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Markus Vogel im Skiweltcup.TV Interview: „Ich bin eher ein Denker“

© Gerwig Löffelholz  /  Markus Vogel (SUI)

© Gerwig Löffelholz / Markus Vogel (SUI)

Stans – Vor 30 Jahren erblickte der eidgenössische Technikspezialist Markus Vogel das Licht der Welt. Bereits mit drei Jahren stand er auf den Skiern. Im Dezember 1999 bestritt er seine ersten FIS-Rennen, 2003 seine ersten Europacup-Einsätze. Beim Slalom von Garmisch-Partenkirchen im Februar 2008 gewann er sein erstes Rennen in der kontinentalen Serie. Ein Monat zuvor feierte der Eidgenosse sein Debüt im Weltcup. Auf dem Ganslernhang in Kitzbühel 2009 konnte sich Vogel als 19. erstmals über Weltcupzähler freuen. Im Jahr 2010 wurde er Schweizer Slalom-Meister.

Sein bestes Weltcupresultat gelang dem helvetischen Technikspezialisten mit dem sechsten Platz beim Nachtslalom von Madonna di Campiglio kurz vor Weihnachten 2012. Wir von Skiweltcup.TV haben uns mit dem 30-Jährigen über die Freude am Sport, den letzten und den bevorstehenden Winter und die Zukunft des eidgenössischen Slalomteams unterhalten.

Skiweltcup.TV: „Markus, was ist für dich das Schöne, das Fesselnde am Skisport?“

Markus Vogel: „Neben meiner Leidenschaft für das Skifahren ist für mich auch das Wettkampf-Gefühl ausschlaggebend. Die Mischung aus Vorfreude, Nervosität und Bereitschaft, welche sich auf dem Moment entlädt. Dazu kommen natürlich die fantastische Stimmung bei den Weltcuprennen, die Reisen, die abwechslungsreiche sportliche Vorbereitung und die Kameradschaft unter den Athleten. Das sind alles Aspekte, welche ich am Skisport mag.“

Skiweltcup.TV: „Warum bist du Skifahrer geworden, und weshalb hast du dich für keinen anderen Sport entschieden?“

Markus Vogel: „Ich spielte früher auch viel und gerne Fußball, allerdings relativ talentlos. (lacht) Zudem bin ich direkt neben der Luftseilbahn in Beckenried aufgewachsen, da habe ich natürlich als Kind jede Möglichkeit zum Skifahren genutzt.“

Skiweltcup.TV: „Wenn wir einen Blick auf die abgelaufene Olympiasaison zurückwerfen: Welche positiven und negativen Aspekte charakterisieren deinen letzten Ski-Winter?“

Markus Vogel: Trotz guter Vorbereitung startete ich in Levi schlecht in den Winter. Ich konnte mich zwar etwas auffangen und fuhr bis Ende Januar viermal in die Punkte und dreimal in die Top-20, allerdings waren meine Ziele höher. Als ich dann die Qualifikation für Sotschi verpasste, gab mir das wohl mehr zu denken, als es gut für mich war. Da brachte ich im Anschluss nicht mehr viel zustande. Ich schaue aber positiv nach vorne und will mich in der Vorbereitung verbessern, damit ich nächste Saison wieder voll angreifen kann.

Das positive Highlight war mein 30. Geburtstag beim Heimslalom in Adelboden. Von 12000 Zuschauern ein Geburtstagsständchen zu erhalten, geht unter die Haut.

© privat / Markus Vogel (SUI)

© privat / Markus Vogel (SUI)

Skiweltcup.TV: „Welche Tops und Flops würdest du in Bezug auf die Saison 2013/14 nennen, wenn du etwas über den helvetischen Ski-Tellerrand schaust?“

Markus Vogel: „Der junge Kristoffersen hat natürlich eine gewaltig schnelle Entwicklung gezeigt. Für mich war aber auch schön zu sehen, wie erfahrenere Athleten wie etwa Matt und Thaler nach zwischenzeitlichen Tiefs in ihrer Karriere jetzt wieder groß aufblühen.

Es wäre falsch, über andere negativ zu urteilen. Aber wenn ich einen Flop nennen müsste, dann das Wetter. Leider wurde es nur selten richtig winterlich kalt.“

Skiweltcup.TV: „Was machst du derzeit, und wann fällt der Startschuss zu den sommerlichen Trainingseinheiten?“

Markus Vogel: „In den nächsten Wochen fahre ich noch einige FIS-Rennen. Schließlich muss ich noch meine FIS-Punkte verbessern. Bevor es in eine kurze Pause geht, möchte ich aber auch noch bei guten Verhältnissen einige Trainings und Tests absolvieren. Anfang Mai beginnt dann wieder das Trockentraining.“

Skiweltcup.TV: „Auf welche Trainingsmethoden legst du einen besonderen Wert, und auf welche Einheiten würdest du am liebsten verzichten?“

Markus Vogel: „Als Slalomfahrer lege ich viel Wert auf meine Schnellkraft und das Rumpftraining. Aber natürlich sind beim Skifahren alle konditionellen Aspekte wichtig. Das abwechslungsreiche Training (inklusive spielerischen Einheiten) macht die Vorbereitung interessant.

