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Michael Matt will nicht immer mit seinem Bruder Mario verglichen werden

Michael Matt will nicht immer mit seinem Bruder Mario verglichen werden

Michael Matt will nicht immer mit seinem Bruder Mario verglichen werden

Flirsch am Arlberg – ÖSV Rennläufer Michael Matt stand unseren Kollegen/innen von FIS-Ski.com für ein Interview zur Verfügung. Dabei sprach er über die vergangene Saison, Höhen und Tiefen, sowie über die Vergleiche mit seinem Bruder.

Der Tiroler belegte in der abgelaufenen Saison den fünften Platz im Slalomweltcup. Dabei siegte er in Kranjska Gora. In Levi und Aspen fuhr er ebenfalls aufs Podest.

Bereits vor dem ersten Einsatz in Finnland wusste der jüngere Bruder von Slalomlegende Mario Matt, dass er gut unterwegs war. Der Sprung aufs Stockerl war trotzdem überraschend. In Kranjska Gora zeigte er zwei tadellose Fahrten und belohnte den Arbeitstag mit einem Erfolg.

Michael Matt erlebte aber auch einige Tiefschläge. Im Januar standen vier Slaloms auf schwierigen und steilen Hängen auf der Tagesordnung. Und vor dem Klassiker in Kitzbühel wurde der Tiroler krank. Das war denkbar ungünstig, denn es wurden in drei Tagen zwei Rennen ausgetragen. Er wechselte das Skimodell und im zweiten Lauf auf der Planai bewies Matt, dass das die richtige Entscheidung war.

Bei der Ski-WM in St. Moritz lag Matt nach dem ersten Durchgang auf Rang drei und spekulierte mit einer Medaille. Doch es kam anders und er musste sich mit Platz acht begnügen. Der Arlberger war enttäuscht und brauchte einige Zeit, um das Ganze zu verstehen und die positiven Dinge zu erkennen.

Im Hinblick auf den Olympiawinter erzählt der Tiroler, dass er wieder gut in die Saison starten möchte. Jedes Rennen ist wichtig, und ein großes Ziel für ihn ist der Gewinn einer olympischen Medaille. Man riskiert bei so einem Großevent mehr, und man muss sich mental wie körperlich auf dem höchsten Leistungsstand befinden.

Vor drei Jahren gehörten die ÖSV-Asse Mario Matt, Reinfried Herbst und Benjamin Raich noch dem Team an. Nicht nur Michael Matt konnte von dem großen Erfahrungsschatz seiner damaligen Teamkollegen profitieren. Man pushte sich gegenseitig auf und schaffte daher eine gute Grundlage in der Mannschaft. Jeder kann an seinem Stil arbeiten und das eigene Skifahren verbessern.

Überdies weiß Michael, dass es gut ist, einen erfolgreichen Bruder zu haben, auch wenn letzterer nicht mehr aktiv im Leistungssport dabei ist. Er gibt ihm Tipps. Trotzdem will der jüngere Matt-Bruder viel selbst herausfinden und hält nichts vom Vergleich mit dem Bruder. Denn das könnte Druck erzeugen und wäre nicht gut, eher kontraproduktiv.

Der 1993 geborene Michael Matt will im nächsten Winter genauso erfolgreich sein wie im letzten. So kann der ÖSV-Athlet eine eigene Ski-Identität entwickeln und darüber hinaus  zu einer eigenen Sportlerpersönlichkeit reifen.

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

Quelle: www.fis-ski.com

 

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