Rückenschmerzen verhinderten weitere gute Ergebnisse. In Val d’Isère wurde er 26 und ein schmerzfreies Fahren war einfach nicht mehr möglich. Er ließ sich am Rücken und der Hüfte operieren, weil er einsah, dass es keinen Sinn mache, mit dem Kopf durch die Wand zu gehen.

Der Finne befindet sich im fünften Monat seiner Reha. Die Formkurve stimmt, und im Sommer kann er die Skier wieder anschnallen und auf den Gletschern arbeiten. Er fühlt sich gut und träumt von einem Start im Riesenslalom von Pyeongchang, wenn es um olympisches Edelmetall geht.

Er weiß, dass er knapp an den Top-3 kratzte und hofft, dass auch er einmal zu Medaillenehren kommt. Er will mehr und hat auch nie an den Rücktritt gedacht. Er will weitermachen und erfolgreich sein. Der Finne, mittlerweile 29 Jahre alt und in Espoo lebend, hat auch Ziele, die über den Einsatz in Südkorea hinausgehen. So will er auf hohem Niveau bis 2022 weiterfahren. Und auch wenn seine Krankenakte übervoll ist, ist alles möglich.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quelle: www.neveitalia.it

 

 

 

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