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Mikaela Shiffrin gewinnt Slalomauftakt in Levi

Slalom in Levi 2016: Und das Rentier gehört Mikaela Shiffrin

Slalom in Levi 2016: Und das Rentier gehört Mikaela Shiffrin

Levi – Die US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin hat den ersten Torlauf der Damen im WM-Winter 2016/17 für sich entschieden. Sie siegte in einer Zeit von 1.52,71 Minuten und distanzierte Wendy Holdener aus der Schweiz um 67 Hundertstelsekunden auf Platz zwei. Dritte wurde die Slowakin Petra Vlhová (+0,75).

Shiffrin sagte zu ihrem Erfolg: „Ich bin nie wirklich zufrieden. Wendy hatte einen schweren Fehler im ersten Durchgang, ohne den wäre sie noch eine viel härtere Gegnerin gewesen. Auch Petra ist sehr stark – und von hinten kommen auch viele Läuferinnen. Ich fühle mich eigentlich nicht wirklich wohl, hätte noch gerne mehr Zeit zum Trainieren. Mein Rentier werde ich Sven nennen.“

Offizieller FIS Endstand: Slalom der Damen in Levi

Auf Rang vier landete Vlhovás Teamkollegin Veronika Velez Zuzulová, deren Rückstand von 1,60 auf die Siegerin schon beachtlich war. Auf Platz fünf klassierte sich die Norwegerin Maren Skjøld (+1,81), die mit der Nummer 31 ins Rennen ging und sich dank der besten Laufzeit im Finale um elf Positionen nach vorne schob.

Ebenfalls eine Talentprobe gab die erst 18-jährige Eidgenossin Melanie Meillard (+1,87) ab. Sie wurde am heutigen Tag Sechste. Die Tschechin Šárka Strachová (+2,01) belegte den siebten Platz Achte wurde die Wikingerin Nina Løseth (+2,16). Michelle Gisin (+2,26) wurde als Drittbeste des Swiss-Ski–Teams Neunte. Die besten Zehn des Slaloms von Levi wurde von der Kärntnerin Carmen Thalmann (+2,38) abgerundet.

Thalmann analysierte ihr Rennen im ORF-Interview: „Wir können alle nicht wirklich glücklich sein mit dem Rennen. Wir haben aber gesehen, wo wir stehen und müssen jetzt hart daran arbeiten, dass wir besser werden. Ich habe vorher schon gewusst, dass ich nicht in der perfekten Form bin. Jetzt heißt es arbeiten, arbeiten, arbeiten. Ich kann aber schon auch positiv nach vorne blicken, denn es war sicher nicht mein bestes Skifahren, dass ich heute gezeigt habe.“

DSV-Starterin Lena Dürr schrammte als Zwölfte um gerade einmal eine Zehntelsekunde an den Top-10 vorbei. Die Südtirolerin Manuela Mölgg war nur um eine winzige Hundertstelsekunde langsamer als die Deutsche. Michaela Kirchgasser, eine routinierte ÖSV-Athletin, schwang mit einem Rückstand von 2,57 Sekunden auf Shiffrin noch vor ihrer Mannschaftskollegin Katharina Truppe (+2,68) ab.

Kirchgasser äußerte sich über ihren Slalomauftakt wie folgt: „Ich habe es nicht ganz geschafft. Es ist ein Lauf, der ziemlich gerade ist. Mit der richtigen Position kann man da sehr schnell sein – aber ich habe es nicht geschafft, über dem Ski zu sein.“

Truppe, die nach dem großen Fehler im ersten Lauf angefressen wirkte, meinte im TV-Gespräch: „Ich bin sehr zufrieden. Ich bin wirklich froh, dass ich den zweiten Durchgang so runtergebracht habe. Ich war schon sehr nervös, weil es doch das erste Rennen war – aber es ist gut gegangen. Ich habe mir gedacht: Zu verlieren habe ich nichts – ich gebe einfach Gas. Ob ich vier Punkte mache oder nicht macht das Ei auch nicht mehr warm. Ich denke schon, dass noch Luft nach oben habe.“

Die Deutsche Marina Wallner (+3,15) ging mit der Nummer 44 an den Start und belegte dank zweier durchaus konstanter Läufe den 19. Platz. Die Eidgenossinnen Denise Feierabend (+3,21) und Rahel Kopp (+3,43) hatten mit der Entscheidung nichts zu tun und konnten sich dank der Plätze 21 und 25 über ein paar Weltcupzähler freuen. 28. und Letzte wurde die ÖSV-Dame Katharina Gallhuber (+4,82). Pech hatten Anna Swenn-Larsson und Slalomweltcupsiegerin Frida Hansdotter aus Schweden. Beide, wobei Letztgenannte Zweite des ersten Laufs, berechtigte Chancen auf einen Podestplatz hatte, schieden im Finaldurchgang aus.

Grund zum Jubeln hatte die US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin allemal. Sie sicherte sich den 20. Sieg bei einem Weltcupslalom, die Führung im Gesamtweltcup, einen schönen Siegerscheck und darüber hinaus die Patenschaft für ein Rentier. So ist es eben, wenn ein Renntier auf ein Rentier trifft. Der nächste Slalom der Damen findet am 27. November in Killington, gelegen an der US-amerikanischen Ostküste, statt, sofern das Wetter mitspielt.

Offizieller FIS Endstand: Slalom der Damen in Levi

Bericht für skiweltcup.tv: Andreas Raffeiner

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