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Maria Höfl-Riesch: „Im Slalom kann ich mich zur Zeit nur schwer einschätzen“

Maria Höfl-Riesch: „Im Slalom kann ich mich zur Zeit nur schwer einschätzen“

Maria Höfl-Riesch: „Im Slalom kann ich mich zur Zeit nur schwer einschätzen“

Nach dem Gewinn der Goldmedaille im Slalom bei der WM 2009 feierte Maria Riesch als Doppel-Olympiasiegerin von Vancouver (SL und SC) die bisher größten Erfolge ihrer Karriere. Im Winter 2010/11 sicherte sich Maria den Gesamt-Weltcup und gewann zwei Bronzemedaillen bei der WM.

2011/12 konnte sich Maria Höfl-Riesch über 3 Weltcupsiege freuen, insgesamt neunmal stand Sie auf dem Podest und beendete die Saison als Gesamtweltcup Dritte.

Ziele der Doppel Olympiasiegerin für die neue Saison: „Für mich ist der Gesamt-Weltcup sportlich gesehen der größtmögliche Erfolg. Aber natürlich gibt es für mich auch noch weitere Ziele, beispielsweise einen Riesenslalom zu gewinnen. Es gibt bisher nur fünf Frauen, die es geschafft haben, in allen Disziplinen Weltcup-Rennen zu gewinnen. Mich hier einzureihen, wäre ein großer Traum von mir.“

Maria Höfl-Riesch stand in Herzogenaurach, bei der alljährlichen DSV Einkleidung, Skiweltcup.TV für ein Gespräch zur  Verfügung:

Du bist in Sölden mit dem Handicap einer Erkältung an den Start gegangen. Welches Fazit ziehst Du nach dem ersten Saisonrennen?

Maria Höfl-Riesch: Im Rennen selbst war ich schon wieder gesund. Aber die Woche vorher war ich krank, und das hängt einem natürlich etwas nach. Darum war nur eine geringe Vorbereitung für das Rennen möglich, und deshalb bin ich auch recht zufrieden, wie es gelaufen ist.

Wie ist dir die Umstellung auf das neue Material geglückt?

Maria Höfl-Riesch: Eigentlich ganz okay. Wobei es natürlich auch etwas abhängig von den Bedingungen und der Kurssetzungen ist, wie gut es dann funktioniert. Ich tue mich schon schwer, wenn der Schnee sehr weich ist, oder der Lauf eng und drehend gesteckt ist. Aber das waren auch mit den alten Ski nicht meine Lieblingsbedingungen. Darum ist es mit dem neuen Ski noch ein Stück schwerer, aber nichtsdestotrotz ist die Umstellung sehr gut gelungen.

© Kraft Foods  /  Maria Höfl-Riesch

© Kraft Foods / Maria Höfl-Riesch

Nach dem wetterbedingt schwierigen Riesenslalom in Sölden gibt es die Diskussion bei einem Rennabbruch, nach dem ersten Durchgang, diesen als vollständiges Rennen zu werten. Wie ist deine Meinung dazu?

Maria Höfl-Riesch: Finde ich auf jeden Fall gut. Wir haben auch in Sölden darüber diskutiert. Wie wir am Start standen, hat es ja wirklich so ausgeschaut, wie wenn das nichts mehr mit einem Rennen wird. Mich hätte es dann schon geärgert, wenn sie abgesagt hätten. Ich war mit meinem siebten Platz total happy und positiv überrascht. Ich hab dann zu meinem Servicemann gesagt, es wäre eigentlich ein Witz, wenn sie jetzt den zweiten Durchgang absagen und alles komplett umsonst war. Beim Skispringen gibt es ja auch die Regel dass, wenn ein zweiter Durchgang nicht mehr möglich ist, der erste gewertet wird. Warum dann nicht bei uns? Also ich wäre sehr dafür.

Die FIS plant weitere City Events und möchte die dabei gewonnen Weltcuppunkte in den Slalomweltcup einfließen lassen. Wie ist deine Meinung dazu?

