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Marlies Schild sagt Servus – Stationen einer Karriere

Marlies Schild sagt Servus

Marlies Schild sagt Servus

Am heutigen Dienstag, 02.09.2014, punktgenau um 10.01 Uhr war es soweit. Die 33-jährige ÖSV-Slalomspezialistin Marlies Schild, die in ihrer Laufbahn 37 Weltcupsiege, vier kleine Slalom-Kristallkugeln, sieben WM- und vier Olympiamedaillen gewonnen hatte, erklärte vor versammelter Presse im Wiener Uniqa-Tower ihren Rücktritt vom aktiven Rennsport.  

Marlies Schild: „Ich habe mir gründlich Zeit genommen, um darüber nachzudenken, wie meine Zukunft ausschauen könnte. Es war eine sehr schöne und intensive Zeit. Ich habe meinen Traum, den ich als kleines Mädchen hatte, gelebt und bin sehr dankbar, dass ich meinen Traumberuf für viele Jahre machen konnte. Jetzt bin ich 33 Jahre alt, also doch ein Alter, wo man sich als Frau überlegen muss, wo es hin geht.“

Salzburg – Ihre sportliche Laufbahn liest sich wie ein Bilderbuch. Vier Olympiamedaillen, sieben WM-Medaillen, 37 Siege im Weltcup, 31 weitere Podestplätze, acht Podiumsplatzierungen (davon drei Siege), 15 Siege bei FIS-Rennen und fünffache österreichische Torlaufmeisterin. Die Rede ist von der Salzburgerin Marlies Schild, die am heutigen Dienstag ihre Karriere beendet hat.

Nun liegt es an der jüngeren Schwester Bernadette, die Schild-Dynastie aufrecht zu erhalten. Denn auch Bruder Josef war von den Jahren 1998 bis 2005 Mitglied des ÖSV-Teams. Doch zurück zu Marlies: Schon mit sechs Jahren bestritt die 1981 geborene Freundin von Benjamin Raich Rennen. Vier Jahre später wurde sie in den Salzburger Schülerkader aufgenommen. Nach der Hauptschule Zell am See besuchte sie das Skigymnasium in Stams.

Was heute kaum vorstellbar ist, war am Beginn der Karriere Wirklichkeit. So bestritt die heute 33-jährige Athletin Abfahrtsrennen. Im Blütenalter von 19 Jahren hatte sie bereits fünf Knieoperationen und Kreuzbandrisse in ihrer Krankenakte verbucht und wechselte daraufhin zum Slalom und den Riesentorlauf. Dabei wurde der Torlauf zu Schilds Paradedisziplin. In der Summe gelangen ihr 35 Siege in dieser Disziplin. Dadurch knackte die ÖSV-Skirennläuferin den lange andauernden Rekord der Schweizerin Vreni Schneider.

© Kraft Foods / Marlies Schild

© Kraft Foods / Marlies Schild

Marlies Schild feierte im Dezember 2001 ihr Weltcupdebüt. Bei den Olympischen Spielen in Salt Lake City wenige Monate später schied sie noch aus und blieb ohne Edelmetall. Bei der Weltmeisterschaft 2003 in St. Moritz fuhr die Österreicherin auf den zweiten Platz. Schneller war nur die Kroatin Janica Kostelić. 2005 wurde die WM in Bormio/Santa Caterina ausgetragen, hier fuhr Schild auf den Bronzerang. Besser waren erneut Kostelić und die Schwedin Anja Pärson.

Bei den Olympischen Winterspielen 2006 in Turin freute sich die Slalomkönigin über zweimal Edelmetall. In der Kombination gewann sie die Silber- und kurze Zeit später die Bronzemedaille im Torlauf. 2007, die WM in Åre stand auf dem Kalenderblatt, erreichte sie das komplette Medaillenset. Nach Silber im Slalom und Bronze in der Super-Kombination erreichte sie mit ihren ÖSV-Kolleginnen und -Kollegen Benni Raich, Renate Götschl, Mario Matt, Fritz Strobl und Michi Kirchgasser die Goldene im Teambewerb und lauschte auf dem obersten Treppchen andächtig den Klängen der Bundeshymne zu.