Als notwendiges Übel würde ich die Intervalltrainings oder beispielsweise lange Einheiten im Kraftkeller bei schönem Wetter bezeichnen. Aber auch, wenn du im Büro arbeitest, kannst du nicht gleich bei den ersten Sonnenstrahlen ins Freie davonlaufen.“

Skiweltcup.TV: „Wenn man das eidgenössische Slalomteam näher betrachtet, erkennt man neben dir als Routinier drei junge Wilde wie Ramon Zenhäusern, Daniel Yule und Luca Aerni. Scheint somit die Zukunft der Schweizer Torlaufwelt gesichert?“

Markus Vogel: „Wir haben einige junge Athleten mit viel Potential, das stimmt. Da gibt es neben den genannten auch noch mehr. Nur, der Weg an die Spitze hat viele Hindernisse. Aber die Jungs sind alle sehr zielstrebig und gut drauf. Ich bin für unser Team zuversichtlich.“

© Gerwig Löffelholz  /  Markus Vogel (SUI)

© Gerwig Löffelholz / Markus Vogel (SUI)

Skiweltcup.TV: „Welchen Tipp gibst du gerne an jüngere Athleten weiter, wenn sie dich um einen Rat fragen?“

Markus Vogel: „Auch wenn es mal nicht rund läuft, nicht aufgeben. Hartes und gutes Training zahlt sich irgendwann aus. Wenn nicht jetzt, dann morgen.“

Skiweltcup.TV: „Welcher Ratschlag hat dich im Laufe deiner langen Karriere so positiv und nachhaltig geprägt, dass er dich heute noch mit der gleichen Freude am Skisport teilnehmen lässt wie bei deinem ersten Einsatz?“

Markus Vogel: „Jemand in meinem Umfeld sagt mir immer wieder, dass ich neben Anspannung und Disziplin diese Zeit auch bewusst genießen soll. Wenn ich mit 50 zurückschauen würde, würde ich höchsten bedauern, dass ich es nicht mehr genossen hätte.

Das geht neben dem ganzen Wettkampf leicht verloren. Schlussendlich fahren wir für uns selber Ski, weil es unsere Leidenschaft ist. Auch wenn ich diesen Zeitpunkt nicht fürchte, irgendwann ist unser Skisportler-Leben vorbei, und es kommt ein neuer Abschnitt. Darum versuche ich jetzt, das Maximum herauszuholen, und will die spannende Reise dabei auch schätzen.“

Skiweltcup.TV: „Markus, eine sportphilosophische Fragestellung zwischendurch: Bist du ein Sportler, der auf seine ‚innere Stimme‘ hört und durch Bauchentscheidungen zum erwünschten Erfolg kommt?“

Markus Vogel: „Ich bin, und das werden dir wohl Betreuer, Freunde und Medien bestätigen, eher ein ‚Denker‘.“

Skiweltcup.TV: „Dein Teamkollege Carlo Janka verriet einmal in einem Interview, dass er mit den Skischuhen Tennis, Squash oder Badminton spiele. Muss man als Skirennläufer positiv verrückt sein, um das zu verstehen?“

Markus Vogel: „Und unsere Abfahrtskollegen sagen immer, wir Slalomfahrer seien die Verrückten… (lacht). Spaß beiseite, wir suchen halt immer nach neuen Wegen um uns zu verbessern. Das wird aber wohl in jedem Sport so sein.“

Skiweltcup.TV: „Wenn wir ‚Markus Vogel‘ als Marke betrachten würden, was verspricht diese Marke?“

Markus Vogel: „Eine schwierige Frage… Es wäre eine familiär geführte Marke. ‚Markus Vogel‘ würde sich auch Disziplin und Fairness auf die Fahnen schreiben.“

Skiweltcup.TV: „Welche Schlagzeile würdest du gerne am Ende des WM-Winters 2014/15 über dich lesen?“

Markus Vogel: „‚Kusi‘ schießt den Vogel ab: Nach der WM-Medaille nun der Aufstieg in die Nationalmannschaft!“

Skiweltcup.TV: „Mit dem „Kids Camp Carlo Janka“ versucht dein Mannschaftskollege Carlo Janka dem Nachwuchs den ‚weißen Sport‘ näherzubringen. Bist du auch sozial engagiert, was den Nachwuchs im alpinen Skisport betrifft?“

Markus Vogel: „Ehrlich gesagt, habe ich bis jetzt in diese Richtung nicht viel Spezifisches gemacht. Aber ich schaue ab und zu bei den Trainings unseres Skiclub-Nachwuchses vorbei und habe da auch schon einige Male mitgemacht.“

Bericht und Interview für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

 

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