Maria Höfl-Riesch: Grundsätzlich sind die City Events schon gut. Alleine schon die Atmosphäre ist etwas Besonderes, und für die Leute in der Stadt ist es natürlich auch ein kurzer Weg zu den Rennen. Dass die City Events jetzt komplett zum Slalomweltcup zählen sollen, finde ich nicht gut. Auch die Regelung über die Startberechtigten, ich glaube die ersten zwölf vom Slalomweltcup plus vier vom Gesamtweltcup finde ich ist „wischi waschi“. Deswegen sollte das ganze System mit der Startberechtigung und der Wertung noch einmal überlegt werden. Aber City Events sind gut.

Übernächste Woche steht der Slalom in Levi auf dem Programm. Wie laufen deine Vorbereitungen und wie wohl fühlst du dich im Slalom?

Maria Höfl-Riesch: Ich kann im Moment in Sachen Slalom eigentlich gar nichts sagen. Durch die Krankheit blieb keine Zeit, und davor war die Konzentration auf den Riesenslalom gerichtet. In Neuseeland lief es ganz okay. Die Woche danach in Saas Fee ging es mir nicht so gut. Gegenwärtig kann ich mich wirklich sehr schwer einschätzen. Ich konzentriere mich jetzt natürlich voll auf das Slalomrennen in Levi. Die nächsten Tage trainieren wir in Haus oder fliegen vielleicht schon am Freitag nach Skandinavien und dann ’schau‘n mer mal‘.

Nach Levi folgen die Speedrennen in Übersee. Wie war die Vorbereitung auf die schnellen Disziplinen  im Sommertrainingslager?

Maria Höfl-Riesch: Das lief sehr gut. In Chile hatten wir wirklich sehr gute Bedingungen. Auch hier ist es mit der Umstellung ähnlich wie im Riesenslalom, wenn der Schnee weich ist und niedrige Geschwindigkeiten, dann merkt man das neue Material schon. Aber alles in allem lief es ganz gut. Nach den Skandinavien-Rennen fliegen wir direkt in die USA, damit wir in Cooper Mountain noch ein paar Tage Speed trainieren können. Bei uns auf den Gletschern ist es immer sehr schwierig, noch einmal ein gutes Speed-Training zu bekommen, darum freue ich mich auch schon auf die USA.

Vom 4. bis 17. Februar findet in Schladming das „Skifest mit Herz“ statt. Wie groß ist die Vorfreude auf die Ski WM 2013?

Maria Höfl-Riesch: Die Vorfreude auf Schladming ist wirklich riesengroß. Das wird mit Sicherheit ein Skifest. Ich hab gehört, alle Rennen sind ausverkauft, und bei jedem Rennen werden 40.000 Zuschauer erwartet. Das wird sicher eine tolle Veranstaltung bei einer super Stimmung. Es ist halt das Saisonhighlight, und ich hoffe im Weltcup gut in Form zu kommen, gute Rennen zu fahren, um dann mit viel Selbstvertrauen die Rennen in Schladming zu bestreiten.

Kannst Du uns eine kurze Information geben, wie es deiner Schwester Susanne geht?

Maria Höfl-Riesch: Susanne möchte demnächst das Skifahren probieren. Es geht ihr wirklich besser, auch wenn sie natürlich noch nicht 100% fit ist. Aber die letzten Wochen ist jetzt schon etwas vorwärts gegangen, und ich hoffe, dass ihr das Skifahren auch psychisch noch einmal einen Schub gibt.

Am Wochenende warst Du erstmals wieder im Kreise deiner Skiweltcup Kolleginnen und Kollegen. Darf ich fragen, wie die Resonanz auf dein Buch „Geradeaus“ ausfiel?

Maria Höfl-Riesch: Also ich persönlich habe keine negativen Rückmeldungen bekommen. Es sagt natürlich nicht jeder was, aber von den Leuten im Skiweltcup, die mich angesprochen haben, waren die Reaktionen positiv, und es kam eigentlich ganz gut an.

Vielen Dank für das Gespräch. Wir wünschen dir eine erfolgreiche und vor allem gesunde WM-Saison 2012/13! 

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