In der Saison 2006/07 (mit acht Siegen) belegte Schild den zweiten Rang in der Gesamtwertung. Dabei lag sie zwei Rennen vor Schluss noch weit in Front, als ihre Teamkollegin Nicole Hosp in den letzten beiden Rennen ordentlich auf das Gaspedal drückte und der Salzburgerin die schier sichere große Kugel im letzten Atemzug entriss.

Im Oktober 2008 stürzte Schild beim Training in Sölden schwer und zog sich dabei einen Trümmerbruch im Schien- und Wadenbein und einen Bruch des Schienbeinkopfes im linken Bein zu. 13 Monate konnte sie kein Rennen bestreiten. Dadurch war ihr avisiertes Ziel, den Rekord von Vreni Schneider in Bezug auf Slalomsiegen zu brechen, in weite Ferne gerückt. Um dieses Ziel zu erreichen fuhr sie einige FIS-Rennen und kam bei jedem unter die besten Drei.

© Gerwig Löffelholz / Marlies Schild (AUT)

© Gerwig Löffelholz / Marlies Schild (AUT)

Ende 2009, der Weltcupzirkus machte in Lienz Station, siegte Schild und feierte mehr als nur ein eindrucksvolles Comeback, welches sich mit dem sechsten Platz in Levi andeutete. Bei den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver wurde Schild Zweite, rund vier Zehntelsekunden hinter Maria Höfl-Riesch. Ein Jahr später siegte die Österreicherin bei der WM 2011 und freute sich über die Silberne im Teambewerb.

In der Folge freute sie sich über jede Menge Siege und auch über die Auszeichnung zur Österreichs Sportlerin des Jahres. Vor Weihnachten 2012 zog sich die ÖSV-Athletin bei einem Sturz im Slalomtraining einen Innenbandriss im rechten Knie zu und musste sich einer Operation unterziehen. Die Verheilung verlief schneller als angenommen. Bei der Heim-WM in Schladming 2013 wollte sich Schild wieder mit den Besten der Torlauf-Welt messen und belegte beim Sieg der US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin den neunten Platz. Weitere Rennen in dieser Saison bestritt Schild nicht.

Im Dezember 2013 siegte Schild beim Slalom in Courchevel. Dabei stellte sie die Bestmarke  von Vreni Schneider ein, den sie wenige Tage später in Lienz knacken sollte. Außerdem ist sie die älteste Siegerin eines Weltcuptorlaufs; den bisherigen Rekord hatte Tanja Poutiainen gehalten. Im Februar dieses Jahres belegte Schild den sehr guten zweiten Platz im Slalom bei den Olympischen Spielen im russischen Sotschi hinter Shiffrin.

Auch wenn es zu keiner olympischen Goldmedaille reichte, war die heute zu Ende gehende Karriere von Marlies Schild eine erfolgreiche. Gewiss hätten nicht gewesene Verletzungen zu noch mehr Triumphen geführt. Aber das Leben findet nicht im Konjunktiv statt und wir müssen Marlies Schild zu ihrer Laufbahn gratulieren. Sie hat viel dem Skisport gegeben. Am Ende folgte sie dem Rat ihrer Ärzte und hörte auf ihren Körper. Auch für diese Entscheidung gehört Schild der größte Respekt.

Wir von skiweltcup.tv wünschen der 33-Jährigen alles Gute für ihre weitere Zukunft und hoffen, dass wir sie hie und da wieder bei einem Rennen als Schaulustige und Edelfan und Freundin von Benni Raich begrüßen dürfen.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

© Gerwig Löffelholz / Marlies Schild (AUT)

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